Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag, dem 14. Januar 2022, neue Corona-Richtlinien verkündet.

Diese gelten ab Samstag, dem 15. Januar 2022, in Deutschland.

RKI veröffentlicht neue Richtlinie: So lange giltst du als genesen

Bisher galt eine Person, die sich mit Corona infiziert hat, für sechs Monate als genesen. Dieser Zeitraum wurde nun verkürzt. Menschen, die sich mit Corona angesteckt haben, gelten künftig nur noch für drei Monate als genesen. Dann wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. 

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Als genesen gilt, wer ein positives PCR-Testergebnis vorweisen kann, das mindestens 28 Tage zurückliegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntag mit 515,7 an.

Dies ist der dritte Höchstwert in Folge. Lauterbach stimmte die Bevölkerung schon auf "sehr schwere Wochen" ein.

Neue Richtlinie für den Genesenenstatus: Darum wurde der Status verkürzt

Je mehr Menschen sich mit der ansteckenderen Omikron-Variante infizieren, desto mehr Genesene dürfte es bald auch geben. Festgelegt wurde nun eine kürzere Zeitspanne dafür, wie lange man als genesen gilt. "Die Dauer des Genesenenstatus wurde von sechs Monate auf 90 Tage reduziert, da die bisherige wissenschaftliche Evidenz darauf hindeutet, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben", schrieb das RKI.

Wie dies jetzt konkret zum Beispiel bei 2G- und 3G-Zugangsregeln zu bestimmten Einrichtungen vor Ort gehandhabt wird, liegt demnach aber bei den Ländern. Unklar ist noch, wie die Änderung in den Apps zur Anzeige der Impfnachweise technisch umgesetzt wird. In den Apps können Genesenenzertifikate angezeigt werden - bislang mit dem Gültigkeitszeitraum sechs Monate.

Die Änderung knüpft an eine vom Bundesrat am Freitag (14. Januar 2022) besiegelte Verordnung an, die auch den Rahmen für Quarantäneregeln neu fasste. Genesenennachweise müssen demnach Kriterien entsprechen, die das RKI auf einer Internetseite bekannt macht. Dazu gehört: "Das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen". Und: "Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen." Das RKI erläuterte zugleich: "Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß Stand der Wissenschaft ändern." Der AfD-Fachpolitiker Martin Sichert kritisierte, Webseiten könnten auch gehackt werden und böten damit weit weniger Rechtssicherheit als ein Gesetz.

Zum Weiterlesen: Genesenenstatus verkürzt - warum die Corona-Warn-App jetzt besonders wichtig ist

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