• Forscher aus Spanien führen Studie mit 500 Konzert-Besuchern durch 
  • Dazu wurden bestimmte Sicherheitsvorkehrungen getroffen 
  • Nach dem Konzert gab es keinen einzigen Corona-Fall

Die Ausbreitung des Coronavirus hat erhebliche Auswirkungen auf die Veranstaltungsindustrie. Zur Eindämmung des Virus wurden Konzerte, Festivals und das Feiern in Diskotheken verboten. Viele Menschen vermissen es, ausgelassen zu feiern, singen und zu tanzen. Um das alles bald wieder möglich zu machen, führten Forschende aus Spanien eine Studie durch und untersuchten, ob es unter bestimmten Sicherheitsbedingungen möglich ist, Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen abzuhalten. Dazu veranstaltete das Team ein fünfstündiges Live-Konzert. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im renommierten Fachjournal "The Lancet" präsentiert. Auch in Deutschland soll diesen Sommer ein ähnlicher Versuch durchgeführt werden - mit 15.000 Menschen.

Konzerte in der Corona-Pandemie: Studie aus Spanien gibt Hoffnung 

Das Konzert fand mit 500 Besuchern zwischen 18 und 59 Jahren im Sala Apolo in Barcelona in Spanien statt. Der Konzertraum ist normalerweise für 900 Personen ausgelegt. Um die Veranstaltung besuchen zu können, mussten alle Teilnehmer einen negativen Corona-Test vorweisen. Des Weiteren installierten alle Studienteilnehmer zwei Apps auf ihrem Smartphone: Die "Radar-Covid-App", eine Kontaktverfolgungs-App, war dazu da, um enge Kontakte während des Konzerts zu erfassen. Die "Test-Wallet-App" war dazu da, um die Testergebnisse des Antigen- oder PCR-Tests anzuzeigen. Zudem mussten die Teilnehmenden in der App  vor dem Konzert und zehn Tage nach dem Konzert einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen sowie einen Fragebogen, wie zufrieden sie mit dem Konzert waren. Am Eingang wurde die Körpertemperatur gemessen und jeder erhielt eine FFP2-Maske

Die Teilnehmer mussten die Maske während des gesamten Events tragen. Dafür mussten sie keinen Abstand zu anderen Besuchern einhalten und auch Singen und Tanzen war erlaubt. Draußen gab es außerdem einen Raucherbereich. In diesem Bereich durften sich zwanzig Menschen unter strengen Auflagen und Abstand aufhalten. Masken durften hier abgelegt werden. Das Einhalten des Abstands wurde von einer Security-Gruppe kontrolliert. 

Getränke, inklusive Alkohol, konnten sich die Besucher nur in der Bar-Zone abholen. Sie befand sich in einem separaten Raum, der normalerweise für 1600 Leute ausgelegt war. Teilnehmende durften ihre Masken nur beim Trinken ablegen. In allen Räumen gab es an bestimmten Stellen überall Desinfektionsmittel-Ständer. 

13 Zuschauer positiv - dennoch keine Corona-Infektion auf dem Konzert

Das Event fand am 12. Dezember 2020 statt und dauerte fünf Stunden. Es gab insgesamt vier verschiedene Vorstellungen: zwei DJ-Auftritte und zwei Live-Musik-Auftritte. Neben den Studienteilnehmern waren zudem die Künstler und 58 Mitarbeiter anwesend. Im Dezember 2020, als das Konzert stattfand, betrug die 14-Tage-Inzidenz in Spanien noch 220,8. Allein durch die Antigen-Tests, die die Teilnehmer beim Einlass vorzeigen mussten, ließ sich kaum ausschließen, dass nicht doch infizierte Personen im Publikum sind. Alle Anwesenden wurden zwar vor dem Konzert zusätzlich mit einem PCR-Test auf Corona getestet - die Ergebnisse dafür waren jedoch erst am Tag nach dem Konzert da. Hierbei stellte sich heraus: 13 Konzertbesucher waren Corona-positiv. 

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In einer Kontrolluntersuchung, die acht Tage nach dem Konzert durchgeführt wurde, zeigte ein PCR-Test bei allen Besuchern des Konzerts jedoch ein negatives Ergebnis. Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass sich scheinbar niemand auf dem Konzert mit Covid-19 angesteckt hat. Die Studie liefert somit wichtige Hinweise, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen Indoor-Massenveranstaltungen trotz Corona-Pandemie sicher durchgeführt werden können.

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