• Kreuzimpfung: Corona-Impfung mit unterschiedlichen Wirkstoffen
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen bei Gabe von zwei Impfstoffen
  • Risiko für milde bis moderate Nebenwirkungen steigt
  • Studie untersucht Fälle mit Astrazeneca- und Biontech-Impfungen

Wer bei seiner Erst- und Zweitimpfung zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe erhält, hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis. Das geht aus vorläufigen Daten einer Studie der Universität Oxford hervor, die am Donnerstag (13. Mai 2021) im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurden.

Geimpft mit unterschiedlichen Wirkstoffen: Mehr Nebenwirkungen nach der Zweitimpfung

Anlass zur Sorge um die Patientensicherheit gebe es deswegen aber nicht, betonten die Wissenschaftler. Die Rede ist von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen. Ob die Immunreaktion davon betroffen ist, könne noch nicht beurteilt werden. Daten dazu würden aber in den kommenden Monaten erwartet.

Untersucht wurden Fälle, bei denen im Abstand von vier Wochen entweder zuerst das Präparat von Astrazeneca verabreicht wurde und dann der Impfstoff von Biontech/Pfizer oder umgekehrt.

In beiden Fällen war die Häufigkeit der leichten und moderaten Nebenwirkungen erhöht. "Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass die Vergabe zweier unterschiedlicher Dosen zu vermehrten Arbeitsausfällen am Tag nach der Impfung führt", sagte Matthew Snape von der Uni Oxford, der die Studie leitet. Das sei etwa wichtig für die Planung von Impfungen bei Beschäftigten im Gesundheitsbereich.

Kreuzimpfung: Studie untersucht 830 Impfungen

Betrachtet wurden 830 Freiwillige im Alter von über 50 Jahren, die in vier Gruppen jeweils zwei Impfdosen gleicher Art und in unterschiedlicher Reihenfolge je zuerst das eine und dann das andere Präparat erhielten.

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Folgende Nebenwirkungen zeigten sich:

  • erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Erschöpfung
  • Krankheitsgefühl

Keiner der Teilnehmenden musste wegen dieser Beschwerden ins Krankenhaus. Alle Symptome klangen schnell und ohne Komplikationen ab.

Es sei möglich, dass die Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen noch verbreiteter seien, hieß es in der Mitteilung weiter. Im April wurde die Studie um weitere Varianten mit den Impfstoffen Moderna und Novavax als Zweitdosis nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca oder Biontech/Pfizer erweitert - die Ergebnisse dazu stehen noch aus.

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