WhatsApp-Nutzer in Buenos Aires (Argentinien) können seit kurzer Zeit über den beliebten Messenger-Dienst einen Corona-Test machen - ganz ohne Stäbchen in der Nase oder den lästigen Gang zum Testzentrum.

Wie die Stadt Buenos Aires berichtet, wurde eine künstliche Intelligenz (KI) erschaffen, die anhand von Hustengeräuschen eine Corona-Infektion nachweisen kann.

Corona-Test über WhatsApp: Das steckt hinter dem "Corona-Husten"

Um die Funktion zu nutzen, schicken Nutzer*innen einfach eine Sprachnachricht an eine Telefonnummer, die mit der KI namens "IATos" verbunden ist, in der sie oder er für einige Sekunden lang husten. Das Husten wird dann mit den vorhandenen Aufzeichnungen einer Datenbank abgeglichen, die bereits 140.000 Samples beinhaltet. Diese wurden in den Testzentren in Buenos Aires gesammelt. Somit soll eine möglichst hohe Genauigkeit bei der Diagnose gewährleistet werden. Sollte die KI das Husten als potenzielles "Corona-Husten" identifizieren, wird Benutzer*innen dazu geraten, einen Test vorzunehmen, um die Diagnose sicherzustellen.

Wer sich jetzt denkt: "Das kann doch gar nicht funktionieren!", ist auf dem Holzweg. Die Software hat schon jetzt eine Erfolgsquote von 78 Prozent. Von 2700 Nutzer*innen wurde 554 geraten, einen Test zu machen. 436 von den 554 Menschen waren dann tatsächlich positiv.

Auch wenn das Verfahren keine 100-prozentige Erfolgsrate hat, können dennoch dadurch Testzentren entlastet werden und mehr Menschen den Anreiz geben, sich zu testen – bequem, von Zuhause auf dem Sofa aus.