• Digitaler Impfnachweis "CovPass" jetzt auf allen Smartphones verfügbar
  • Seit dem 10. Juni ist die Anwendung verfügbar
  • Aber wie kommen Sie an den langersehnten, digitalen Impfpass?
  • Und wie funktioniert die App?

Die CovPass-App ist mittlerweile für iOS und Android zum Download bereit. Der digitale Impfnachweis soll es für Geimpfte leichter machen, ihre Impfung nachzuweisen und so ein Stück weit mehr Freiheit im Alltag zu genießen. Das gelbe Impfheftchen gilt jedoch weiterhin. Aber wie funktioniert die App eigentlich?

"CovPass": Digitaler Impfnachweis bis Ende Juni für alle verfügbar

Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, so  Spahn. "Aber nicht alle sind heute oder morgen schon angeschlossen." Ziel sei, dass bis Ende Juni die Anwendung namens "CovPass" für alle Interessenten zu Verfügung stehe.

Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen.

Ab Montag (14. Juni 2021) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bereits am Dienstag (8. Juni) in Berlin mitteilte. Die freiwillge App "CovPass" steht den Interessenten bis dahin also rechtzeitig zur Verfügung. Vor dem bundesweiten Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden.

Digitaler Corona-Impfpass: So funktioniert die App "CovPass"

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Wie soll das Ganze nun also funktionieren? Die Apotheken und bald auch Impfzentren und Arztpraxen stellen das Zertifikat für die vollständige Corona-Impfung aus. Dafür benötigen sie die Daten der Geimpften, insbesondere den Nachweis über die Impfung zum Beispiel in Form des Impfheftes. Wer im Impfzentrum geimpft wurde, sollte zu diesem Zweck auf keinen Fall seinen Account im Impfportal löschen. Anschließend wird das Zertifikat über den eigens dafür entwickelten Service der Unternehmen Ubirch, IBM Deutschland, govdigital und Bechtle angefordert. Die geimpfte Person erhält das Impfzertifikat in Form eines QR-Codes entweder digital oder ausgedruckt per Post.

Der QR-Code muss schließlich in der "CovPass"-App nur noch eingescannt werden und ist damit gespeichert. Muss man seinen Impfstatus nachweisen - beispielsweise bei Reisen ins Ausland - reicht es dann, den QR-Code in der App vorzuzeigen. Alternativ kann das Impfzertifikat auch in Papierform vorgezeigt werden.

Wie sicher ist der digitale Impfnachweis?

Wird der Code bei einer Kontrolle gescannt, zeigt er übrigens nur die nach EU-Vorgaben nötigsten Informationen an: Impfstatus, Vor- und Nachname und das Geburtsdatum. Weitere Daten wie Impfstoff, Impfdatum, Land etc. sind ebenfalls in der App gespeichert, aber nicht für andere einsehbar.

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Zentral gespeichert werden die Daten jedoch nicht. Sie werden einmalig erhoben, zur digitalen Signierung an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt und danach sofort wieder gelöscht. Wird das Impfzertifikat zur App hinzugefügt, sind die Daten lediglich lokal auf dem Handy gespeichert. Eine Art "zentrales Impfregister" wird es nicht geben. Darüber hinaus ist der QR-Code kryptografisch mit einer Signatur abgesichert und soll so sicher vor Manipulation und Fälschung sein, heißt es auf der Projekt-Webseite von "CovPass" des RKI.

Auch nachträgliche Ausstellungen für den digitalen Impfnachweis sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. "CovPass" soll zudem in Zukunft negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren können. Wer bereits die offizielle Corona-Warn-App des RKI benutzt, kann seinen Impfnachweis künftig auch darüber nachweisen.  Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch (9. Juni) die aktuelle Version 2.3.2 mit dem entsprechendem Feature in den App-Stores von Apple und Google.

Impfpass-Fälschungen wurden zuletzt zu einem immer größeren Problem. inFranken.de hat mit fränkischen Polizeipräsidien über die Situation gesprochen.

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