Die Corona-Impfung ist unser wichtigstes Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Es ist längst klar, dass die Impfung nicht vor einer Infektion mit dem Covid-19-Virus schützt, aber sehr wohl in den meisten Fällen vor einem schweren Krankheitsverlauf. Mit der neuen Omikron-Variante hat sich die Lage noch einmal verschärft: Hier ist die Booster-Impfung, also der dritte Piks, der sicherste Schutz.

Forscher*innen des National Institutes of Health in den USA haben acht Risikofaktoren erarbeitet, die einen Impfdurchbruch wahrscheinlicher machen. Es handelt sich um Ergebnisse einer großangelegten Studie. Die Erkenntnisse sind vor allem deshalb interessant, weil mit der neuen Virusvariante auch die Zahl der Impfdurchbrüche deutlich steigt - vor allem bei denjenigen, die erst zweimal geimpft wurden. In Deutschland wurden mittlerweile über eine halbe Million solcher Impfdurchbrüche erfasst.

Impfdurchbruch-Studie analysiert Daten von über 1,2 Millionen Menschen

Die US-Forscher*innen analysierten für ihre Studie die Daten von mehr als 1,2 Millionen Menschen. Alle waren zwischen Dezember 2020 und Oktober 2021 gegen Covid-19 grundimmunisiert worden sind. Ein Großteil davon erhielt zwei Dosen von Biontech/Pfizer (72 Prozent) oder Moderna (20 Prozent), ein kleinerer Teil eine einfache Dosis mit Johnson & Johnson (6,5 Prozent).

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Nur 2246 Personen davon sind trotz der Impfung an Covid-19 erkrankt. Lediglich 189 davon erlitten einen schweren Verlauf, der mit Atemnot, einer nicht-invasiven oder invasiven Beatmung oder einer Aufnahme auf die Intensivstation einher ging. Das geht aus dem Studienbericht hervor.

Anhand der umfassenden Daten konnten die Wissenschaftler*innen acht Faktoren festmachen, die das Risiko für einen schweren Impfdurchbruch erhöhen.

Diese acht Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Impfdurchbruchs

Mindestens einer dieser Faktoren lag laut Studie bei allen Erkrankten, die einen schweren Verlauf hatten, vor:

  • Lebensalter von mehr als 65 Jahren
  • Unterdrückte Immunabwehr, entweder durch Medikamente oder durch eine Erkrankung
  • Chronische Lebererkrankung
  • Diabetes-Erkrankung
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Neurologische Erkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • eine chronische Lungenerkrankung

Gerade bei Menschen, die unter einer dieser Vorbelastungen leiden, ist laut Forscher*innen deshalb die Booster-Impfung umso wichtiger. Denn wie Studien gezeigt haben, reicht hier eine zweifache Impfung nicht aus.

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