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Sars-CoV-2

Wie hoch ist die Corona-Ansteckungsgefahr durch Lebensmittel und Gegenstände?

In Deutschland breitet sich das Coronavirus weiter aus. Die Übertragungswege sind noch nicht endgültig geklärt. Wie hoch eine Ansteckungswahrscheinlichkeit durch kontaminierte Oberflächen und Gegenstände wirklich ist, erklären wir Ihnen hier.
 
Frau mit Einkaufskorb
Gerade nach dem Einkaufen ist es wichtig, bestimmte Hygienemaßnahmen zu beachten. Wir erklären außerdem, wie sie mit bestimmten Lebensmitteln nach dem Einkauf umgehen sollten, um sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Foto: Liuba Bilyk/unsplash.com

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem aktuellen Bericht erklärt, können Schmierinfektionen durch Oberflächen oder Gegenstände nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden. Jedoch sei eine Infektionsgefahr an Oberflächen relativ gering. Es gebe derzeit keine Fälle, bei denen sich nachweislich Menschen durch den Verzehr von Lebensmittel oder den Kontakt zu Gegenständen mit dem Coronavirus infiziert haben. Wir verraten Ihnen, was für vorbeugende Maßnahmen helfen und welche Möglichkeiten es zur Eindämmung von Covid-19 gibt. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie im Newsticker von inFranken.de.

In der Anfangszeit der Pandemie war die Art und Weise der Ausbreitung des Coronavirus noch unklar. Im Mai 2020 hatten Forscher aus der USA herausgefunden, wie lange das Virus auf verschiedenen  Oberflächen überlebt. Ihrer Studie zu Folge, konnten infektiöse Viren auf Kupfer nach bis zu vier Stunden, auf Pappe nach bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl noch nach bis zu drei Tagen nachgewiesen werden.

Coronavirus: Ansteckungsgefahr durch Lebensmittel und Gegenstände nicht so hoch wie erwartet ? 

Die Virologen Hendrik Streeck und Christian Drosten stellten jedoch die Ergebnisse infrage.  Ob die Messungen der amerikanischen Wissenschaftler eine Bedeutung für die Ansteckungswahrscheinlichkeit von Coronaviren bei Alltagsgegenstände haben, sei zweifelhaft. Das Coronavirus sei ein behülltes Virus, das keine Trockenheit verträgt. Deshalb sei es ihrer Meinung nach viel wichtiger,  ob sich die Viren in einem großen oder einem kleinen Tröpfchen befinden und wie lange es dauert, bis diese austrocknen. 

Australische Forscher fanden im Oktober 2020 heraus, dass das Coronavirus 28 Tage lang auf glatten Oberflächen wie Glas von Smartphone-Displays und Geldscheinen überleben könne. Die Ergebnisse der Studie kamen jedoch unter unnatürlichen Laborbedingungen zustande. Umwelteinflüsse wie Wind, Temperaturwechsel oder UV-Licht, die das Virus hätten abschwächen können, wurden bei der Studie nicht berücksichtigt.

Außerdem hatten die Wissenschaftler mit einer sehr großen Virusmenge gearbeitet, die in einer natürlichen Umgebung nicht auftreten würde.  Dazu sagte die Virologin Sandra Ciesek von der Uniklinik Frankfurt im Coronavirus-Update vom NDR: "Wenn Sie da eine niedrigere Konzentration eingesetzt hätten in dem Versuch, dann wäre diese Zeit kürzer gewesen“. 

Schutz vor dem Virus: Hygieneregeln beachten 

Um sich vor einer Virusübertragung  über Oberflächen und Gegenstände zu schützen, sei es im Allgemeinen sehr wichtig, die Hygieneregeln des Alltags zu beachten, so das Bundesinstitut für Risikobewertung. Hierzu zählt vor allem das regelmäßige Händewaschen und das Fernhalten der Hände aus dem Gesicht. Das hilft nicht nur gegen Coronaviren, sondern auch gegen viele andere Krankheitserreger. Handdesinfektionsmittel wirken nicht besser als Wasser und Seife gegen Krankheitserreger, zum Teil sogar schlechter. Sie sollten in Situationen verwendet werden, in denen es keine Gelegenheit zum Händewaschen gibt.

Im Folgenden finden sie spezifische Artikel zu den einzelnen Übertragungswegen und Oberflächen, durch die sich Covid-19 überträgt. Außerdem sehen sie, wie wahrscheinlich eine Ansteckung ist: