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Corona-Pandemie

Selbstgemachter Mundschutz effektiver als OP-Maske: Dieses Detail ist entscheidend

Das Tragen einer Maske gilt als effektives Mittel zur Eindämmung des Coronavirus. Dabei wird oft diskutiert, welche Masken am besten schützen. Eine Auswertung mehrerer Studien legt nun nahe, dass bestimmte Masken mit den medizinischen mithalten können - unter einer Bedingung.
Coronavirus: Dieser Mundschutz schützt besser als OP-Masken
Das Coronavirus kursiert weiterhin weltweit. Auch in Deutschland entwickeln sich neue Hotspots, da die Infektionszahlen steigen. Symbolfoto: pixabay.com

Über die Wirkung einer Mund-Nasen-Bedeckung wird viel debattiert. Kürzlich vermuteten Forscher, dass das Tragen einer Maske zur unbewussten Immunisierung der Bevölkerung führen könnte.

Als Ende April 2020 in einigen Teilen des öffentlichen Lebens die Maskenpflicht eingeführt wurde, waren Masken in Apotheken schnell Mangelware. Kurz darauf gab es im Internet bereits unzählige Anleitungen für selbstgemachte Masken. Doch wie scheiden diese im Vergleich gegen medizinischen Masken ab? 

Selbstgemachte Maske besser als OP-Maske - Materialien entscheidend

Zur Beantwortung dieser Frage hat die Wissensplattform "ScieneAlert"  eine Auswertung mit den besten und schwächsten Mund-Nasen-Bedeckungen auf Grundlage mehrerer Studien zusammengetragen. Darin wird gezeigt, wie gut verschiedene Masken große Tröpfchen des Coronavirus "Sars-CoV-2" abwehren können. Auch die im Zusammenhang mit dem Virus besonders wichtige Abwehr von Aerosolen wurde bewertet. 

Ganz oben im Ranking stehen "N95"-Masken - je nach Norm wird auch von "FFP2"-Masken gesprochen. Für den besonders guten Schutz vor Tröpfchen und Aerosolen seien zwei Faktoren verantwortlich: Einerseits liegt die Bedeckung eng an der Nase und an dem Mund an, weshalb nur eine geringe Anzahl an Aerosolen ausgestoßen oder eingeatmet werden. Die verwebten Fasern filtern die Aerosole zudem gut aus der Luft.

Doch auch eine selbstgemachte Mund-Nasen-Bedeckung kann Aerosole sehr gut abfangen - aus dem richtigen Material sogar besser als medizinische Masken. Sogenannte "Hybrid-Masken", bestehend aus zwei Lagen Baumwolle, sowie einem weiteren Material - beispielsweise Seide - fangen demnach bis zu 94 Prozent der Aerosole ab - medizinische OP-Masken hingegen nur 89,5 Prozent.  

Bandanas und Schals ungeeignet - WHO empfiehlt dreilagige Masken

Deutlich schwächer schneiden jedoch zweilagige Baumwollmasken und Masken aus Baumwoll-Shirts ab. Auch eine Mund-Nasen-Bedeckung aus Seide stellt keine geeignete Alternative dar. Besonders geringen Schutz bieten Schals und Bandanas - laut der Auswertung werden damit nur 49 Prozent der Aerosole abgefangen.

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Die "Weltgesundheitsorganisation (WHO)" selbst empfiehlt dreilagige Masken. Diese sollten aus einer 

  • inneren, saugfähigen Schicht, beispielsweise aus Baumwolle
  • mittleren, nicht gewebten Schicht, etwa aus Polyproplyn und 
  • äußeren, nicht saugfähigen Schicht, zum Beispiel aus Polyester bestehen.

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