• Coronavirus greift Herz an
  • Covid-19 kann Herzmuskelentzündung auslösen
  • Menschen mit Herzproblemen müssen bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 besonders aufpassen

Dass das Coronavirus Schäden an Organen hervorrufen kann, wurde von Virologen und Ärzten schon länger vermutet. Erst kürzlich hatten Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf nachgewiesen, dass das Coronavirus die Nieren befallen kann und somit ein erhöhtes Risiko für Nierenversagen besteht. Nun steht fest: Auch das Herz kann vom Virus befallen werden und eine Herzmuskelentzündung auslösen. Kardiologen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) hatten Patienten untersucht, die wegen des Verdachts auf eine akute Herzmuskelentzündung im Krankenhaus lagen. Ungefähr einen Monat zuvor litten diese Patienten an Corona-ähnlichen Symptomen. Und der Verdacht bestätigte sich: Die Forscher fanden das Coronavirus im Herzmuskel der Patienten.

Coronavirus kann das Herz angreifen: Das müssen Sie wissen

Die Patienten mit der Herzmuskelentzündung waren allesamt unter 40 Jahre alt und sportlich - das Coronavirus befällt also auch die Organe von Menschen ohne Vorerkrankungen. Per Nasen-Rachenabstrich war das Coronavirus bei den Patienten nicht mehr nachweisbar. Das besondere ist, dass es dennoch im Herzmuskel nachzuweisen war - dies ist eine neue Entdeckung.

Das bedeutet wiederum, dass Patienten auch nach einer vermeintlich überstandenen Corona-Erkrankung wachsam sein müssen. Denn möglicherweise sind sie noch nicht gesund. Menschen mit Herzbeschwerden müssen in Coronazeiten besondere Vorsicht walten lassen. Bei Herzbeschwerden sei es enorm wichtig, zum Arzt zu gehen und eine Chest-Pain-Unit (CPU) aufzusuchen, so Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor des Universitätsklinikums Mainz.

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