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Gesundheit

Corona-Studie: Menschen mit Herzinsuffizienz besonders gefährdet - so schützen Sie sich

Menschen, die unter einer Herzinsuffizienz leiden, sind besonders anfällig für das Coronavirus. Das wiederum wirkt sich umso negativer auf betroffene Patienten aus. Um eine Entgleisung bei einer Herzschwäche zu vermeiden, sollten Sie sich an einige Regeln halten.
Corona und Herzinsuffizienz
Laut Experten ist die andauernde Corona-Pandemie besonders für Patienten mit Herzinsuffizienz problematisch. Foto: Herzinfarkt, Schmerzen, Brustschmerzen, Herz, Krankheit, Alt Symbolfoto: Rawpixel.com/Adobe Stock (170802002)

Die Deutsche Herzstiftung e.V. liefert auf ihrer Website erschreckende Zahlen: Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Herzinsuffizienz - diese wird auch Herzschwäche genannt. Eine eigenständige Krankheit ist sie genaugenommen nicht, sondern vielmehr eine Folgeerscheinung vorangegangener Erkrankungen, wie beispielsweise einem Herzinfarkt oder koronaren Erkrankungen.

Eine Herzinsuffizienz zeigt sich in einer sinkenden Leistungsfähigkeit und unerklärlicher Atemnot - die Pumpkraft des Herzens nimmt merklich ab. Auch eine plötzliche Gewichtszunahme kann ein Anzeichen der Herzschwäche sein. Vollständig heilbar ist sie zwar nicht, jedoch kann eine umfassende Therapie ein normales Leben mit dieser Erkrankung ermöglichen. 

Das Coronavirus und die Herzinsuffizienz

Laut Experten ist die andauernde Corona-Pandemie besonders für Patienten mit Herzinsuffizienz problematisch, da deren Lunge geschwächt und deshalb anfälliger für die Viren ist.  Eine sogenannte Entgleisung ist für jährlich 465.000 Klinikeinweisungen verantwortlich. Sie macht sich durch Symptome wir Atemnot, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen oder Kurzatmigkeit bemerkbar. Deshalb ist es umso wichtiger, eine Entgleisung rechtzeitig zu verhindern.

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So beeinflusst das Coronavirus eine Herzinsuffizienz

Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, weist in einer Pressemitteilung der Stiftung darauf hin, dass die Entgleisung der Herzschwäche eine Folgeerscheinung anderer Ursachen ist: „Eine Herzdekompensation, also eine Entgleisung der Herzschwäche, ist häufig die Folge eines zusätzlichen Ereignisses“. Für dieses Entgleisung können auch Viren, wie beispielsweise die Covid-19-Viren verantwortlich sein.

Es gibt diverse Gründe, weshalb Viren eine Herzschwäche hervorrufen können. Eine Ursache liegt darin, dass Viren nicht nur in den Atemwegen ihr Unwesen treiben, sie verteilen sich im kompletten Körper - so breiten sie sich auch auf das Herz aus. Besonders gefährlich werden die Corona-Viren für Herzinsuffizienz-Patienten, da deren Lunge geschwächt ist und Viren somit leichtes Spiel haben. Voigtländer erklärt weiter: „Bei einer Herzschwäche kann sich aufgrund der verringerten Pumpleistung Blut in die Lungen zurückstauen“. Das resultiere in der Empfindlichkeit der Lunge gegenüber Viren. 

So schützen Sie sich vor einer Entgleisung bei einer Herzinsuffizienz

Wer unter einer Herzinsuffizienz leidet und eine Entgleisung verhindern möchte, sollte in erster Linie alle notwendigen Medikamente diszipliniert einnehmen. Außerdem sollte gut auf den Körper gehört werden, damit erste Symptome sofort erkannt werden können. Bei dieser Symptom-Kontrolle kann es behilflich sein, wenn das Körpergewicht regelmäßig gemessen wird. So können Gewichts-Veränderungen durch Wassereinlagerungen frühzeitig bemerkt werden.

Auch das Blutdruck-Messen gehört dazu, um eine Entgleisung frühzeitig zu erkennen. Denn so können Blutdruckkrisen rechtzeitig umgangen werden. Ein dringender Rat an alle betroffenen Patienten: Lassen Sie sich gegen Grippe impfen. Das gilt generell für alle Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Auch gegen Pneumokokken sollten Sie sich impfen lassen, rät Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer auf der Website der Deutschen Herzstiftung. Des weiteren sollten Sie sich an die AHA+L-Regel halten: Abstand halten, Hygieneregeln befolgen, Alltagsmaske tragen und geschlossene Räume regelmäßig lüften.  

Corona-Studie: Menschen mit Herzinsuffizienz besonders gefährdet

Eine Studie, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlich wurde, vergleicht die Covid-19-Krankheitsverläufe von Patienten weltweit. In dieser Studie wurden die Daten von mehr als 10.000 Patienten ausgewertet - diese stammen aus 920 verschiedenen Krankenhäusern. Daraus ergibt sich, dass Herzinsuffizienz-Patienten mit großer Wahrscheinlichkeit einen schweren Krankheitsverlauf durchschreiten. 

Zudem müssen sie deutlich häufiger als gesunde Menschen künstlich beatmet werden. 30,5 Prozent der Patienten, die unter einer Herzinsuffizienz und unter einer Corona-Grippe leiden, brauchen den künstlichen Sauerstoff, um zu überleben. 

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Ursachen für eine Herzinsuffizienz

Es gibt vielfältige Ursachen für eine HerzinsuffizienzDie Deutsche Herzstiftung e.V. weist auf Ihrer Website auf zahlreiche Gründe hin. Die mit Abstand am häufigsten auftretende Ursache sind koronare Herzerkrankungen. Durch abgelagerten Plaque verengen sich die Herzkranzgefäße in dem Ausmaß, dass der Transport des sauerstoffreichen Blutes gehemmt wird. Infolgedessen sinkt die Pumpleistung des Herzens und es entsteht eine dauerhafte Herzschwäche.

Ein weiterer Faktor, der zum Auftreten einer Herzinsuffizienz beitragen kann, ist ein vorangegangener Herzinfarkt. Aber auch Bluthochdruck, Erkrankungen der Herzklappen, eine Herzmuskelentzündung oder Diabetes Mellitus können die Herzschwäche hervorrufen. Auch Alkohol- oder Drogenkonsum, sowie bestimmte Medikamente kommen als Ursache in Frage. 

Neue Studie: Zungenbelag weist auf Herzinsuffizienz hin

Wie  in unserem Artikel nachzulesen ist, weist eine neue Studie auf den Zusammenhang zwischen einer Herzinsuffizienz und dem Zungenbelag hin. Die Studienautorin Tianhui Yuan erklärt: "Die Zunge von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sieht völlig anders aus als die von gesunden Menschen". Auf der Zunge von Patienten mit Herzinsuffizienz lagert sich ein gelber Belag ab, die Zunge selbst ist rötlich. Bei gesunden Menschen verfügt die Zunge über eine blass-rote Farbe, der Zungenbelag ist blass-weiß.

Die Ursache dieses Symptoms von Herzinsuffizienz liegt in der Zusammensetzung der Bakterien des Zungenbelags. Auch die Art und die Menge der Bakterien spielen eine entscheidende Rolle. 

Fazit: So schützen Sie sich vor einer Entgleisung

Wer unter einer Herzinsuffizienz leidet, ist besonders anfällig für das Coronavirus. Dieses wirkt sich wiederum äußerst fatal auf alle Patienten mit einer Herzschwäche aus. Möchten Sie eine Entgleisung verhindern, sollten Sie Ihre Medikamente einnehmen und auf Ihren Körper hören. Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Gewicht und Ihren Blutdruck und lassen Sie sich außerdem Impfungen gegen die Grippe und Pneumokokken verpassen. Außerdem sollten Sie sich strikt an die gängigen Hygiene- und Abstands-Regelungen halten. 

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