• Robert-Koch-Institut verkündet neuen Beschluss zum Genesenenstatus
  • Die Dauer des Status ist seit Mitte Januar deutlich verkürzt
  • Benötigt man nach einer überstandenen Corona-Infektion eine Booster-Impfung?

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt in Deutschland die 2G-Regel. Nur genesene und geimpfte Personen dürfen den Einzelhandel, Gastronomie sowie Freizeitangebote und Kulturveranstaltungen nutzen. Der Impf- oder CovPass ist mittlerweile die Eintrittskarte zu sämtlichen Einrichtungen und Bereichen des öffentlichen Raums. Für viele Genesene könnte diese „Eintrittskarte“ aber bald ablaufen. Grund dafür ist ein neuer Beschluss des Robert-Koch-Instituts (RKI), welcher die Dauer des Genesenenstatus um die Hälfte reduziert.

Corona: Genesenenstatus wird verkürzt – was ist Grund dafür?

Bislang galten Patient*innen nach einer überstandenen Corona-Infektion sechs Monate lang als genesen. Diese Zeitspanne wird nun deutlich verkürzt. Die Entscheidung des RKI steht in Verbindung mit der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante. Die Infektionszahlen in Deutschland erreichen stetig neue Höhepunkte. Vor Kurzem verkündete das RKI einen neuen Rekordwert mit mehr als 100.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – vorherrschend Omikron-Infektionen.

Eine Erkrankung mit der Omikron-Variante verläuft zwar überwiegend harmlos, verglichen mit dem Verlauf der Delta-Variante. Die wissenschaftliche Evidenz würde allerdings auch darauf hindeuten, dass Ungeimpfte nach einer überstandenen Omikron-Infektion einen herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikron-Variante haben. 

Dieser Erkenntnis nach hat das RKI am 15. Januar beschlossen, die Dauer des Genesenenstatus von den bisherigen sechs Monaten auf 90 Tage zu verkürzen. Außerdem wird der Status erst 28 Tage nach der Infektion anerkannt. Damit liegt ein entsprechender Schutz laut RKI nur rund 62 Tage vor. Somit können Genesene also rund zwei Monate lang ihren Status als 2G-Nachweis nutzen.

Impfstatus: Booster-Impfung nach Corona-Infektion?

Wer sich infiziert hat, der besitzt wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge etwa 90 Tage lang einen Infektionsschutz. Doch wie geht es danach weiter? Auf Twitter sprach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Empfehlung für alle Ungeimpfte aus.

Das Ausruhen auf dem Genesenenstatus sei keine Möglichkeit: „Der Ungeimpfte, der jetzt eine Omikron-Infektion bekommt, wird im Herbst gegen andere Varianten wenig Schutz haben“, so Lauterbach. Omikron würde eine Impfung nicht ersetzten.

Wer bereits geimpft ist, der gilt nach der Infektion auch als „geboostert“ – allerdings nur besagte 90 Tage. Danach sollte man sich um eine Auffrischungsimpfung bemühen. Personen, die erst einmal geimpft sind, erhalten die zweite Impfung drei Monate nach der Infektion. Diese gilt dann als Booster.

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