• Neue Studie belegt Zusammenhang zwischen Rauchen und schwerem Corona-Krankheitsverlauf 
  • Sterberisiko wird um ein Vielfaches erhöht
  • Erhöhtes Risiko auf die Begleiterkrankungen des Rauchens zurückzuführen

Rauchen stellt ein Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 dar. Das konnte eine aktuelle Studie an der Cleveland Clinic (Ohio) belegen.

Langjährige Raucher waren nach einer Corona-Infektion häufiger im Krankenhaus und wurden dort auf der Intensivstation behandelt.

Die Ergebnisse wurden diesen Januar in der Fachzeitschrift "JAMA Internal Medicine" veröffentlicht. 

Rauchen und Corona: Tabakgenuss großer Risikofaktor bei einer Covid-19-Erkrankung

Langjähriges Rauchen schädigt nicht nur die Lunge, es kommt auch zu einer beschleunigten Athero­sklerose - die krankhafte Einlagerung von Fetten in der inneren Wandschicht von Arterien. Eine arterielle Hypertonie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Resultat einer solchen Einlagerung sein. 

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Dennoch wurde Tabakrauchen bisher nicht als eindeutiger Faktor für einen schweren Verlauf von Covid-19 untersucht - und das, obwohl das SARS-CoV-2 neben den Lungen auch die Blutgefäße infiziert, wie das Ärzteblatt erklärt. Nun wurde an der Cleveland Clinic in Ohio genau dieser Zusammenhang untersucht. Ende März letzten Jahres wurde dafür ein Patientenregister eingerichtet. Bisher wurden dort die Daten zu über 7000 Patienten gesammelt.

Das entscheidende für den Zusammenhang: die kumulative Dosis beim Rauchen. Dabei zählen nicht die aktuellen Gewohnheiten eines Rauchers, sondern wie lange und wie viel er raucht. Die Cleveland Clinic erfasst diese Dosis anhand der "Packungsjahre" - das ist die Zahl der täglich gerauchten Packungen multipliziert mit der Dauer des Rauchens in Jahren. Ein Grund für das bisherige Ausbleiben von Covid-19-Studien im Bereich des Tabakrauchens könnten die ungenauen Angaben in den Krankenakten sein, die diese kumulative Dosis nicht miteinbeziehen. 

Schockierendes Studienergebnis: Sechsfach erhöhtes Sterberisiko durch Rauchen

In der Studie aus Cleveland wurden insgesamt 172 aktive und 910 ehemalige Raucher untersucht. 341 dieser Patienten hatten es auf mehr als 30 Packungsjahre gebracht. Die Hospitali­sierungsrate war in dieser Gruppe 4,65-fach höher als bei den Niemalsrauchern. Ungefähr doppelt so oft wurden sie auf Intensivstation behandelt und ihr Sterberisiko war 6,2-fach erhöht.

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Der größte Teil des Risikos ließ sich schließlich auf das deutlich erhöhte Alter der Langzeitraucher zurückführen. Doch auch wenn das Alter, das Geschlecht und die ethnische Herkunft in der Analyse berücksichtigt wurden, waren mehr als 30 Packungsjahre mit einem erhöhten Risiko auf eine Hospitalisierung, eine Behandlung auf der Intensivstation und einen Tod verbunden.

Weitere Analysen zeigten, dass das erhöhte Risiko auf die Begleiterkrankungen des Rauchens zurückzuführen ist. 30 Packungsjahre hinterlassen Spuren im Körper. Unter den Patienten traten unter anderem arterielle Hypertonie, Herzschwäche, Krebs und Asthma auf. Langjähriges Rauchen ist auch ohne eine Infektion mit dem Coronavirus lebensgefährlich und kaum mit einem gesunden Altern zu vereinbaren, so das Ärzteblatt.

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