• Corona Quarantäne: Daran müssen Sie sich halten, wenn sie sich isolieren müssen
  • Sind Arztbesuche in Corona Quarantäne erlaubt?
  • Muss ich im Homeoffice weiterarbeiten?
  • Das sollten Sie zur Corona-Quarantäne wissen

Wie verhalten Sie sich bei häuslicher Quarantäne richtig: Haben Sie sich mit dem Coronavirus infiziert oder es besteht der Verdacht, dass Sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten, werden Sie zu hoher Wahrscheinlichkeit in häusliche Quarantäne gesteckt. Die Quarantäne ist dann notwendig, um andere Menschen vor einer möglichen Infektion zu schützen. Auch wenn häusliche Quarantäne als belastend angesehen wird, ist es doch eine Schutzmaßnahme mit Wirkung. 

In Quarantäne: So verhalten Sie sich richtig

Die Anordnung, wer tatsächlich in Quarantäne muss, verhängen die zuständigen Gesundheitsämter. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das Infektionsschutzgesetz. Demnach muss in Quarantäne, wer ein erhöhtes Risiko einer Infektion hat. Das gilt wenn: 

  • Sie innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten
  • unter engem Kontakt versteht man, wenn sie mindestens 15 Minuten mit dem Infizierten gesprochen haben, Sie angehustet oder angeniest wurden
  • Sie in einem Risikogebiet im Ausland waren

Das Gesundheitsamt kann unter diesen Umständen festlegen, wer wie lange in Quarantäne muss und ob das von Zuhause aus möglich ist oder stationär in einem Krankenhaus erfolgen muss. 

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Die betroffene Person muss 14 Tage in Quarantäne bleiben, da es so lange dauern kann, bis sich Symptome oder eine Ansteckung zeigen. Das gilt auch bei Reiserückkehrern, die aus einem Risikogebiet kommen. Zusätzlich müssen Sie sich dann bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. 

Ausnahmen gibt es bei Grenzpendlern, die in einem Risikogebiet arbeiten, bei Transport- oder Speditionsunternehmen oder Mitarbeitern aus dem Gesundheitssektor. 

Häusliche Quarantäne: Das dürfen Sie nicht tun

Wenn Sie sich in Quarantäne befinden, sind Sie dadurch deutlich eingeschränkt. Was Sie alles nicht tun dürfen: 

  • Ohne die Zustimmung des Gesundheitsamtes dürfen Sie Ihre Wohnung nicht verlassen 
  • Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht zu Ihrem eigenen Hausstand zählen
  • Sie dürfen keinen engen Kontakt mit Personen haben, mit denen Sie zusammenleben

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Wie Sie sich in häuslicher Quarantäne verhalten sollten: 

  • Halten Sie sich in unterschiedlichen Räumen auf, wenn Sie mit weiteren Menschen in einem Haushalt leben, um Ansteckungen zu vermeiden 
  • Waschen Sie regelmäßig Hände
  • Lüften Sie ausreichend
  • Teilen Sie keine Haushaltsgegenstände mit anderen Personen
  • Wenn möglich sollten Sie ein eigenes Badezimmer nutzen
  • Mahlzeiten sollten Sie getrennt voneinander einnehmen
  • Haben Sie einen Hund, bitten Sie Nachbarn oder Freunde darum, mit diesem Spazieren zu gehen
  • Einkäufe sollten ebenfalls andere Menschen für Sie erledigen 
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  • Wenn Sie medizinische Hilfe während der Quarantäne benötigen, wenden Sie sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 
  • Beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand und messen Sie regelmäßig Fieber
  • Sollten Sie Medikamente benötigen, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt
  • Bei schweren Verletzungen, lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Vergiftungen wählen Sie den Notruf unter der Telefonnummer 112 
  • Sagen Sie in jedem Fall Bescheid, dass Sie unter Quarantäne stehen

Viele Menschen schrecken vor einer Quarantäne zurück und haben Angst, dass die Einschränkungen sich negativ auf das eigene Gemüt auswirken.

Im Folgenden finden Sie praktische Tipps, wie Sie gut durch die Quarantäne kommen: 

  • Schaffen Sie feste Tagesstrukturen
  • Überlegen Sie sich Hobbies, die Sie in der Quarantäne ausführen können, wie Lesen oder Kochen 
  • Probieren Sie Entspannungsübungen aus 
  • Sollte die Quarantäne für Sie zu belastend werden, kann die Telefonseelsorge eine Hilfe sein. Diese erreichen Sie unter der Telefonnummer 0800/ 1110111
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Viele Menschen, die aufgrund des Coronavirus in Quarantäne müssen, haben Angst vor finanziellen Belastungen, wenn etwa keine Lohnfortzahlung in der Zeit der Quarantäne besteht. Sollten Sie Symptome haben und mit dem Virus infiziert sein, schreibt Ihr Hausarzt Sie krank - das geht auch über das Telefon. Mit dieser Krankschreibung erhalten Sie weiterhin eine Lohnfortzahlung. 

Sind Sie zu Hause ohne Symptome, müssen aber in Quarantäne bleiben, kann Homeoffice eine Möglichkeit sein, um weiterhin zu arbeiten. Ist Ihnen das nicht möglich, sind Sie durch das Infektionsschutzgesetz abgesichert. Demnach erhalten Sie bis zu sechs Wochen eine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Selbstständige können bei der zuständigen Behörde ihren Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz geltend machen.

Erkranken Sie während der Quarantäne, gilt eine Krankschreibung ab diesem Tag. 

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