Die zweite Corona-Welle hat Deutschland erreicht. „Das ist der Beginn einer sehr großen zweiten Welle", befürchtet Kanzleramtschef Helge Braun am Donnerstag (15. Oktober 2020) in der ARD. Am 21. Oktober 2020 verkündete Markus Söder neue Corona-Maßnahmen in Bayern, darunter eine "Corona-Ampel". Die Supermärkte und Discounter vermelden erste Hamsterkäufe, wie zum Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Die erste Corona-Welle hat uns gelehrt, was als erstes knapp wird: Mund-Nasen-Schutzmasken*, Desinfektionsmittel*, Klopapier*, Trockenhefe*, Mehl* und Paracetamol*. Unsere Empfehlung: Sie sollten sich jetzt schon mit diesen Produkten maßvoll eindecken, damit Sie später nicht vor leeren Regalen stehen oder horrende Preise im Online-Handel bezahlen müssen.

Die 2. Corona-Welle: Diese Vorräte brauchen Sie wirklich

Es ist mehr als ärgerlich, wenn man vor leeren Regalen steht und das Produkt, das man unbedingt benötigt, einfach nicht bekommt. Ob Klopapier, Desinfektionsmittel oder Hefe - nachdem diese Produkte während der ersten Infektionswelle in den Läden ausverkauft waren, wurden sie online plötzlich unglaublich teuer.

Um für die zweite Corona-Welle gewappnet zu sein, ist es ratsam, die nötigsten Dinge jetzt schon zu besorgen. Denn die erste Welle führte nachweislich zu Hamsterkäufen und stark überteuerten Produkten.

1. Mund-Nasen-Schutzmaske

Tagtäglich tragen wir Sie und sie ist definitiv zu einem Symbol der Corona-Krise geworden: Die Mund-Nasen-Schutzmaske. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch das Robert-Koch-Institut sprechen sich klar für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus. Allerdings weisen sie auch darauf hin, dass eine Maske kein Ersatz für genügend Abstand sei und sich die Menschen trotzdem an Hust- und Nies-Regeln halten müssen. Da einige Leute nachlässig mit der Maskenpflicht umgehen, wollen viele Bundesländer nun härter durchgreifen: Beispielsweise drohen hohe Bußgelder, wenn Sie sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht an die Maskenpflicht halten. 

Aktuell ist der Mund-Nasen-Schutz* nicht aus unserem Leben wegzudenken, da er nachweislich vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützt - in erster Linie die anderen. Eine Maske zu tragen ist also vor allem eine Frage der Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Mitmenschen. Dass es erneut zu einer hohen Nachfrage kommt und dass die Preise für den Mund-Nasen-Schutz wieder in die Höhe schnellen, ist sehr wahrscheinlich.

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Wer auf der Suche nach einer stylischen Mund-Nase-Maske ist, sollte sich das Adidas Face Cover ansehen. In unserem Artikel erfahren Sie alles über den Corona-Schutz mit Stil.

2. Desinfektionsmittel

Ein absolutes Muss, das jeder zuhause oder in der Handtasche haben sollte, ist Desinfektionsmittel*. Für Unterwegs ist besonders ein spezielles Hände-Desinfektionsmittel geeignet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist auf die Bedeutung einer korrekten Hände-Desinfektion beim aktuellen Corona-Virus hin. Denn fassen wir einen Genstand an, an dem das Corona-Virus klebt, überträgt es sich auf unsere Hände. Fassen wir uns dann beispielsweise an den Mund oder in die Augen, kann es zur sogenannten "Schmierinfektion" kommen.

Das RKI bezeichnet die Hände-Desinfektion als die "wirksamste Maßnahme gegen die Übertragung von Krankheitserregern auf oder durch Oberflächen". Während der ersten Corona-Welle kam es zu starken Engpässen bei den Desinfektionsmitteln, weshalb die Apotheken sogar anfingen, selbst Desinfektionsmittel zu produzieren. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass auch bei der zweiten Welle eine erhöhte Nachfrage herrschen wird. 

Bei der Anwendung von Desinfektionsmittel sollten Sie ein paar Punkte beachten, auf die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hinweist:

  • Beachten Sie unbedingt die Einwirkzeit, denn das Desinfektionsmittel tötet die Viren nicht sofort in der ersten Sekunde ab.
  • Kaufen Sie nur Mittel, die fertig gemischt sind und die Sie ohne Weiteres verwenden können. Wenn Sie ein stärkeres Desinfektionsmittel kaufen und dieses verdünnen, kann es unter Umständen zu Verätzungen kommen.
  • Behalten Sie das Haltbarkeitsdatum im Blick: Auch Desinfektionsmittel* verfallen.
  • Nicht jedes Desinfektionsmittel wirkt gegen alle Erreger-Arten. Im Falle des Corona-Schutzes sollten Sie darauf achten, dass das Produkt auch wirklich Viren vernichtet. Allerdings gibt es auch in diesem Bereich Mittel, die nur gegen manche Virus-Arten schützen. 
  • Hände-Desinfektionsmittel nicht mit Wasser abspülen!
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Tipp: Sollte es in Ihrem Hausstand zu einer Corona-Infektion kommen, erfahren Sie alles zu den wichtigsten Hygiene-Maßnahmen auf der offiziellen Seite des Robert-Koch-Instituts. 

3. Klopapier

Sie waren ein Phänomen, das weltweit Schlagzeilen machte: Die Klopapier-Hamsterkäufe während der ersten Corona-Welle. Da wir uns aller Voraussicht nach am Anfang der zweiten Welle befinden, ist schwer davon auszugehen, dass viele Leute erneut Klopapier* horten werden. Laut Wirtschaftswissenschaftlern und Psychologen macht das Horten von Klopapier während der Corona-Krise erst einmal keinen Sinn. Denn im Gegensatz zu Gesichtsmasken oder Desinfektionsmittel benötigen wir Klopapier nicht zwingend, um durch die Corona-Krise zu kommen. Allerdings fingen ein paar Menschen damit an und viele andere zogen panisch nach - und plötzlich waren die Regale leer. 

Trotz der gestiegenen Nachfrage produzierten die Hersteller nämlich erst einmal nicht mehr Klopapier-Rollen - denn grundsätzlich gingen auch sie davon aus, dass in der Krise nicht mehr Klopapier benötigt wird. Wie das Marktforschungsinstitut Nielsen bereits im Juli feststellte, steigt die Nachfrage nach Klopapier wieder an.  Im Vergleich zum Vorjahr kauften die Menschen während der ersten Corona-Welle teilweise doppelt so viel Klopapier*. Was direkt darauf folgte, war ein starker Einbruch der Nachfrage - denn die Menschen waren ausreichend mit Klopapier versorgt. Um den voraussichtlichen Klopapier-Engpass zu umgehen, können Sie bereits jetzt, ganz maßvoll natürlich, ein oder zwei Päckchen Klopapier auf Vorrat kaufen. 

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4. Hefe

Auch sie war während der ersten Corona-Welle überraschend eines der gefragtesten Produkte in Deutschland: die Hefe. Auch wenn sie stets knapp war - zu keinem Zeitpunkt war die Hefe-Produktion gefährdet, so der Verband der Hefeindustrie. Problematisch war in erster Linie fehlendes Verpackungsmaterial, welches in so großer Zahl nicht zeitnah produziert werden konnte. Die Nachfrage war so hoch, weil die Leute viel selbst zuhause backen wollten und weil es viele Hamsterkäufe gab. Das Krasse: Trockenhefe hatte stellenweise einen höheren Wert als Silber. 

Die Verbraucherzentrale Brandenburg führte im April, inmitten der ersten Corona-Welle, einen Test bei diversen Online-Shopping-Seiten durch. Die Treiber dieser Wucher-Angebote waren in erster Linie private Verkäufer, beispielsweise auf Ebay. Die Verbraucherzentrale rät dazu, solche Abzocker-Angebote sofort zu melden und auf keinen Fall darauf einzugehen. Im Notfall empfiehlt es sich, das Brot beim Bäcker zu kaufen oder Backwaren ohne Hefe zu backen. Wer rechtzeitig zuschlägt, muss jedoch nicht darauf verzichten. Aktuell ist das Preisniveau für Trockenhefe* wieder relativ normal.

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Tipp: Dass es auch ohne geht, zeigen wir Ihnen in unserem Artikel zum Backen ohne Hefe. 

5. Mehl

Auch Mehl* werden wir während der zweiten Welle vermutlich oftmals vergeblich im Supermarkt suchen. Ebenso wie bei der Hefe, waren die Hersteller auch beim Mehl mit der Verpackungsproblematik konfrontiert: Es war genügend Mehl vorhanden, aber nicht genug Verpackunsgmaterial. Auch Anne-Kristin Barth vom Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft bestätigt, dass stets genügend Getreide vorhanden war. Jedoch habe sich die Nachfrage von Seiten des Einzelhandels und der Verbraucher plötzlich auf das Vier- bis Fünffache des normalen Bedarfs erhöht.

Denn auch Mehl wurde im großen Rahmen gehamstert - schließlich zählt es zu einem weltweiten Grundnahrungsmittel. Es ist also davon auszugehen, dass es auch in dieser zweiten Corona-Welle wieder Probleme mit der Versorgung mit Mehl geben wird - auch wenn genügend vorhanden ist, werden die Hersteller an Grenzen stoßen. Deshalb kann es nicht schaden, sich bereits jetzt ein oder zwei Kilo Mehl* auf Vorrat zuzulegen. 

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Die aktuellen Infizierten-Zahlen in Deutschland finden Sie auf der offiziellen Website des Robert-Koch-Instituts.

6. Paracetamol

Paracetamol ist sowohl hilfreich bei der Bekämpfung von Schmerzen als auch bei der Senkung von Fieber. Es ist ein nicht-opioides Schmerz-Medikament und nach Ibuprofen das meist verwendete rezeptfreie Schmerzmittel. Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Ibuprofen setzt sich Paracetamol* im zentralen Nervensystem im Rückenmark und im Gehirn ab. Dort wirkt es hemmend auf bestimmte Enzyme, die die Schmerzen und das Fieber, beispielsweise bei einem grippalen Infekt, hervorrufen. 

Für Verwirrung sorgte im März ein Hinweis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), besser Paracetamol anstatt Ibuprofen zu verwenden, sollte man an Covid-19 erkankt sein. Dieser wurde jedoch wieder zügig zurückgezogen. Allerdings kursierten dennoch Fake News in den sozialen Medien, die vor Ibuprofen warnten. Dabei beriefen sich die Verfasser auf eine angebliche Studie der Universität Wien, die es tatsächlich nie gegeben hat. All das führte zu einer starken Knappheit von Paracetamol während der ersten Corona-Welle. Ähnliche Zustände sind theoretisch auch in der zweiten Welle möglich.

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Hamsterkäufe: So reagieren die Supermärkte

Es stellt sich nun die die Frage, ob die sprunghaft ansteigenden Corona-Neuinfektionen auch wirklich für eine neue Flut an Hamsterkäufern sorgen.

Wie mehrere Supermarkteketten bereits berichten, steigt die Nachfrage nach Küchenrollen, Toilettenpapier und lange haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln oder Mehl wieder an. „Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier“, berichtet der Discounter Aldi Süd gegenüber der Wirtschaftswoche.

Wie watson schreibt, hatte bereits im September ein Edeka-Filialleiter panisch Toilettenpapier im Wert von 7500 Euro gekauft. Allerdings verschätzte sich der Geschäftsführer etwas in der Menge, und so blieben etwa 120.000 Rollen Klopapier übrig.

Sollten die Hamsterkäufe wieder losgehen, werden in Zukunft wohl Einschränkungen beim Einkaufen gelte. In Edeka-Filialen und auch bei Aldi gilt schon jetzt: Es darf nur noch eine Packung Toilettenpapier gekauft werden. 

Eine Filiale der Supermarktkette hat mit Bezug auf die neuen Regelung spielerisch per Twitter dazu aufgerufen, in Zukunft nur haushaltsübliche Mengen zu kaufen.

Fazit

Die erste Corona-Welle hat deutlich gezeigt, welche Produkte als erstes aus den Regalen der Läden verschwunden sind. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auch jetzt schon auf erneute Hamsterkäufe vorbereiten, denn wir stecken im Beginn der zweiten Welle. Neben Desinfektionsmittel, Mehl, Klopapier und Hefe wird auch Paracetamol aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ein sehr gefragtes Produkt werden. Sie begegnen der zweiten Welle definitiv entspannter, wenn Sie sich jetzt schon mit diesen Produkten eindecken - in Maßen, versteht sich.

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