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London
Sars-CoV-2-Studie

Corona-Mutation B.1.1.7: Virus-Variante wohl deutlich tödlicher als ursprüngliches Coronavirus

Die Mutationen des Coronavirus bereiten immer größere Sorgen. Besonders die Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien scheint gefährlich zu sein. Neben der hohen Ansteckungsgefahr soll laut einer neuen Studie auch die Mortalität deutlich höher sein als beim herkömmlichen Virus.
 
Neue Studie: Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 soll eine hohe Mortalität besitzen.
Neue Studie: Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 soll eine hohe Mortalität besitzen. Symbolbild. Foto: Bodo Schackow (ZB)/ dpa
  • Corona-Mutation aus England lässt Fallzahlen steigen
  • B.1.1.7 soll laut neuer Studie auch tödlicher sein als ursprüngliche Form von Sars-CoV-2
  • Studien errechnen Morbiditäts- und Mortali­tätsrisiko

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verändert sich, und neue Varianten lassen die Infektionszahlen steigen. Eine Mutation stellt eine neue Variante des Coronavirus dar, die aus einer Veränderung im Erbgut des ursprünglichen Virus entspringt. Zu den bekanntesten Mutanten gehören die Formen aus Südafrika (B.1.351), Brasilien (P.1) und Großbritannien (B.1.1.7). Eine Übersicht über alle weiteren Formen und deren Unterschiede finden Sie hier. Besonders die neue B.1.1.7-Form aus Europa scheint Experten große Sorgen zu bereiten. Neben seinem erhöhten Ansteckungspotential soll nun auch die Mortalität deutlich höher sein, als beim herkömmlichen Sars-CoV-2.

Corona-Mutation B.1.1.7: Studien bestätigen höhere Mortalität

Es bestand bereits der Verdacht, dass die britische Variante des Coronavirus gefährlicher sein könnte, als alle bisherigen Formen von Covid-19. Diese Vermutungen scheinen sich nun mehr und mehr zu erhärten. 

Einige Studien aus Großbritannien haben untersucht, wie häufig B.1.1.7 bei Patienten zur Hospitalisierung und zum Tod führt. Die Ergebnisse von insgesamt zwölf Studien wurden nun von der New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group (NERVTAG) zusammengefasst und in einem Lagebericht veröffentlicht. 

Zur Beurteilung der Mutation errechneten die verschiedenen Studienhäuser die sogenannte "Hazard Ratio". Die "Hazard Ratio" ist ein Quotient aus den momentanen Sterberaten zweier Gruppen und gibt an, um wie viel die Sterberate in der einen Gruppe höher ist im Vergleich zu der Sterberate der anderen Gruppe. In diesem Fall wurden die Mortalität des herkömmlichen Sars-CoV-2 mit der Mortalität der B.1.1.7-Mutation verglichen.

Mortalitätsrisiko steigt: 40 bis 60 Prozent höher

Im Lagebericht heißt es, dass das Morbiditäts- und Mortali­tätsrisiko bei B.1.1.7-Patienten um etwa 40 bis 60 Prozent erhöht sei. Einzelne Universitäten hätten sogar ein um mehr als 70 Prozent erhöhtes Sterberisiko festgestellt.

Das Coronavirus Clinical Information Network gehört zu den wenigen Gruppen, die keinen Anstieg der Sterblichkeit gefunden haben. In Anbetracht des Anstiegs der Hospitalisierung und der Todesfälle in Großbritannien ist jedoch davon auszugehen, dass B.1.1.7 tatsächlich Einfluss auf die Mortalität hat. Die wohl aussagekräftigste "Hazard Ratio" stammt vom London School of Hygiene & Tropical Medicine. Die Studie ist die einzige bevölkerungsbasierte Analyse und schätzt den Zuwachs der Mortalität auf 40 Prozent.

Fazit:

Im Bericht des NERVTAG heißt es, dass davon auszugehen sei, dass eine Infektion mit B.1.1.7 eine höheres Morbiditäts- und Mortali­tätsrisiko birgt, als bisherige Corona-Infektionen. Woher die höhere Sterblichkeit kommt, sei bisher noch unbekannt und müsse weiter erforscht werden.

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Es wird außerdem erwähnt, dass das absolute Risiko, an einer Infektion zu sterben, weiterhin gering bleibt: "It should be noted that the absolute risk of death per infection remains low."

Die Corona-Mutation ist auch in Deutschland angekommen. Eine oberfränkische Region ist bereits betroffen.

aa

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