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  • 7-Tages-Inzidenz-Werte in Bayern: Diese Landkreise sind besonders betroffen - Karte mit RKI-Daten
  • So ist die Entwicklung der Inzidenz-Werte in Franken seit August 2020 - Grafik
  • So verteilen sich die Todesfälle nach Alter und Geschlecht in Bayern - Grafik
  • Die Lage in den Intensivstationen in Bayern - Statistiken des Deutschen Intensivregisters

Der Covid-19-Erreger breitet sich erneut rasch aus: Viele Landkreise haben wieder hohe Inzidenzwerte. Was bedeutet dies vor Ort und wie wirkt sich das für das Gesundheitssystem aus? Wir haben aktuelle Statistiken dazu zusammengestellt.

7-Tages-Inzidenz in Bayern: So ist die Corona-Lage im Freistaat

Viele Städte und Kreise sind auf der Corona-Ampel der Staatsregierung «dunkelrot», für die Bürger gelten verschärfte Einschränkungen ihres Alltagslebens. Bei Sportveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungen sind maximal 50 Besucher zugelassen; Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen. Die Sperrstunde für Lokale verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21 Uhr, ab derselben Uhrzeit herrscht Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Die Entwicklung der 7-Tages-Inzidenzen in fränkischen Städten und Landkreisen haben wir für Sie zusammengestellt - mit Daten seit dem 18. August. An diesem Tag haben wir bei inFranken.de begonnen, die Daten auf Tagesbasis abzuspeichern. In den letzten Tagen ist ein sprunghafter Anstieg zu beobachten. Wählen Sie den Landkreis oder die Stadt aus, für die Sie die Entwicklung der Inzidenz erfahren wollen: 

Todesfälle in Bayern - Überblick nach Alter und Geschlecht

Die meisten Todesfälle kommen in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen vor. Durch Alter und Vorerkrankungen gehören diese Menschen daher zur Risikogruppe. Auffällig ist, dass in der Gruppe der Menschen im Alter zwischen 60 und 79 die meisten Todesopfer Männer sind, ebenso wie bei jüngeren Menschen. In der Altersgruppe ab 80 wandelt sich dies. Das kann jedoch auch daran liegen, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben und es somit schlicht mehr Frauen über 80 gibt. 

Auslastung der Intensivbetten in Bayern 

Seit dem 8.4.2020 gibt es für bayerische Kliniken die Verpflichtung, die Belegung ihrer Intensivbetten an ein neues, bundesdeutsches Register zu melden, das Intensivregister. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, genannt DIVI, betreibt es zusammen mit dem Robert-Koch-Institut und der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Die Daten sind teilweise auch öffentlich einsehbar – so können auch Fake-News zu angeblich leeren Kliniken oder angeblich völlig überlasteten Krankenhäusern schnell überprüft und entkräftet werden.

Unter intensivregister.de tragen Kliniken ein, wie viele Covid-19-Patienten sie behandeln und wie viele Betten belegt sind. Die Intensivbetten teilen sich hierbei in drei Kategorien: „ICU low care“ umfasst Standard-Intensivbetten. Diese haben Beatmungsmasken und es ist keine Organersatztherapie notwendig. Unter „ICU high care“ sind die Betten für schwere Fälle zusammengefasst. Patienten werden hier über Sonden beatmet. Diese Kategorie bietet vollständige intensivmedizinische Therapiemöglichkeiten. Unter „ECMO“(= Extrakorporale Membranoxygenierung) versteht man die Beatmung eines Patienten über eine „künstliche Lunge“. Diese versorgt den Körper mit Sauerstoff und ist für sehr schwere Verläufe vorgesehen. 

In dem Register melden die Kliniken die Belegung ihrer Intensivbetten. Das heißt nicht, dass diese Betten alle mit Covid-19-Patienten belegt sind, aber man erkennt die freien Kapazitäten. Dies ist für die entsprechende Verteilung von Patienten auf Krankenhäuser wichtig: Sollte eine Klinik vor Ort ausgelastet sein, kann schnell herausgefunden werden, wo noch Ressourcen frei sind. Auf diese Art sollen die verfügbaren Intensivbetten in Deutschland maximal ausgenutzt werden und dabei möglichst allen Covid-19-Patienten schnell und effektiv geholfen werden. 

In der folgenden Grafik, die mehrmals am Tag aktualisiert wird, können Sie sehen, welche Kliniken noch freie Betten haben. Vor allem die beiden letzteren Kategorien sind entscheidend für die Behandlung von Covid-19-Patienten, da diese Betten mit Beatmungsmöglichkeiten beinhalten. Wichtig: Sind die Betten in der Kategorie "Low Care" belegt, heißt dies aber natürlich nicht, dass "normale" Intensivfälle nicht behandelt werden können. Diese Patienten können auch Betten beanspruchen, die etwa Beatmungsmöglichkeiten haben. Zeigt die Grafik "keine Angabe" bei der Kategorie "ECMO", heißt das im Normalfall, dass diese Klinik diese Kategorie gar nicht anbietet. 

Spannend ist für die Betrachtung der Lage in den Krankenhäusern in Bayern, wie viele Fälle auf den Intensivstationen Coronafälle sind. Diese Informationen bietet das Intensivregister auf Landkreisebene an. WIr haben die Zahlen für Bayern zusammengefasst und zeigen in der interaktiven, täglich aktualisierten Karte, wie die Lage am jeweiligen Tag ist: Wie viele Covid-Patienten werden intensiv betreut, wie viele daovn werden invasiv beatmet und wie viele Betten sind noch frei? Auch den Anteil an Covid-19-Patienten an den Intensivbetten kann man tagesaktuell einsehen: 

Wichtig: Die Daten werden täglich am frühen Nachmittag aktualisiert. Daher sind bis ca. 15 Uhr noch die Daten des Vortags zu sehen. 

Wir zeichnen die Daten des Deutschen Intensivregisters auf, um eine Entwicklung der Belegung und Fallzahlen darstellen zu können. Diese Statistik stellen wir für Sie in der folgenden Grafik zur Verfügung. Die Entwicklung der Belegung ist für die Beurteilung der Auswirkungen auf das Gesundheitssystem besonders wichtig: