• Corona-Impfung: Wann tritt der maximale Impfschutz ein? 
  • Von Biontech bis Johnson&Johnson: So variiert das Eintreten des vollständigen Schutzes 
  • Wie gut ist man bereits nach der ersten Impfung geschützt? 
  • Auffrischung: Ist eine dritte Impfung gegen Corona nötig?

Seit Dezember 2020 wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Zugelassen sind derzeit in der EU die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson&Johnson. Die Impfstoffe unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Während es sich bei den Wirkstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna um sogenannte mRNA-Wirkstoffen handelt, gehören die Wirkstoffe von Astrazeneca und Johnson&Johnson zu den vektorbasierten Impfstoffen.

Voller Schutz nach 14 Tagen nach der Zweitimpfung: Stimmt das? 

Menschen, die mit den Wirkstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca geimpft werden, müssen sich einer Zweitimpfung unterziehen, um den vollen Impfschutz zu erhalten. Bei einer Impfung mit dem Wirkstoff von Johnson&Johnson reicht hingegen schon eine einzige Impfung. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts tritt bei allen Corona-Impfstoffen der volle beziehungsweise maximale Schutz nach 14 Tagen nach der Zweitimpfungen ein beziehungsweise 14 Tage nach der Einmal-Impfung, wie bei Johnson&Johnson. Hierbei spielt auch eine Rolle, wie viele Wochen nach der Erst-Impfung die Zweitimpfung erfolgt.

Die verschiedenen Wirkstoffe unterscheiden sich hier ebenfalls. Wo man aktuell bei Biontech/Pfizer und Moderna etwa sechs Wochen wartet, um ein zweites Mal zu impfen, liegt die Zeitspanne bei Astrazeneca bei etwa 12 Wochen. Bedeutet das nun, dass Menschen, die mit dem Wirkstoff von Astrazeneca geimpft werden, viel länger auf einen maximalen Impfschutz warten müssen? 

Nicht unbedingt. Wie infektionsschutz.de berichtet, ist ein gewisser Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung sogar nötig, um den bestmöglichen Impfschutz zu erhalten. Und: Bereits nach der ersten Impfung besteht für Geimpfte ein Schutz von 60 bis 70 Prozent, egal, welcher Wirkstoff genutzt wurde. Erst nach der Zweitimpfung steigt der Schutz auf 80 bis 95 Prozent an. Doch, wann genau tritt der maximale Impfschutz ein?

Maximaler Impfschutz: Jeder Mensch und jeder Wirkstoff sind unterschiedlich

Wie aus den Studien hervorgeht, die auch der Europäische Arzneimittel-Agentur zur Zulassung vorlagen, dauert es unterschiedliche lange, bis der maximale Schutz eintritt. Dies passiert nämlich nicht exakt 14 Tage nach der Zweitimpfung, sondern entwickelt sich je nach Impfstoff, aber auch von Mensch zu Mensch schneller oder langsamer. So berichtet quarks.de via Facebook, dass nach einer Zweitimpfung der maximale Schutz im Durchschnitt wie folgt eintritt:

  • Biontech/Pfizer: Nach 7 Tagen nach der Zweitimpfung
  • Moderna: Nach 14 Tagen nach der Zweitimpfung
  • Astrazeneca: Nach 15 Tagen nach der Zweitimpfung
  • Johnson&Johnson: Nach 28 Tagen nach der Einmal-Impfung

Als vollständig geimpft gilt, wer beide Impfungen hinter sich hat - oder eine Impfdosis des Wirkstoffes von Johnson&Johnson erhalten hat.

Wie lange der Impfschutz hält, ist bislang noch nicht ganz klar. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Impfungen über mehrere Monate hinweg einen ausreichenden Schutz vor dem Coronavirus und verschiedenen Mutationen dessen bilden. Im Vergleich: Bei Genesenen geht man davon aus, dass sie etwa sechs Monate nach einer Corona-Infektion aufgrund von gebildeten Antikörpern geschützt sind. 

nw