Seit rund zwei Wochen läuft in der Schweiz eine Studie, bei der an Probanden getestet wird, ob sich Corona-Impfstoffe auch per Pflaster injizieren lassen. Sollte die neuartige Methode erfolgreiche Ergebnisse erzielen, wäre das Impfpflaster eine gute Alternative für alle, die Angst vor Spritzen haben. Bis es so weit ist, stehen die Teilnehmer der Studie aber noch einige Monate lang unter wissenschaftlicher Beobachtung.

26 Probanden haben bereits eine mittlere Dosis des Impfstoffs „PepGNP“ bekommen, später sollen sie eine weitere, aber diesmal etwas höhere Dosis erhalten. Anschließend werden die Teilnehmer ein halbes Jahr lang von den Studienleitern des Medizinzentrums Unisanté im schweizerischen Lausanne beobachtet und darauf untersucht, ob sie die Impfung gut vertragen haben. Am Forschungsprojekt beteiligt ist auch das lokale Krankenhaus CHUV („Centre Hospitalier Universitaire Vaudois“).

Impfpflaster statt Spritzen: Forschende arbeiten bereits an neuer Methode

Hinter dem innovativen Impfstoff selbst steckt aber das britische Unternehmen „Emergex Vaccines Holding Ltd.“ mit Hauptsitz in Abingdon. Auch US-Forschungsteams der Stanford University und der University of North Carolina in Chapel Hill arbeiten bereits an Impfpflastern und setzen dabei 3D-Drucker ein.

Das Pflaster muss zur Immunisierung nicht einmal lange kleben bleiben: Ein kurzes Aufdrücken auf den Oberarm reicht bereits aus, damit winzige Mikronadeln millimetertief in die Haut eindringen können, und dabei das Vakzin in den Körper gelangen kann. Anschließend kann es schon wieder abgezogen werden.

Während die bisherigen Impfstoffe die Produktion von Antikörpern auslösen, beeinflusst das Vakzin „PepGNP“ die T-Zellen. Diese weißen Blutkörperchen spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem: Mit ihren Rezeptoren erkennen sie fremde Strukturen auf anderen, erkrankten Zellen und bekämpfen diese dann.

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Auch die Produktion von B-Zellen, ebenfalls einer Art weißer Blutkörperchen, wird durch die T-Zellen angeregt. Diese sogenannten „Gedächtniszellen“ kurbeln wiederum die Produktion von Antikörpern gegen Viren an – beispielsweise bei einer Corona-Infektion.

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Aufgrund dieser Wirkungsweise der weißen Blutkörperchen könnten die Impfpflaster regelmäßige Auffrischungsimpfungen überflüssig machen. „Wir wissen es noch nicht, aber es könnte ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre sein“, sagte Studienleiter Prof. Blaise Gentons in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

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