• Die Corona-Impfung hat viele leichte Nebenwirkungen, die als Impfreaktion zusammengefasst werden können 
  • Neue Studien zeigen, dass eine Corona-Impfung den Menstruationszyklus beeinflussen kann
  • Aber: Die Folgen sind weder gefährlich noch von langer Dauer

Die Impfung gegen das Coronavirus ist die effektivste Methode zu Eindämmung der Pandemie. Dies betonte auch zuletzt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Doch bis heute verunsichern mögliche Impf-Nebenwirkungen große Teile der deutschen Bevölkerung und lassen die derzeitige Impfquote stagnieren. Eine Corona-Studie aus Portland hat nun eine neue Begleiterscheinung bei Impfungen gegen Covid-19 entdeckt. Demnach sollen Corona-Impfstoffe die Periode stören.

Corona-Impfstoff: Störung bei der Menstruation entdeckt

Schon seit dem Beginn der weltweiten Corona-Impfungen berichten Frauen über Schwankungen und Unregelmäßigkeiten ihrer Menstruationszyklen. Nachdem wissenschaftliche Einrichtungen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe, zunächst keinen Zusammenhang zwischen dem Verabreichen eines Corona-Impfstoffs und der Veränderung des weiblichen Zyklus feststellten, will eine Studie aus Amerika jetzt das Gegenteil beweisen. Die Ergebnisse wurden im US-Fachjournal Obstetrics & Gynecology veröffentlicht.

Mit einer Kontroll-App zur weiblichen Fruchtbarkeit wurden die Daten von rund 2400 Menstruierenden zwischen 18 und 45 Jahre dokumentiert. Keine der Teilnehmerinnen hatte während dem Studienzeitraum hormonell verhütet.

Alle Probandinnen waren mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer (55 Prozent), Moderna (35 Prozent), Johnson & Johnson (sieben Prozent) oder einem anderen Wirkstoff geimpft. Als Vergleichsgruppe dienten die Daten von 1500 ungeimpften Frauen. 

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Die Forscher*innen geben jedoch Entwarnung: Die Internationale Föderation für Gynäkologie und Geburtshilfe ordnet eine Zyklus-Verschiebung von acht Tagen als normal ein. Eine solche Verschiebung könne auch durch Stress oder andere Faktoren eintreten. 

Corona-Impfung: Vakzine sollen Zyklus der Frau beeinflussen

Verglichen wurden drei aufeinanderfolgende Menstruationszyklen vor der Corona-Impfung mit drei Zyklen während beziehungsweise nach der Impfung. In der Vergleichsgruppen wurden sechs aufeinanderfolgende Zyklen dokumentiert.

Bei der ersten Corona-Impfung konnten die Fachleute aus Portland eine durchschnittliche Verlängerung der Zyklusdauer um 0,64 Tage feststellen. Nach der Verabreichung der zweiten Impfung verlängerte sich die Verzögerung der Blutung auf etwa 0,79 Tage. Laut Studie soll die Veränderungen des Menstruationszyklus am stärksten sein, sollte eine Frau die Corona-Impfung früh in der Follikelphase erhalten.  Unter der Follikelphase versteht man den Abschnitt zwischen dem Eintritt der Menstruation und dem nächsten Eisprung.

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Neben dem Zeitpunkt der Impfung scheint auch der verwendete Impfstoff eine entscheidende Rolle zu spielen: Ein Vergleich zwischen den Vakzinen ergab, dass Impfungen mit Biontech oder Moderna die weibliche Periode im Schnitt um bis zu zwei Tage verzögerten. 

Veränderter Zyklus nach Corona-Imfpung: Was ist die Ursache?

Doch worin besteht der Zusammenhang zwischen dem Corona-Impfstoff und der weiblichen Periode? Wissenschaftler*innen sehen die Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff als mögliche Ursache. Ein aktiviertes Immunsystem könnte sich demnach auf die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse auswirken. Diese wird von den Studienautoren als "Autobahn der Kommunikation zwischen Gehirn und Eierstöcken und Gebärmutter" bezeichnet.

Demnach würde die Regulation des Menstruationszyklus durch die Produktion der Entzündungsproteine, den sogenannten Zytokinen, stark beeinflusst werden.

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