• Für Geimpfte und Genesene gelten  Corona-Lockerungen
  • Doch muss ich ab sofort immer meinen Impfpass dabei haben?
  • Hier erfahren Sie, wie Sie eine Impfung oder eine überstandene Covid-19-Infektion nachweisen können

Bereits seit Donnerstag, 6. Mai 2021, hat für Geimpfte und Genesene in Bayern der Weg zurück in die Normalität begonnen. Denn im Freistaat gelten für diese Bevölkerungsgruppen Erleichterungen und Lockerungen der Corona-Beschränkungen.  "Es gibt Grund zur Zuversicht: Denn die Infektionszahlen sind aktuell rückläufig, die Impfzahlen steigen hingegen schnell. Auf dieser Basis können wir den Menschen mehr Freiräume und Perspektiven geben – freilich immer unter der Prämisse von Umsicht und Vorsicht", kommentierte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek den Schritt. Konkret traten damit Erleichterungen bei den Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, bei der Quarantänepflicht und beim Sport im Außenbereich in Kraft. Doch die Frage bleibt: Wie können Betroffene nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind? 

Corona-Lockerungen: Impfpass oder Impfbescheinigung als Nachweis für Geimpfte

Als Nachweis für Geimpfte gelten ein Eintrag im Impfpass oder eine Impfbescheinigung des Arztes. Wichtig dabei: Voraussetzung für die Erleichterungen ist, dass die "abschließende Impfung" mindestens 14 Tage zurückliegt. Das bedeutet, dass die Lockerungen erst 14 Tage nach Erhalt der Zweitimpfung in Anspruch genommen werden können. Als Beleg dafür muss der Impfpass vorgelegt werden. Das heißt: Um nachzuweisen, dass Sie geimpft sind, sollten Sie Ihren Impfpass stets dabei haben.

 

Zumindest gilt dies bei den Impfstoffen von Biontech, Astrazeneca und Moderna. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Impfdosis notwendig. 

Als geimpft gelten derweil nur Menschen, die mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft wurden und einen Impfnachweis in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorlegen kann, wie der BR berichtet. 

Corona-Lockerungen: Wie können sich Genese ausweisen?

Komplizierter ist der Nachweis für Genese. Prinzipiell gibt es laut Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zwei Wege des Nachweises: "Genesene können sich mit einem PCR-Test ihrer Erkrankung oder einem Absonderungsbescheid des Gesundheitsamtes ausweisen", so Holetschek. Der positive PCR-Test muss dabei mindestens 28 Tage zurückliegen, um sicherzugehen, dass die Krankheit überwunden wurde. 

Allerdings ist, wenn der PCR-Test bereits mehr als sechs Monate zurückliegt, eine Erstimpfung notwendig, um die Erleichterungen in Anspruch nehmen zu können.  

Der zweite Weg ist der Nachweis einer Absonderung - also der vom Gesundheitsamt verhängten Quarantäne. Hier gelten dieselben Regelungen: Die Erkrankung muss mindestens 28 Tage zurückliegen. Liegt sie länger als sechs Monate zurück, ist eine Impfung notwendig. 

Polizei in Bayern verlangt klare Vorgaben und warnt vor "Zettelwirtschaft"

Die Polizei in Bayern hat unterdessen klarere Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag (6. Mai) in München mit.

Köhnlein warnte vor einer "Zettelwirtschaft" mit "Impfheftchen" und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

Auf Bundesebene ist derzeit ein einheitlicher Corona-Impfnachweis in Planung.

Welche Lockerungen ab wann und für wen in Bayern gelten und was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier

Symbolbild: Christopher Neundorf/dpa

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