• Friseure bisher aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen
  • Ab 1. März dürfen Friseur-Salons wieder öffnen
  • Darauf müssen Kunden beim Friseurbesuch achten
  • Wichtig: Maskenpflicht, Terminvergabe, Mindestabstand, Lüften

Friseurbesuch in Corona-Zeiten: Welche Vorschriften gelten? Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Lockdowns bis vorerst 7. März 2021 geeinigt - für Friseure gilt jedoch eine Ausnahme. Schon ab Montag, dem 1. März 2021, dürfen die Salons wieder öffnen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder begründete diese Ausnahmeregelung unter anderem damit, dass das Recht auf eine anständige Frisur auch "eine Frage der Würde sei".

Friseurbesuch trotz Lockdown wieder möglich: Das müssen Kunden beachten

Wenn die Friseure ab März wieder zur Schere greifen, gelten jedoch strenge Hygieneauflagen, ähnlich wie vor dem Lockdown. Kunden sollten außerdem bedenken, dass der Andrang auf die Salons nach den vielen Wochen im Lockdown groß sein wird. Sie sollten sich daher schnell um einen Termin kümmern, viele Friseure sind bereits für Wochen ausgebucht.

Wie schon vor dem Lockdown ist es weiterhin Pflicht im Voraus einen Termin beim gewünschten Friseur zu vereinbaren. Ein spontaner Besuch beim Friseur wird vorerst nicht mehr möglich sein.

Auch die Hygienemaßnahmen für Friseure bleiben bestehen: den Kunden müssen die Haare gewaschen werden, Arbeitsgeräte werden regelmäßig desinfiziert und natürlich sollten die gängigen AHA-Regeln befolgt werden. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Kunden notiert werden.

Corona-Regeln beim Friseur im Überblick

Gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und den neuen Bestimmungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege gelten die folgenden Maßnahmen:

  • Maskenpflicht: Das Personal muss mindestens medizinische Masken (OP-Masken) tragen, für Kunden gilt beim Friseurbesuch FFP2-Maskenpflicht. Kann ein Kunde aus gesundheitlichen Gründen keine FFP2-Maske tragen, muss stattdessen der Friseur eine derartige Schutzmaske tragen.

  • Terminreservierung: Der Zutritt zum Salon soll durch die Terminvergabe gesteuert werden. Daher ist es zwingend erforderlich für Kunden vor ihrem Besuch einen Termin zu vereinbaren.

  • Mindestabstand: Zwischen den Kunden muss mindestens 1,5 Meter Abstand sein. Pro Person darf eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern nicht unterschritten werden, was zum Beispiel bedeutet, dass weniger Platz im Wartebereich oder nur eine sehr begrenzte Anzahl an Waschplätzen zur Verfügung steht - was es wiederum umso wichtiger macht, einen Termin zu vereinbaren.

  • Lüften: Es sollte regelmäßig gelüftet werden. Pausenräume müssen zudem durchgängig gelüftet werden, wenn sich dort mehrere Personen aufhalten.

Sowohl für Kunden als auch Friseure ist die Entscheidung der Bundesregierung ein Grund zur Freude. "Wir bekommen unzählige Mails und Anrufe - eigentlich will jeder Kunde schon in der ersten Woche drankommen", so der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Harald Esser aus Köln. Auch Andreas Nuissl aus dem oberfränkischen Bayreuth freute sich über den Ansturm auf seine Salons - und nutzte dies für einen guten Zweck: Er versteigerte den ersten Termin nach dem Lockdown auf Ebay.