Laut einer Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (Stiko) kann eine Impfung gegen Covid-19 Schwangeren empfohlen werden, die Vorerkrankungen oder ein "erhöhtes Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände" haben. Marianne Röbl-Mathieu, Stiko-Mitglied und Vertreterin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), bezeichnet die Anpassung als "Signal an die Politik, aber auch an die betreuenden Frauenärzte, dass man Schwangeren eine Impfung nach individueller Prüfung großzügig empfehlen kann."

Hierfür können Schwangere, die sich nicht von ihrem Frauenarzt impfen lassen können, ein Schreiben bei ihrem Hausarzt oder im Impfzentrum vorlegen, dass sie zur Impfung berechtigt. Sie werden nach Ansicht von Röbl-Mathieu wie ihre Kontaktpersonen in Priorisierungsgruppe 2 eingeordnet.

In den USA werden Schwangere schon länger bevorzugt gegen Covid-19 geimpft

In den USA haben sich inzwischen mehr als 100 000 Schwangere impfen lassen. Eine US-Studie zeigt, dass gebildete Antikörper an das Baby weitergetragen werden und auch in der Muttermilch zu finden sind. 

Schwangere wurden in ersten Zulassungsstudien nicht berücksichtigt, weshalb die Stiko bisher auf eine Empfehlung der Impfung für Schwangere verzichtet hat. Fachgesellschaften dagegen sprachen sich schon länger für eine Impfung in besonders risikoreichen Fällen aus.

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