• Eine Corona-Infektion kann das Guillain-Barré-Syndrom auslösen.
  • Betroffenen verspüren eine Lähmung an Händen und Füßen.
  • In seltenen Fällen führte eine Erkrankung sogar zum Tod.

Eine Covid-19-Infektion begünstigt das Guillain-Barré-Syndrom: Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine entzündliche Erkrankung der Nerven. Die Nervenkrankheit galt bisher als sehr selten. Sie macht sich durch Lähmungen im Bereich der Hände und Füße bemerkbar.

Guillain-Barré-Syndrom durch Corona ausgelöst: Fallzahlen steigen 

Bisher trat das GBS nur vereinzelt auf. Das Ärzteblatt berichtet von einem weltweiten Inzidenzwert von nur ein bis zwei Fällen pro 100.000 Einwohnern. Betroffen seien dabei vor allem Erwachsene im Alter von 50 bis 70 Jahre. 

Dieser Wert ist nun angestiegen. Grund dafür seien wohl die steigenden Covid-19-Fallzahlen. Wie Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, gegenüber der Deutsche Presseagentur (dpa) sagte, seien mittlerweile 100 neue Fälle der entzündlichen Nervenkrankheit mit einer Corona-Infektion in Verbindung gebracht worden.

Zunächst sei man nicht von einer Verbindung zwischen Sars-CoV-2 und dem GBS ausgegangen. Auch das Deutsche Ärzteblatt schrieb noch im Dezember auf twitter, dass das Coronavirus offenbar nicht zu den Erregern gehöre, die das Syndrom auslösen.

Zum damaligen Zeitpunkt hätte man noch nicht geglaubt, dass es diese Verbindung gäbe, so Peter Berlit. Mittlerweile sei man sich sicher: "Es gibt diese Komplikation."

Die steigende Zahl der Betroffenen und mehrere Studien haben den Zusammenhang von Covid-19 und dem GBS offenbart. Einer Analyse aus dem Journal of Neurology  zufolge würden betroffenen Corona-Patienten innerhalb einiger Tage erste Anzeichen des Syndroms spüren.

Guillain-Barré-Syndrom: So gefährlich ist eine Erkrankung

Das Guillain-Barré-Syndrom gilt als Nervenkrankheit und führt zu einer aufsteigenden Lähmung und Sensibilitätsstörung der Hände oder Füße. Durch das GBS kann auch das autonome Nervensystem angegriffen werden, wodurch es zu Fehlfunktionen des Kreislaufs, der Schweißdrüsen und der Blase kommen kann, schreibt der Mediziner und Journalist Clemens Gödel.

Die häufigsten Symptome für das GBS sind: 

  • Rückenschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Schmerzen und Lähmungen an Händen und Füßen (meist beidseitig)

Die meisten Symptome beginnen körperfern und nähern sich im Verlauf der Krankheit immer weiter dem Körperstamm.

Wie bereits erwähnt, tritt das GBS nur sehr selten auf. Laut Berlit belaufe sich die Zahl der in Deutschland gemeldete Fälle auf etwa 20. Dabei würde die Krankheit bei 80 Prozent der Betroffenen vollständig ausheilen. Mitunter können Funktionsausfälle bleiben. Etwa fünf Prozent der Patienten würden an den Folgen des GBS sterben.

Wie schwer ein Verlauf sein kann, schildert Thomas Pfefferkorn, Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Ingolstadt, in einem Gespräch mit der dpa. Die Muskellähmung sei bei dem 51-Jährigen so weit fortgeschritten, dass er sich mehrere Wochen kaum bis gar nicht habe bewegen können. Meist bei vollem Bewusstsein. "Das ist eine dicke Kerbe im Leben", sagt Pfefferkorn. "Man geht nicht einfach zurück in den Alltag."

Mund-Nasen-Schutz jetzt bei Amazon anschauen

Das Corona-Symptom hat noch weitere Langzeitfolgen. Hier finden Sie einen Überblick. Außerdem kann Covid-19 an einigen Symptome erkannt werden. Eine detaillierte Liste finden Sie hier.

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.