• Corona-Regeln in Bayern: 3G plus, 3G, 2G und 1G-Regel
  • Neue 3G-plus-Regel bei Veranstaltungen
  • Was steckt hinter den G-Regeln?

Die Corona-Regeln haben sich in den letzten Monaten so häufig geändert, dass kaum jemand noch den Überblick behalten konnte. Seit Mittwoch (6. Oktober 2021) gilt eine weitere neue Corona-Regel in Bayern – die 3G-plus-Regel. Wir erklären, was die G-Regeln bedeuten.

3G-plus-Regel in Bayern: Bei Veranstaltungen wird diese neue Regel wichtig

Ab Mittwoch (6. Oktober 2021) gelten in Bayern weitere Corona-Lockerungen. Ab diesem Stichtag dürfen sowohl Geimpfte, als auch Genesene und Personen, welche die 3G-plus-Regel einhalten, bei Veranstaltungen ohne Maske oder Abstand teilnehmen. 

3G-plus bedeutet, dass Menschen einen negativen PCR-Test vorweisen können.  Dafür entfallen dann Maskenpflicht, Obergrenzen bei der Personenzahl, Alkoholverbot und Mindestabstandsgebot.

"Das ist die Fortführung unseres Prinzips von Umsicht und Vorsicht, durch den Impffortschritt, mittlerweile gepaart mit stärkerem In-den-Fokus-stellen von Eigenverantwortung“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung.

3G: Was bedeutet die 3G-Regel?

Laut der Website der Bundesregierung steht die 3G-Regel für – geimpft, genesen, getestet. Ungeimpfte müssen dann zum Beispiel für Veranstaltungen in Innenräumen einen negativen Coronatest vorlegen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr und Schüler. 

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Die 3G-Regel bedeutet: Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt, muss künftig in vielen Fällen entweder einen Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder einen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen. Tests werden damit zur Voraussetzung zum Beispiel für den Zugang zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, zur Innengastronomie, zu Veranstaltungen und Festen, aber auch zum Besuch beim Friseur oder im Kosmetikstudio. Gleiches gilt für Sport im Innenbereich oder Beherbergungen etwa in Hotels und Pensionen.

Solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, können die Länder die 3G-Regel ganz oder teilweise aussetzen.

2G-Regel wird in einigen Bundesländern vorangetrieben

Immer mehr Bundesländer planen aktuell sogar den Umstieg auf die 2G-Regel. 2G gilt laut dem ZDF als "geimpft oder genesen". Jedoch ist auch dieses Konzept nicht frei von Kritik. So gab es erst kürzlich in Münster eine große Party, bei welcher sich einige Personen mit Corona infizierten - trotz der 2G-Regel.

Wenn sich Betreiber für die 2G-Regel entscheiden, können auch bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen. Die bayerische Landesregierung wird das 2G-Modell wohl eher nicht vorantreiben. Markus Söder machte Anfang des Monats in München nach einer Sitzung des Kabinetts deutlich, dass beim Zutritt zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Fitnessstudios Getestete den Geimpften und Genesenen gleichgestellt blieben.

2G sei auch in Bayern "theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen", sagte Söder dazu. Das "Herzstück" der Verordnung in Bayern sei jedoch die 3G-Regel. In Sachsen-Anhalt hingegen können ab sofort Gastronomen und Veranstalter die 2G-Regel anwenden. Sie können nur noch Menschen, die entweder geimpft oder genesen sind, zu sich herein lassen.

1G-Regel: Hierfür steht die Corona-Regel

Die Betreiber von Gastronomie & Co. dürfen frei entscheiden, welche der G-Regeln sie anwenden. In Bayreuth hat beispielsweise eine Pizzeria die 1G-Regel eingeführt. Das bedeutet, dass nur noch getestete Personen das Restaurant besuchen dürfen.

"Es kommt niemand rein, bevor er getestet ist", erklärt die Besitzerin gegenüber inFranken.de. Sie wollte mit der 1G-Regel vor allem Kritik an der Regierung ausdrücken. Auch im Bayreuther Klinikum wurde auf die 1G-Regel gesetzt. Auch hier müssen sich alle Besucher*innen vorher testen lassen. Grund hierfür sei laut dem Klinikum, dass auch Geimpfte oder Genesene Corona übertragen können. 

Doch die 1G-Regel ist nicht frei von Missverständnissen. Andere verstehen unter der 1G-Regel,  dass nur Geimpfte Zutritt erhalten. Wie ein Promi-Gastronom in Berlin, der laut dem Tagesspiegel nur noch geimpfte Personen hereinlässt. Daher ist es besonders wichtig, genau zu schauen, was im jeweiligen Fall bei der 1G-Regel gilt. 

Passend zum Thema: "Schnelltest dürfte nicht mehr ausreichen": Ärztepräsident will erweiterte 2G-Regeln für Ungeimpfte

ank/mit dpa

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