• Krankenhausampel bestimmt in Bayern seit 2. September über Corona-Regeln 
  • Am 9. November 2021 sprang die Krankenhausampel von "Gelb" auf "Rot" 
  • Was die Stufen "Gelb" und "Rot" bedeuten

In Bayern gilt seit dem 2. September die Krankenhausampel als wichtiger Richtwert für die Corona-Regeln. Zusätzlich zur 7-Tage-Inzidenz ist seitdem die Krankenhausampel maßgebend für die Corona-Maßnahmen. Seit Dienstag (9. November 2021) gelten Änderungen, die die Warnstufe "Rot" neu definieren. Doch wie funktioniert die Warnampel überhaupt?

Krankenhausampel: Das sind die neuen Richtwerte in Bayern

"An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz tritt eine neue Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems", hieß es in einem Pressebericht zur bayerischen Kabinettssitzung vom 31. August. Komplett verabschieden vom Inzidenzwert können wir uns aber nicht: Er dient immer noch als Schwellenwert für die 3G-Regel.

Der Richtwert der Krankenhausampel soll Aufschluss darüber geben, wie die aktuelle Situation in den örtlichen Krankenhäusern ist. Dafür wird die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz genutzt. Diese beschreibt - ganz ähnlich der Sieben-Tage-Inzidenz - wie viele Corona-Erkrankte pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten. Die Ampel verfügt über zwei verschiedene Stufen. Abrufen kann man die aktuellen Zahlen über die Website des LGL.

Die untere Stufe ist die Stufe "Gelb". Diese gilt wie bisher, sobald in den vergangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 Covid-Patienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden. Umgerechnet auf ganz Bayern entspricht das einer Hospitalisierungs-Inzidenz  von 9,13 pro 100.000 Einwohner.  Neu ist ab Samstag (6. November 2021): Auch wenn in Bayern mehr als 450 Intensivbetten mit Corona-Infizierten belegt sind, greift die gelbe Stufe. Die daraus resultierenden Einschränkungen treten dann am Sonntag (7. November 2021) in Kraft. 

Was gilt bei Stufe "gelb"? 

Wird Stufe "gelb" erreicht, kann die Staatsregierung die Corona-Maßnahmen verschärfen. Dazu zählt etwa die Wiedereinführung der FFP2-Maskenpflicht an Orten, wo bisher medizinische Masken ausreichend waren. Am 7. November traten weitere Verschärfung in Kraft: Überall, wo bisher die 3G-Regel galt - also Einlass nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete, galt die 3G-plus-Regel (PCR-Test statt Schnelltest).

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Wo zuvor 3G-Plus galt, galt dann 2G (geimpft, genesen). Für Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe wurde von 3G Plus auf 2G verschärft: Zugang hatten  nur noch Genesene und vollständig Geimpfte, alle anderen mussten draußen bleiben. Bei 3G blieb es etwa im Hochschulbereich und bei Ausbildungseinrichtungen.

Seitdem 9.11.2021 steht die Ampel auf "rot" 

Die obere Stufe im Ampelsystem ist Stufe "rot". Diese wird dann erreicht, wenn "mehr als 600 Patient*innen mit einer Covid-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen", heißt es.  Dazu werden die Zahlen des DIVI-Intensivregisters herangezogen.  Wird Stufe rot erreicht, können die bereits geltenden Maßnahmen weiter angepasst und verschärft werden. Das soll die drohende Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. In Bayern sprang die Ampel am 9. November 2021 von "gelb" auf "rot". Die bereits neuen und strengeren Regeln wurden seither erneut verschärft. Ab dem 16. November sind folgende Maßnahmen gültig: 

  • Eine Ausweitung der 2G- beziehungsweise 2G-plus-Regel. 2G bedeutet somit Nachweis und Schnelltest. Zudem gilt bei 2G wieder die Maskenpflicht. 
  • In Bereichen, in denen weder 2G noch 3G angewendet wird, gilt die FFP2-Maskenpflicht (Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel, Gottesdienste).
  • Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel - Mitarbeiter müssen sich also mindestens testen lassen.

Die Regelungen einer roten Ampel gelten auch in den Corona-Hotspots. Dazu zählen alle Kreise und kreisfreien Städte, wo die Sieben-Tage-Inzidenz über 300 liegt und die Intensivbetten zu mindestens 80 Prozent ausgelastet sind. Am Mittwoch (3. November 2021) hatten bereits 27 der rund 100 Kreise und kreisfreien Städte diese Voraussetzungen erfüllt.

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