• Wer kann sich boostern lassen?
  • Wie lange muss der Abstand zur zweiten Impfung sein?
  • Kann man die Zeitspanne auch verkürzen?
  • Was passiert, wenn du dich zu früh oder zu spät boostern lässt?
  • Ist vor der Booster-Impfung ein Antikörpertest notwendig?

Viele Menschen warten auf die Möglichkeit, sich eine Booster-Impfung verabreichen zu lassen. Doch wer kann sich wann ein drittes Mal impfen lassen? Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 18. November eine Empfehlung veröffentlicht.

Corona-Impfung: Wer kann sich boostern lassen?

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Auffrischimpfung ("Booster-Impfung") mit einem mRNA-Impfstoff. Dazu zählen die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna. Ein britisches Forscherteam hat zudem in einer aufwendigen Studie ermittelt, welcher Wirkstoff als Booster am besten wirkt - je nachdem, welche Impfstoffe man bei der Erst- und Zweitimpfung erhalten hat.

Laut der Kommission sollten folgende Personengruppen bevorzugt eine dritte Corona-Impfung bekommen:

  • Menschen im Alter von über 70 Jahren
  • Bewohnern in Pflegeeinrichtungen
  • Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen

Covid-19: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Booster-Impfung?

Unabhängig von den Empfehlungen für die Booster-Impfung betonen die Experten, dass bisher Nicht-Geimpfte vordringlich Termine erhalten sollten, um die erste und zweite Impfung zu bekommen. Lies hier unser Experten-Interview mit dem leitenden Virologen Prof. Dr. Lars Dölken von der Uniklinik Würzburg: Was passiert beim Impfen im Körper?

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Laut der ersten Empfehlung der STIKO sollte die Auffrischimpfung in der Regel in einem Abstand von sechs Monaten zur zweiten Impfung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate könne im Einzelfall erwogen werden, hieß es. Voraussetzung für eine Verkürzung sei auch, dass genügend Kapazitäten vorhanden sind. Erst- und Zweitimpfungen haben Vorrang vor Auffrischimpfungen.

Am 21. Dezember 2021 sprach die STIKO allerdings eine weitere Empfehlung aufgrund der Omikron-Mutation aus: Demnach können sich Erwachsene jetzt auch nach mindestens drei Monaten nach der Zweitimpfung boostern lassen, anstatt wie bislang empfohlen nach sechs Monaten.

Zu spät boostern vs. zu früh boostern

Kann man sich zu früh oder zu spät boostern lassen? "Nein, nicht wirklich", sagt der Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht.  

Eine Booster-Impfung für einen jungen und gesunden Menschen nach bereits ein bis zwei Monaten sei aber unsinnig. "Nur weil man sich früh impfen lässt, hält der Schutz nicht zwangsläufig länger an", so der Mediziner.

Besser sei es, die plus/minus Sechs-Monatsregelung einzuhalten. Sich aber erst nach einem Jahr die Auffrischimpfung verabreichen zu lassen, hält Specht für zu spät. Dann sei das Immunsystem schon deutlich mehr heruntergefahren, wodurch das Infektionsrisiko steige.

Ist ein Antikörpertest vor der Booster-Impfung notwendig?

Vor der Booster-Impfung einen Antikörpertest durchzuführen, empfiehlt die STIKO nicht. Der Grund: Es ist schlichtweg wissenschaftlich nicht bekannt, ob der Wert einen Schutz vor einer Corona-Erkrankung anzeigt.

Auch haben die Experten keine Sicherheitsbedenken, wenn die Impfung aufgefrischt wird, während noch Immunität besteht. Somit ist ein Antikörpertest unnötig. 

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