• Booster-Impfung mit Biontech: Erste Studienergebnisse aus Israel liegen vor
  • Studie zeigt: So wirkt die Drittimpfung mit Biontech bei Senioren
  • Deutscher Experte empfiehlt Booster-Impfung nur an bestimmte Personengruppe

In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. In einer neuen Studie wurden Daten von insgesamt mehr als einer Million Senioren in Israel berücksichtigt. Hier untersuchten die Forschenden, wie die Booster-Impfung mit Biontech wirkt.

Booster-Impfung mit Biontech: Neue Studienergebnisse liegen vor

Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als 10 Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forscher im New England Journal of Medicine. Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

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Israel wird trotz sehr hoher Impfquoten derzeit von einer schweren Corona-Welle geplagt. Die israelischen Forscher gehen davon aus, dass die ansteckendere Delta-Variante und der nachlassende Immunschutz sechs Monate nach einer zweiten Dosis dazu führen, dass die Wirksamkeit bezüglich einer Infektion auf 50 Prozent fällt - mit dem Booster werde die Wirksamkeit auf 95 Prozent gesteigert. Das sei vergleichbar mit dem Impfschutz, der anfangs gegen die Alpha-Variante berichtet wurde.

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, überraschen die Ergebnisse der Untersuchung nicht. Es sei bereits bekannt gewesen, dass die Antikörperspiegel nach einer dritten Dosis etwa 10 Mal höher sind als nach nur zwei Spritzen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Studie zeige aber nun, dass sich das "in eine sehr sehr ordentliche Schutzwirkung übersetzt". Der Schutz vor Infektion und Erkrankung sei bei den drei Mal Geimpften "deutlich besser".

Deutscher Experte: Dieser Gruppe empfiehlt er dritte Corona-Impfung

Watzl wies darauf hin, dass das Thema Nebenwirkungen in der Studie nicht betrachtet wurde. Bislang seien aus Israel aber keine Meldungen bekannt, dass die dritte Dosis zu auffälligeren Nebenwirkungen führt als die zweite Dosis.

Dass eine dritte Dosis den Immunschutz deutlich verbessert, heißt nicht unbedingt, dass sie auch nötig ist. Schließlich schützen auch zwei Dosen laut Robert Koch-Institut insbesondere Jüngere sehr wirksam vor Hospitalisierung. Watzl empfiehlt den Booster deshalb nicht für jüngere Menschen, aber für alle Über-80-Jährigen und für Über-60-Jährige mit Vorerkrankungen. Bei diesen Gruppen nehme die Schutzwirkung eher mit der Zeit ab, zudem seien sie besonders anfällig für schwere Verläufe.

In Deutschland bekommen Pflegebedürftige, über 80-Jährige und Menschen mit Immunschwäche zum Teil schon eine dritte Impfung angeboten. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission dazu steht noch aus.

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