• Der Pharmakonzern Pfizer arbeitet an einem Medikament gegen Covid-19
  • Die Anti-Corona-Pille soll helfen, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern
  • Der Wirkstoff gegen Sars-CoV-2 könnte bereits im Herbst 2021 auf den Markt kommen

Die Impfungen schreiten in Deutschland immer weiter voran. Bisher haben fast 30 Prozent der Deutschen eine Erstimpfung erhalten (Stand: 03.05.2021). Trotzdem kämpft Deutschland täglich mit tausenden neuen Corona-Infektionen. Die Intensivstationen stehen dabei unter besonders hohem Druck. Schwere Krankheitsverläufe müssen oftmals mit Sauerstoff behandelt werden, da Lebensgefahr besteht. Doch der Pharmakonzern Pfizer arbeitet derzeit an einem Medikament gegen schwere COVID-19-Verläufe. Die Zulassung könnte bereits im Herbst 2021 erfolgen.

Anti-Corona-Pille: So soll das Medikament helfen

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Biontech hat Pfizer bereits letztes Jahr einen Impfstoff entwickelt. Nun soll die Anti-Corona-Pille folgen. Sie soll dabei helfen schweren COVID-19-Krankheitsverläufen vorzubeugen und so die Krankenhäuser zu entlasten. 

Bisher läuft das Projekt unter dem Namen PF-07321332. Die Pille setzt auf antivirale Wirkstoffe, die die Vermehrung der Sars-CoV-2-Erreger im menschlichen Körper hemmen sollen. "Wir haben PF-07321332 als potenzielle orale Therapie entwickelt, die im Anfangsstadium einer Infektion verschrieben werden kann, ohne dass Patienten ins Krankenhaus eingeliefert oder sich auf einer Intensivstation befinden müssen", schreibt Pfizer in einer Pressemitteilung.

Medikament gegen Covid-19: Wie weit ist die Entwicklung?

Die Forschung an PF-07321332 läuft schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren. In mehreren Laborstudien konnte dem Wirkstoff eine starke antivirale Aktivität gegen das Coronavirus zugeschrieben werden. Bereits im März begann der Konzern mit der klinischen Erprobung. Derzeit befindet sich die Pille in der klinischen Phase-I-Studie (Stand: 30.04.2021). Bisher wird das Corona-Medikament an Erwachsenen in den USA getestet. Das Unternehmen rechnet Ende Mai mit den ersten Ergebnissen der Studienphase. 

Schon vor kurzem wurde ein Grippemittel als mögliches "Corona-Medikament" bezeichnet. Wie der derzeitige Stand von "Molnupiravir" ist, erfahren Sie hier.

Wann kommt das Corona-Medikament auf den Markt?

"Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie erfordert sowohl eine vorbeugende Impfung als auch eine gezielte Behandlung derjenigen, die sich mit dem Virus infizieren", so das Unternehmen Pfizer. Dementsprechend arbeitet der Pharmakonzern derzeit mit höchster Priorisierung an der Zulassung von PF-07321332. Doch bis es so weit ist, wird es wohl noch dauern. Derzeit steht das Medikament auf dem Prüfstand und muss nach der Phase-I-Studie noch die Phase-II-Studie und die weltweite Phase-III-Studie überstehen. Wenn die Anti-Corona-Pille alle drei Phasen durchlaufen hat und als sicher eingestuft wird, steht einer Zulassung nichts mehr im Weg.

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Das Unternehmen selbst hat für eine mögliche Marktzulassung den Herbst 2021 genannt. Sollte dieses Vorhaben klappen, wäre PF-07321332 das erste effektive Corona-Medikament für die breite Masse.

Doch neben Pfizer arbeiten auch weitere Unternehmen an einem oralen Wirkstoff gegen den Sars-CoV-2-Erreger. Der Schweizer Pharmakonzern Roche und das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Regeneron stehen  mit ihrem Testmedikament "Casirivimab/Imdevimab" bereits kurz vor der Zulassung in Europa.

aa

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