• WHO gibt Coronavirus-Variantenneue Namen
  • Wissenschaftliche Benennungen bleiben dennoch bestehen
  • Was verbirgt sich hinter der neuen Namensgebung?

Alpha, Beta, Gamma oder Delta: Seit einigen Tagen tauchen in den Nachrichten neue Benennungen für die Coronavirus-Mutanten auf. Hierbei handelt es sich aber nicht etwa um neue Varianten des SARS-CoV-2-Virus, sondern lediglich um eine neue Namensgebung der bereits bekannten Mutationen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt, habe man sich für eine Neubenennung der Virus-Varianten entschieden, um eine Stigmatisierung der einzelnen Länder zu vermeiden.

Corona-Varianten: Alpha, Beta, Gamma, Delta und Kappa - für diese Länder stehen sie

In Zukunft werden neue Varianten daher nach dem griechischen Alphabet benannt. Es wird also nicht mehr von der "britischen", der "indischen", der "südafrikanischen" oder der "spanischen" Mutation die Rede sein. Laut WHO gilt diese Umbenennung für Varianten, die als "besorgniserregend" oder als "von Interesse" eingestuft worden seien.

Die britische Variante B.1.1.7 wird jetzt "Alpha" genannt, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu "Beta", die brasilianische Variante P.1 wird ab jetzt als "Gamma" bezeichnet. Bei der indischen Variante B.1.617 wird zwischen zwei Bezeichnungen unterschieden: Die besorgniserregende Variante B.1.617.2 wird zu "Delta" und die Variante B.1.617.1, die von der WHO als "von Interesse" eingestuft wird, heißt nun "Kappa". 

Wissenschaftliche Namen der Coronavirus-Varianten bleiben trotzdem bestehen

Trotzdem soll es auch in Zukunft nicht falsch sein, die wissenschaftlichen Bezeichnungen der Coronavirus-Mutanten zu verwenden. Um Stigmatisierung und Diskriminierung einzelner Länder zu vermeiden, soll im öffentlichen Diskurs aber auf die neuen Benennungen zurückgegriffen werden.