Vergangene Woche verkündete Ministerpräsident Markus Söder eine bayernweite Tragepflicht von FFP2-Masken. Diese gelte für den öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen. Heute trat sie in Kraft (18.01.2021), Verstöße werden jedoch bis zum 24.01.2021 nicht geahndet.

Für den Forscher Prof. Christian Kähler ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Der Institutsleiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr in München hat jahrelange Forschungserfahrung auf dem Gebiet.

FFP2: Besserer Schutz für die Mitmenschen

Hochwertige FFP2-Masken seien in der Lage die Tröpfchen und Aerosole aus der Luft zu filtern. Diese Partikel entstehen beispielsweise beim Sprechen und sind ein wichtiger Infektionsweg für die Corona-verursachenden SARS-CoV-2 Viren. Der Anteil an aus der Luft gefilterten Tröpfchen sei wesentlich höher als bei herkömmlichen Stoff- oder OP-Masken. 

Diese Eigenschaft verdanken die FFP2-Masken nicht nur ihrem dichteren Gewebe. Zusätzlich liegen sie auch besser am Gesicht auf und schließen dadurch enger an Mund und Nase an. Bei lockereren Masken-Typen ist die Gefahr groß, dass Partikel trotz der Schutzmaßnahme in größeren Mengen an der Maske vorbei gelangen.

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Doch nicht nur andere werden durch das Tragen einer FFP2-Maske besser vor Infektionen geschützt. Auch für den Träger selbst stellt die Maske durch die erhöhte Filterqualität einen besseren Schutz dar. 

Verbesserte Filterung der Luft

Das Tragen von herkömmlichen Masken erhöht zwar den Schutzfaktor - dennoch spielt die richtige Anwendung eine große Rolle. Es kann vorkommen, dass Masken nicht richtig am Gesicht anliegen. In diesem Fall können Tröpfchen seitlich austreten und Personen, die sich neben einem befinden, gefährden, wie Kähler in einer Studie herausgefunden hat. Das kann zum Beispiel im Büro der Fall sein, wenn Kollegen nebeneinander am Schreibtisch sitzen und sich unterhalten. Als weitere Beispiele nennt Kähler die Schule oder den öffentlichen Nahverkehr.

Mit Stoff- oder OP-Masken sollte man sich am besten "von Angesicht zu Angesicht" und mit mindestens 1,5 Metern Sicherheitsabstand unterhalten. Die nach vorne strömenden Tröpfchen können so ausgefiltert werden. FFP2-Masken korrigieren diesen Fehler, da sie rundum fester am Gesicht anliegen. Gerade in Situationen wie dem Einkauf oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel können somit unnötige Corona-Infektionen innerhalb der unfreiwilligen Personengruppen eingedämmt werden.

Menschen wie Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer, Kellner und Schüler und andere Menschen die unvermeidbar mit anderen Menschen in Kontakt kommen, sollten daher unbedingt eine FFP2-Maske tragen.

FFP2-Masken keine komplette Lösung

 FFP2-Masken sollten laut Kähler die Wirksamkeit des Lockdowns verstärken, eine alleinige Lösung können sie jedoch nicht sein. Es werden zusätzlich bessere Schutzkonzepte für Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime benötigt.

In Klassenzimmern und Büros könnten mobile Raumluftreiniger und transparente Schutzwände - wie sie mancherorts bereits im Einsatz sind - weitere Abhilfe schaffen. Kähler ruft zu einer umfangreichen Nutzung vieler zur Verfügung stehender technischer Mittel auf. Diese würden die Pandemie besser bekämpfen, als es bloße Abstandsregeln, Lüften und eine 15-Km-Regel könnten.

 

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