Immer mehr Menschen in Deutschland infizieren sich mit dem neuartigen Coronavirus. Über die aktuelle Lage halten wir Sie in unserem Coronavirus-Ticker auf dem Laufenden. Nach einer Ansteckung könne es zwischen einem und 14 Tagen dauern, bis Krankheitszeichen auftreten, erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Im Durchschnitt betrage die sogenannte Inkubationszeit fünf bis sechs Tage.

Die Symptome und auch der Verlauf der Krankheit (Covid-19) sind von Patient zu Patient mitunter sehr unterschiedlich. "Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark", heißt es dazu auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI). Das Spektrum reiche "von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod". Es ließen sich daher keine allgemeingültigen Aussagen zu einem typischen Verlauf der Krankheit treffen.

Coronavirus: Daten aus Deutschland und China als Anhaltspunkte

Etwa die Hälfte der Menschen, die sich angesteckt haben, würden das gar nicht merken, sagt RKI-Chef Lothar Wieler: "Die sehen wir gar nicht." Von den Infizierten, die etwas merken, haben laut RKI vier von fünf milde Verläufe. Husten (54 Prozent) und Fieber (40 Prozent) zählen nach Daten von mehr als 22.000 Erkrankten in Deutschland zu den häufigsten Symptomen, wie Wieler berichtet.

 

Auch den in China erfassten Fällen nach zählen Fieber und Husten zu den häufigsten Symptomen, wie das RKI auf seiner Website weiter informiert. Rund 80 Prozent der dort erfassten Erkrankungen seien mild bis moderat verlaufen.

In diese Kategorie wurden laut RKI folgende Personen eingeordnet: "Patienten mit oder ohne Pneumonie, ohne Atemnot, mit einer Sauerstoffsättigung im Blut von über 93 Prozent und ohne (CT-diagnostizierte) Lungeninfiltrate, die mehr als die Hälfte der Lunge betreffen." Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dauern milde Krankheitsverläufe im Mittel zwei Wochen.

Corona-Infektion: Etwa 14 Prozent der Fälle verlaufen schwer

Wie das RKI weiter erklärt, verliefen 14 Prozent der Fälle in China schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Das heißt: mit Atemnot, einer Sauerstoffsättigung unter 94 Prozent oder Lungeninfiltraten in mehr als der Hälfte der Lunge. Schwere Verläufe dauern laut WHO im Mittel zwischen drei und sechs Wochen. In sechs Prozent der in China ausgewerteten Fälle sei der klinische Verlauf, so das RKI, kritisch bis lebensbedrohlich gewesen (mit Lungenversagen, septischem Schock oder multiplem Organversagen).

 

Martin Witzenrath von der Klinik für Infektiologie und Pneumologie der Charité Berlin erklärt, dass es bei Patienten mit Symptomen der oberen Atemwege nach den bisherigen Erfahrungen vier bis acht Tage dauert bis sich entscheidet, ob die Erkrankung auch die unteren Atemwege befällt. Es gebe aber auch Patienten, die direkt eine Lungenentzündung bekämen, ohne dass vorher die oberen Atemwege betroffen seien.

Italienische Ärzte berichten, dass es in dem stark betroffenen Land teils Patienten gebe, die zu spät eine Klinik aufsuchen. Wenn man zunehmende Atemnot verspürt, gelte es, einen Arzt zu konsultieren, betont RKI-Chef Wieler.

Lungenkrankheit Covid-19: Geringe Beschwerden und trotzdem kann schon mehr als die halbe Lunge geschädigt sein

Das Krankheitsbild bei Covid-19 unterscheide sich deutlich von den bisher bekannten Lungenentzündungen, berichtet Witzenrath. "Das Besondere daran ist, die Patienten haben zum Teil ein bisschen Luftnot, nicht dramatisch, man hat den Eindruck, die sind gar nicht besonders krank. Dann guckt man sich die Lunge im CT an und die sieht ganz schlimm aus. Es ist etwas, das wir so bisher nicht kennen." Beispielsweise könne dann schon mehr als die halbe Lunge durch das Virus geschädigt sein. Der Verlauf könne sich in der Folge rapide verschlechtern.

Ist man mit dem Coronavirus infiziert, sollte ein schlimmerer Verlauf verhindert werden. Zu diesem könnte auch eine starke Lungenentzündung gehören. Deshalb hat inFranken.de für Sie wichtige Tipps zusammengestellt, die helfen können, einer Lungenentzündung vorzubeugen.