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Neuinfektionen sind die neue Kennzahl in der Corona-Krise: Nach rapide steigenden Zahlen im März zeigten die Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen Lungenvirus SARS-CoV-2 im April ihre Wirkung: Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus erkrankten Menschen in Deutschland sinkt - wenn man die Neuinfektionen betrachtet. Seit dem 2. April sinken die Zahlen in diesem Bereich stark. Bund und Länder haben weitreichende Lockerungen der Einschränkungen angekündigt - immer mehr Bereiche kehren zu einer Art Normalität zurück. 

Virologen warnen vor einer zweiten Welle der Infektionen, daher haben Bundesregierung und die Bundesländer beschlossen, trotz der Lockerung der Maßnahmen, regional gegebenenfalls Maßnahmen wieder zu verschärfen. Bei uns finden Sie die aktuelle Lage in Bayern auf einen Blick. 

Corona-Neuinfektionen der letzten 7 Tage: Welche Landkreise erreichen die Obergrenze? Fränkischer Landkreis mit kritischem Wert

Wir haben bei unseren Zahlen und Grafiken inzwischen unseren Fokus auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage gelegt. Das bayerische Kabinett hat am 19. Mai den Grenzwert für Neuinfektionen auf 35 Fälle pro 100.000 Einwohner herabgesetzt. Ursprünglich hatten sich Bundesregierung und Bundesländern am 6. Mai auf eine Obergrenze von 50 geeinigt. Steigen die Zahlen über den festgelegten Wert, muss die Stadt oder der Landkreis handeln und ein Konzept zur Eindämmung vorlegen und umgehend umsetzen. 

Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick

  • Die kreisfreie Stadt Regensburg kommt auf die höchste Infektionszahl. 72,08 Infizierte (Stand 25. Mai) in den letzten 7 Tagen werden hier gemeldet - Spitzenwert in Bayern.
  • Der Landkreis Coburg in Oberfranken hat seit dem 14. Mai die kritische Grenze von ursprünglich 50 überschritten und liegt jetzt bei 41,42 (Stand 25. Mai). Auch die Stadt Coburg liegt knapp unter dem kritischen Punkt (31,52, Stand 25. Mai). Was das genau bedeutet und welche Maßnahmen nun ergriffen werden, lesen Sie im Corona-Ticker zu der Region Coburg
  • Spitzenreiter in Franken ist seit kurzem allerdings der Landkreis Lichtenfels mit 41,89 (Stand 25. Mai) - besonders ein Pflegeheim ist betroffen. Mehr dazu lesen Sie im Corona-Ticker zur Region Lichtenfels.

Fallzahlen in Deutschland nach Tag - inklusive Genesenen und Todesfällen

Im Folgenden haben wir die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität genommen, um auch die Zahl der Genesenen darzustellen. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts verwenden wir für die restlichen Grafiken auf dieser Seite, diese sind meistens weniger aktuell, da sie nur einmal pro Tag aktualisiert werden. Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Die Zahl der Neuinfektionen geht täglich zurück, am 27.04.2020 waren es nur rund 1.600 neue bekannte Fälle
  • Die Zahl der Genesenen geht ebenfalls zurück, ist aber stetig etwa doppelt so hoch wie die Zahl der Neuerkrankungen
  • Die Zahl der neuen Todesfälle bleibt stabil um etwa 200 pro Tag 

Neben den reinen Fallzahlen in ganz Deutschland haben wir für Sie auch die Zahlen auf Franken heruntergebrochen - diese beruhen wie erwähnt auf jenen des Robert-Koch-Instituts und werden einmal pro  Tag aktualisiert. Sie sehen in unserer Grafik die Anzahl der bisherigen Fälle pro Stadt oder Landkreis in Franken pro 100.000 Einwohner.

Die meisten Menschen, die an Covid-19 sterben, sind über 60 Jahre alt, oft sogar über 80 Jahre. Wie sich die Zahl der Todesfälle nach Alter und Landkreis in Franken verteilt, haben wir in der folgenden Grafik für Sie dargestellt: 

Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Die meisten Todesfälle geschehen in der Altersgruppe über 80
  • In der Altersgruppe zwischen 35 und 59 sind es etwa 15 Todesfälle (Stand: 28.04.2020)
  • Am meisten Menschen zwischen 60 und 79 sind im Landkreis Fürth gestorben

Was bei Alter und Geschlecht der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 sterben, auffällt, ist, dass es zumeist ältere Menschen sind. Oft haben sie Vorerkrankungen. An den Zahlen für ganz Bayern sieht man, dass es aber auch deutliche Unterschiede beim Geschlecht gibt. 

Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Männer sterben  häufiger, während sie mit dem Coronavirus infiziert sind und an Covid-19 leiden.
  • Bei der Altersgruppe über 80 stellt sich dies anders dar - hier ergibt sich der Unterschied schlicht aus der höheren Lebenserwartung von Frauen. 

Die Zahl der Erkrankten ist in der Altersgruppe zwischen 35 und 59 höher als in der Gruppe der Menschen über 60, jedoch sterben diese häufiger an Covid-19. Warum in Deutschland, einem der durchschnittlich ältesten Länder der Welt, dennoch im Vergleich recht wenige Menschen sterben, verwundert auf den ersten Blick - hierfür gibt es jedoch eine Reihe von Erklärungsansätzen.

Die Auslastung der Intensivstationen in Franken

Besonders entscheidend dafür, wie wir als Gesellschaft durch die Coronakrise kommen, ist das Gesundheitssystem. Zu Beginn der Krise war die große Frage, wie viele der damals 28.000 Intensivbetten in Deutschland belegt sein würden. Um die Ressourcen entsprechend sinnvoll zu verteilen, ist es inzwischen Pflicht, dass Kliniken täglich die Zahl ihrer freien Betten beim Deutschen Intensivregister eintragen. Dabei werden die Intensivkapazitäten nach "Low care", "High care" und "ECMO" unterschieden.

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Vor allem die beiden letzteren Kategorien sind entscheidend für die Behandlung von Covid-19-Patienten, da diese Betten mit Beatmungsmöglichkeiten beinhalten. Sind die Betten in der Kategorie "Low Care" belegt, heißt dies aber natürlich nicht, dass "normale" Intensivfälle nicht behandelt werden können. Einen Überblick zu den Intensivbetten in Bayern haben wir in einem separaten Artikel zusammengestellt. In der folgenden Karte sehen Sie die Auslastung der Intensivstationen in Franken: