Hat man sich einmal mit dem Coronavirus "SARS-CoV-2" infiziert, bleibt nur der Schritt in die Quarantäne. Das bedeutet so viel wie: Befristete Isolation. Auch Menschen die mit Infizierten oder Rückkehrern aus Risikogebieten in Kontakt waren, müssen sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen. Meistens sind das die eigenen vier Wände. Menschen, die einen schweren Krankheitsverlauf durchleiden müssen, werden im Krankenhaus isoliert.

Ist ein Familienmitglied betroffen und zeigt erste Krankheitssymptome, rät das "Robert-Koch-Institut (RKI)", dass die anderen Familienmitglieder nicht im selben Raum schlafen sollten. Außerdem sei es empfehlenswert verschiedene Badezimmer zu nutzen, so das "RKI" - natürlich nur, sofern vorhanden.

Ist man von der Quarantäne betroffen, ist es auch nicht mehr möglich selbst einkaufen zu gehen. Das "Robert-Koch-Institut" empfiehlt deshalb: Bekannte, Freunde oder Nachbarn sollten einkaufen. Gekaufte Lebensmittel oder andere Dinge könnten dann vor die Wohnungstür gestellt werden. In Quarantäne könne man außerdem auch Lieferdienste in Anspruch nehmen, so die Experten.

Quarantäne wegen Coronavirus: Soziale Kontakte möglichst vermeiden

Kann man nicht auf die Unterstützung von Freunden oder der Familie zählen, der soll sich laut "RKI" mit dem Gesundheitsamt des Kreises in Verbindung zu setzen. Gemeinsam mit der Kommune könne das Amt anschließend klären, wie man dem in Quarantäne befindlichen Menschen am besten unter die Arme greift.

Auch Pakete sollten nicht mehr persönlich in Empfang genommen werden. Hier solle man sich mit einer Nachricht an der Tür behelfen. So können die Pakete vor der Haustür abgestellt werden. Dasselbe gilt auch für Essen von Lieferdiensten.

Da man in Quarantäne soziale Kontakte vermeiden sollte, ist auch das Gassi-Gehen mit dem Hund tabu. Damit würde man selbst potenziell dazu beitragen, die Infektion weiterzuverbreiten. Für den Hund bleibt daher nur die Möglichkeit sein Geschäft im Garten zu verrichten oder bis auf weiteres bei einem Freund oder Familienmitglied unterzukommen, der sich um das Tier kümmern kann.

In den Garten zu gehen ist hingegen auch in Quarantäne erlaubt. Vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen Gemeinschaftsgarten und der Garten ist zu anderen Grundstücken abgegrenzt. Die gleiche Regel gilt laut Angaben des Südkuriers auch für den eigenen Balkon oder die Terrasse. Aktueller Stand zum Coronavirus - Jetzt für Newsletter anmelden

Selbst den Müll darf man in Quarantäne nicht selbst rausbringen. Betroffenen wird geraten ihren Abfall in Tüten vor die Wohnungstüre zu stellen, wo er von Freunden, Bekannten oder Nachbarn entsorgt werden kann. Tatsächlich können auch Viren in den Tüten sein. Aus diesem Grund sollten die Mülltüten vor dem Rausstellen sehr gewissenhaft verschlossen werden.

Quarantäne: Das Amt zahlt bei Verdienstausfall

Muss man sich unter Quarantäne begeben und hat keine Möglichkeit auf ein Home-Office, muss zwangsläufig mit Verdienstausfällen rechnen: Jedoch kann eine Entschädigung des verlorenen Geldes bei den dafür zuständigen Behörden beantragt werden. Dafür sollte man sich an das jeweils zuständige Gesundheitsamt wenden.

14 Tage nachdem man erste Symptome gezeigt hat, wird man dann wieder aus der Quarantäne entlassen. Vorausgesetzt der Betroffene ist seit mindestens 48 Stunden symptomfrei. Vorher sind zwei zusätzliche Tests notwendig, die beide negativ ausfallen müssen, wie eine Sprecherin des Gesundheitsamtes gegenüber dem Südkurier erklärt.