Das Coronavirus lässt die Welt momentan stillstehen. Grenzen schließen, Unternehmen stellen den Betrieb ein, Ausgangsbeschränkungen zählen mittlerweile zu unserem Alltag. Der Verlauf der Krankheit ist von Person zu Person unterschiedlich, nicht jeder, der mit dem Virus infiziert ist, erlebt einen dramatischen Verlauf.

Es gibt jedoch auch viele Fälle, bei denen das Coronavirus zu einer schweren Lungenentzündung führt - oder sogar zum Tod. Wer sich nicht sicher ist, ob er möglicherweise an dem Virus erkrankt ist, kann sich hier über die Symptome informieren. Liegt man aber bereits mit ähnlichen Symptomen krank im Bett, gilt es alles mögliche zu tun, um den Verlauf zu mindern - und dadurch einer möglichen Lungenentzündung zu entgehen. Hierzu gibt es Möglichkeiten, die jeder in einer solchen Situation tun kann.

Was passiert mit dem Körper bei einer Lungenentzündung?

Laut einem Experten von NetDoktor.de wird bei einer Lungenentzündung der Gasaustausch in der Lunge gestört. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel und der Kohlendioxidgehalt im Körper steigt an. Als Folge dieser Verkettung atmen Betroffene meist deutlich schneller und flacher. Durch den Mangel an Sauerstoff können sich auch die Lippen und Fingerspitzen blau färben.

Zu Beginn einer Lungenentzündung ist der Husten noch trocken, doch spätestens nach ein paar Tagen beginnt der Körper, grünlich-gelblichen Schleim abzuhusten. Bei dem neuartigen Coronavirus sind zumeist beide Lungenflügel betroffen - ist die Entzündung so stark, dass die Lunge keine Gase mehr austauschen kann, muss der Patient beatmet werden.

Besonders bei älteren Personen oder Patienten mit anderen Vorerkrankungen kann so eine Lungenentzündung schnell zu einem großen Problem werden. Autorin Monja Schünemann gibt auf der Seite Pflegephilosophie Einblicke in die Problematik eines solchen Krankheitsverlaufs. Liegen betroffene Menschen wegen Corona-Symptomen den ganzen Tag im Bett und trinken gleichzeitig zu wenig, so stauen sich in der Lunge Sekrete an, die nicht mehr abgehustet werden können - es kommt folglich zu einer Entzündung.

Um Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, zu helfen, haben Monja Schünemann und ihre Kollegen einige Ratschläge erarbeitet, mit denen sich eine Lungenentzündung möglicherweise verhindern lässt. Gleichzeitig geben sie aber auch zu verstehen, dass diese Anregungen lediglich als eine Hilfestellung dienen und man nicht wisse, ob die Methoden tatsächlich effektiv seien - schaden tun diese Ratschläge aber auf keinen Fall.

  • Bleiben Sie nicht stundenlang wie bei einer Erkältung liegen. Halten Sie Ihren Körper, wenn möglich, aufrecht - sitzen Sie aber zumindest in einem Winkel von 30 Grad.
  • Mehrmals täglich die Arme heben hilft, die Lunge weit zu machen. Atmen Sie zudem tief ein und aus - und husten Sie bewusst.
  • Trinken Sie genug! Nur durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann die Lunge ein Sekret produzieren. Wird das vorhandene Sekret durch einen Flüssigkeitsmangel zu dick, können sie es nicht mehr abhusten. Übrigens: Dieser Ratschlag zielt ausschließlich auf den Konsum von nichtalkoholischen Getränken ab.
  • Haben Sie zufällig noch ein altes "Pusteröhrchen" zur Hand, können Sie dies stündlich verwenden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass kein anderer das Gerät verwendet, da sich auf dem Gerät Keime aus Ihrer Atemluft absetzen.
  • Es gibt allerdings auch Ersatzmöglichkeiten, sollten Sie keines dieser Röhrchen besitzen. Pusten Sie stündlich in Trinkhalme oder einen Luftballon auf. Das mag zwar monoton sein, kann aber Atemwegserkrankungen vorbeugen. Selbstverständlich sollten auch hier die verwendeten Hilfsmittel außer Reichweite von anderen Personen gelagert werden.
  • Atmen Sie frische Luft! Öffnen Sie das Fenster, lüften Sie regelmäßig Ihr Zimmer. Was die Lunge braucht, ist frische Luft. Eine Lungenentzündung entsteht nicht einfach nur durch Verkühlen oder weil es hin und wieder im Raum zieht. Frische Luft ist wichtig für die Lunge.
  • Verwenden Sie keinen Hustenstiller. Gerade das Abhusten ist wichtig für Ihre Gesundheit. Husten ist das, was schützt.

Um bereits vorsorglich eine Lungenentzündung vorzubeugen, empfiehlt es sich laut Apotheken Umschau, einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft zu führen. Auch sollte auf das Rauchen verzichtet werden. Für Risikogruppen (unter anderem ältere Personen und an chronischen Herz- oder Lungenkrankheiten erkrankte Menschen) sei demnach auch eine Impfung sinnvoll, die es gegen das Coronavirus jedoch noch nicht gibt.

Zuletzt sei noch einmal angemerkt, dass es sich bei den Ratschlägen zur Verhinderung einer Lungenentzündung bei Coronavirus-Patienten lediglich um Ideenvorschläge handelt, die zwar auf einer fundierten Basis an Vorbeuge-Maßnahmen bei Lungenentzündungen aufbauen, das Verhindern eines solchen Krankheitsverlaufs aber nicht in vollem Maße garantieren können.