Die frühsommerlichen Temperaturen vor unseren Fenstern wecken auch wieder die bei den meisten von uns unbeliebten Mücken. In der momentanen Corona-Zeit stellt sich nun die Frage, ob die lästigen Besucher eventuell den Erreger übertragen. Die WHO hat darauf eine relativ klare Antwort.

Nach Angaben der Organisation gibt es momentan keine Informationen oder Vermutungen, dass die kleinen Blutsauger das Virus übertragen. Das neuartige Virus wird in erster Linie über Tröpfcheninfektion übertragen, also über Husten, Niesen, das Laufen der Nase oder Speicheltröpfchen eines Infizierten.

Voraussetzungen für eine Ansteckung durch einen Stich

Damit Mücken einen Krankheitserreger überhaupt übertragen können, müssen zwei Dinge gegeben sein, wie der Spiegel berichtet. Zum einen müssen die Erreger im Blut einen gewissen Anteil erfüllen und zum anderen müssen die Erreger zusätzlich in der Lage sein, sich im Insekt zu vermehren und dort so lange zu überleben, bis die Mücke den nächsten Menschen sticht. Das Virus-Erbgut konnte zwar im Blut bei einigen Patienten festgestellt werden, aber bei weitem nicht in dem Maße, dass dies möglich wäre. Die Menschen müssen sich daher keine Sorgen beim nächsten Mückenstich machen.

Bis zum vergangenen Jahr waren Mücken hierzulande auch völlig harmlos. Geändert hat sich dies mit dem Auftreten des West-Nil Fiebers in Deutschland. Das gleichnamige Virus verursachte die Krankheit und kann im Gegensatz zum Coronavirus auch von heimischen Mücken übertragen werden. Alle Fragen rund um das neuartige Virus haben wir in einem Coronavirus-FAQ zusammengefasst. Diesen finden Sie hier.