Das Coronavirus zieht weltweit die Zügel an. Die Zahl an Infizierten steigt immer weiter und es ist noch kein Ende in Sicht. Eine Ansteckung ist dabei nicht das Schlimmste, denn bei überwundener Infektion ist der Körper gegen das Virus bekanntlich immun. Jedoch ist die Gefahr, die ein Infizierter für die Mitmenschen darstellt, immens groß. Denn während der Krankheitsverlauf bei Person A eher milde verläuft, kann er bei Person B an einen Kampf um Leben und Tod gebunden sein.

Infizierte sind eine Gefahr, aber nur auf Zeit

Christian Drosten, deutscher Virologe, macht in einem Gespräch mit Watson nun Hoffnung: Durch eine Pre-Print-Studie aus Singapur sei nun bekannt, dass die Ansteckungsgefahr bei Infizierten nach einer Woche rapide abnimmt. Drosten berichtet, dass man weiß, dass der Covid-19-Erreger sich bekanntlich auch über die Luft verbreitet. Da die Verbreitung über die Tröpfcheninfektion erfolgt, können in der Luft und auf Flächen Spuren des Erregers nachgewiesen werden. In der Studie wurden die Räume von 30 unterschiedlichen infizierten Personen, die unter Quarantäne standen, untersucht. Während in Wischproben, die in der ersten Woche genommen wurden, beispielsweise von einem Tisch, das Virus mehrfach nachgewiesen werden konnte, wurde es in der zweiten Woche nur noch vereinzelt nachgewiesen. Und das, obwohl die Patienten noch immer krank waren.

Dasselbe wurde auch mit Abstrichen der Luft nachgewiesen: Die Konzentration der Viren nahm deutlich ab. Demnach sind infizierte Personen zwar immer noch infektiös, aber bei weitem nicht mehr in dem Umfang, wie sie es zu Beginn des Krankheitsverlaufes der Fall war. Drosten betont, dass diese Erkenntnis entscheidend dabei sei, das Virus zu verstehen und zu erforschen. Auch kann das für Pflegekräfte und medizinisches Personal sehr wichtig sein.

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum die eine Coronavirusinfektion braucht um erste Symptome zu zeigen, beträgt etwa 14 Tage. Während dieser gesamten Zeit kann eine Person allerdings andere Personen mit dem Virus anstecken. Die Bundesregierung bittet deswegen die Ausgangsbeschränkungen zu berücksichtigen um sich selbst und die Mitmenschen zu schützen.