Das Coronavirus "Sars-CoV-2" wird zum größten Teil über Tröpfcheninfektionen übertragen, kann allerdings auch außerhalb des Körpers einige Stunden, auf manchen Materialien sogar mehrere Tage überleben. 

Um diese potenzielle Gefahr einzudämmen, wird seit Wochen vor allem auf regelmäßiges und gründliches Händewaschen hingewiesen. Doch auch die Oberflächen, die mit den Händen berührt werden, sollten immer wieder gereinigt und von Keimen befreit werden.

Im Bad: Wasserhahn und Handtücher als potenzieller Virenüberträger

Allgemein gelten die Hände potenzieller Überträger der Viren. Türklinken, Lichtschalter, Schrankgriffe - alles,  was angefasst wird, kann in Kontakt mit Coronaviren kommen. Daher ist paradoxerweise auch der Wasserhahn eine mögliche Virenschleuder.

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Vor dem Händewaschen muss dieser zunächst aufgedreht und mit möglicherweise verschmutzten Händen angefasst werden. So gelangen im ungünstigsten Fall Viren auf den Wasserhahn, der nach dem Händewaschen wieder abgedreht wird. So können Viren wieder an die frisch gewaschene Hand gelangen und der gewonnene Hygieneeffekt des Händewaschens schnell verpuffen. 

Auch Handtücher zum Abtrocknen und die Toilettenspülung sind aufgrund des häufigen Kontakts mit der Hand mögliche Virenfallen. Handtücher sollten deshalb regelmäßig gewechselt und gewaschen, die Klospülung in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.

Durch häufigen Kontakt: Smartphones und Tastaturen als Virenfalle 

Zu den meist genutzten Geräten im Haushalt zählen außerdem viele technische Geräte: Smartphones, Laptops und dazugehörige Mäuse und Tastaturen werden täglich mehrfach angefasst und bieten daher Viren die Möglichkeit, überzuspringen.

Um Keime zu entfernen, sollte daher das Display des Smartphones, welches täglich vielfach berührt wird, in regelmäßiges Abständen gereinigt werden. Dabei sollte nicht auf Desinfektionsmittel, sondern eher auf Mikrofasertücher zurückgegriffen werden. 

Gereinigt werden sollten zudem die Hardware von Computern und Laptops. Mäuse und Tastaturen werden in Zeiten von Home-Office verstärkt benutzt und angefasst. Daher ist eine Reinigung notwendig, vor allem dann, wenn das Gerät von mehreren Personen benutzt wird. 

Virenfallen: Weniger Krankheitserreger durch regelmäßiges Lüften

infektionsschutz.de weist zudem darauf hin, dass regelmäßiges Lüften wichtig sei. Dies fördere einerseits das "die Luftqualität", gleichzeitig sei frische Luft "wichtig für das Immunsystem und die Gesundheit, sowie für die Leistungsfähigkeit und das gesamte Wohlbefinden".

Neben den gesundheitlichen Aspekten kann so auch die Anzahl von Krankheitserregern verringert werden.  Andersherum könne in geschlossenen Räumen "die Anzahl an Krankheitserregern in der Raumluft steigen". Regelmäßiges Fensteröffnen sorge dafür, dass sich "die Zahl erregerhafter Tröpfchen in der Luft" verringert.