Die Krankheitsverläufe des Coronavirus sind sehr unterschiedlich: In den meisten Fällen verläuft das Virus harmlos, viele tragen Covid-19 bereits in sich und haben es noch nicht einmal gemerkt. Für andere geht eine Infektion nicht so glimpflich aus. In Deutschland sind bereits zahlreiche Menschen an der Erkrankung gestorben. 

Es gibt zahlreiche Studien und Forschungseinrichtungen, die die Merkmale von Covid-19 untersuchen. In der englischsprachigen Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine wurden die Ergebnisse der Untersuchungen des "Chinese PLA General Hospital" veröffentlicht. Das Krankenhaus hat herausgearbeitet, welche Symptome und Vorerkrankungen am häufigsten aufgetreten sind, bei Patienten, die im Frühstadium der Corona-Pandemie verstorben waren.

Coronavirus-Todesfälle: Das sind die häufigsten Symptome und Vorerkrankungen

Untersucht wurden insgesamt 85 Personen, die an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung im Frühstadium der Pandemie verstarben. Zu Forschungszwecken wurden die elektrisch erfassten Gesundheitsdaten der Patienten analysiert und ausgewertet. Dabei kam heraus, dass vor allem Menschen mit Hypertonie, also Bluthochdruck, gefährdet waren. Viele der Probanden litten unter erhöhtem Blutdruck, Diabetes oder koronarer Herzkrankheit. Zu den häufigsten Symptomen zählten Fieber (90.1 Prozent der Probanden), Kurzatmigkeit (58.8 Prozent), Müdigkeit (58.8 Prozent) und Atemnot (70.6 Prozent).

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Auffällig war außerdem, dass mehr als 80 Prozent aller Patienten einen niedrigen Wert an Eosinophilen auf. Eosinophilen sind Leukozyten, welche der Immunabwehr dienen. 

Auch in dieser Studie bestätigte sich, dass Männer anfälliger für das Virus seien könnten, als Frauen: Mehr als 70 Prozent der verstorbenen Personen waren männlich. Hier erfahren Sie, woran es liegen könnte.

Coronavirus: Was sind die Todesursachen?

Den Forschungsergebnissen zufolge verstarben die untersuchten Patienten im Schnitt 6,35 Tage nach ihrer Aufnahme ins Krankenhaus. Grund dafür war die schnelle Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Infizierten. Zu den am häufigsten Komplikationen gehörten Atemversagen, Schock, akute Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Die meisten Patienten erhielten daraufhin Antibiotika und anitvirale Mittel. Aus der Studie geht allerdings auch hervor, dass das Verabreichen der Medikamente den Patienten nicht signifikant half.

Den Forschern zufolge soll das Auftreten von Kurzatmigkeit ein neues Beobachtungssymptom für Covid-19 sein. Außerdem soll ein Mangel an Eosinophilen auf einen schweren Krankheitsverlauf hindeuten. Eine einzelne Todesursache festzustellen ist schwierig. Letztendlich verstarb die Mehrheit der Infizierten an multiplem Organversagen.