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Das Coronavirus ist nach wie vor nicht zu unterschätzen. Um sich ausreichend zu schützen, sollte man nicht nur Mundschutz tragen, sondern auch wissen, bei welchen Symptome man einen Arzt aufsuchen sollte. Hier finden Sie alle Warnzeichen für eine Infektion auf einen Blick.

Zu Beginn waren die Kontaktbeschränkungen in Bayern und ganz Deutschland noch recht streng. Mittlerweile wird immer weiter gelockert und für viele rückt die Präsenz des Virus immer weiter in den Hintergrund. Dabei sind die Zahl der deutschen Infektionsfälle in den letzten Wochen erst wieder deutlich angestiegen. Deshalb sollte man sein Umfeld und sich selbst schützen. Der erste Schritt dabei ist, zu erkennen, ob man nicht selbst erkrankt ist. Hierfür sollten Sie alle wichtigen Symptome kenne.

Coronavirus: Alle Symptome auf einen Blick

 Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation "WHO" sind folgende Symptome als Anzeichen für eine Coronavirus-Infektion zu betrachten:

  • Halsschmerzen/Halskratzen
  • Trockener Husten
  • Fieber
  • Auswurf
  • Extreme Müdigkeit
  • Muskel-/Gliederschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Verstopfte Nase
  • Atembeschwerden/Atemnot
  • Bluthusten
  • Durchfall

Atembeschwerden gelten als Symptome bei besonders schweren Krankheitsverläufen,  wie Martin Witzenrath von der "Klinik für Infektiologie und Pneumologie" der "Charité Berlin" erläutert. Bei Patienten mit Atembeschwerden beziehungsweise Atemnot müsse durch Untersuchungen geklärt werden, ob nur die oberen oder auch die unteren Atemwege befallen seien, so Witzenrath. Allerdings gebe es auch Patienten, die umgehend an einer Lungenentzündung leiden, so der Forscher 

Die Untersuchungen der "WHO" ergaben, dass die meisten Patienten über Fieber klagten (87,9 Prozent). Zwei Drittel aller Betroffenen gaben allerdings an, dass sie einen trockenen Husten hätten (67,7 Prozent). An extremer Müdigkeit (38,1 Prozent) und Auswurf (33,4 Prozent) litten hingegen lediglich ein Drittel der Patienten. Neben den aufgeführten Symptomen trat bei einigen Infizierten auch der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn auf. Dies kann jedoch nicht generell in Kontext zum Coronavirus gesetzt werden. Insgesamt droht bei den Symptomen eine Verwechslung mit der saisonalen Grippe. Die Symptome - Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Atemwegsprobleme - ähneln sich. Doch es gibt eindeutige Unterschiede zwischen dem Coronavirus und der Grippe. Welche das sind, erklärt inFranken.de hier. 

Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten. Beispielsweise sind zahlreiche Bewohner eines fränkischen Pflegeheimes an den Folgen von "Covid-19" gestorben.  

Die Inkubationszeit des neuen Coronavirus hinter der Lungenkrankheit beträgt laut Informationen der "WHO" in der Regel zwei Wochen. 

Ausschlag und Flecken: Neue Symptome entdeckt

In mehreren Fällen weltweit konnten Mediziner nun ein neues Merkmal des Coronavirus entdecken: Einige Patienten wiesen blaue Flecken und Ausschlag an den Fingern, vor allem aber an den Füßen auf. Die Anzeichen wurden vor allem bei Kindern und Jugendlichen festgestellt. 

Die Hautveränderungen konnten bei Patienten auf der ganzen Welt festgestellt werden: Betroffen waren beispielsweise Betroffene aus Italien, den USA oder Thailand. Eine  italienische Studie, welche von der Bild zitiert wird, vermutet sogar, dass jeder Fünfte im Krankenhaus liegende Corona-Patient von den Hautveränderungen betroffen ist.

Coronavirus: Wie ist der Krankheitsverlauf?

Die einen infizieren sich mit dem Coronavirus und merken es gar nicht, für andere hingegen wird die Erkrankung schnell lebensbedrohlich. Laut Angaben des "RKI" merken zahlreiche Betroffene gar nicht, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind: Experten erklären, warum es gerade bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus so wichtig ist, bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt zu kontaktieren.

"RKI"-Chef Lothar Wieler betont in diesem Zusammenhang, dass die Erfassung der Infiziertenzahlen schwierig sei. Etwa die Hälfte der Menschen, die sich angesteckt haben, würden das gar nicht merken, sagte er kürzlich: "Die sehen wir gar nicht."

Erkrankt aber keine Symptome: Manche Infektionen bleiben unbemerkt

Sollten Coronavirus-Symptome auftreten, ist es laut Angaben des "Robert Koch-Institutes" wichtig, den Arzt nicht persönlich in der Praxis aufzusuchen, sondern erst einmal einen telefonischen Kontakt herzustellen.  Neben dem Hausarzt sind die zuständigen Gesundheitsämter und die Nummer 116 117 direkte Ansprechpartner, wenn ein Verdacht besteht.Die Infizierten seien in dieser Zeit bereits ansteckend, auch wenn noch keine Symptome erkennbar seien. Das unterscheide die neue Variante des Coronavirus von dem eng verwandten SARS-Erreger, der die Pandemie 2002/2003 ausgelöst hatte.

Eine Studie, die im Fachmagazin Journal Lancet veröffentlicht wurde, ergab, dass das Virus auch von Menschen weitergegeben werden kann, die noch keine Erkältungssymptome zeigen. Die Forscher bezogen sich darin auf eine Familie in der chinesischen Stadt Shenzhen. Zwei Mitglieder hatten in Wuhan Kontakt zu einem erkrankten Verwandten im Krankenhaus. Am Ende hatten sechs Familienmitglieder das Virus, darunter eines, das nicht einmal in Wuhan war. Ein infiziertes Kind zeigte keine Symptome.

Schutz vor dem Coronavirus: Jeder ist verantwortlich

Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, sollte auf gute Hygiene im Bereich der Hände geachtet werden. Das heißt, häufiges und gründliches Waschen der Hände, Handgelenke, Fingerzwischenräumen und des Nagelbettes sind Pflicht. Außerdem sollte ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten gehalten und die Husten- und Nies-Etikette eingehalten werden. Es wird die Benutzung von Einmaltaschentüchern, sowie in die Armbeuge zu niesen und sich dabei von den Mitmenschen wegzudrehen, empfohlen. In Anbetracht der saisonalen Grippewelle seien diese Empfehlungen laut "RKI" aber grundsätzlich überall und jederzeit angeraten.

ak/tu/dpa