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Neuinfektionen sind die neue Kennzahl in der Corona-Krise: Nach rapide steigenden Zahlen im März zeigten die Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen Lungenvirus "Sars-CoV-2" im April ihre Wirkung: Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus erkrankten Menschen in Deutschland sinkt - wenn man die Neuinfektionen betrachtet. Seit dem 2. April sinken die Zahlen in diesem Bereich stark. Bund und Länder haben weitreichende Lockerungen der Einschränkungen angekündigt - immer mehr Bereiche kehren zu einer Art Normalität zurück. 

Virologen warnen vor einer zweiten Welle der Infektionen, daher haben Bundesregierung und die Bundesländer beschlossen, trotz der Lockerung der Maßnahmen, regional gegebenenfalls Maßnahmen wieder zu verschärfen. Bei uns finden Sie die aktuelle Lage in Bayern auf einen Blick.  

Corona-Neuinfektionen der letzten 7 Tage: Welche Landkreise erreichen die Obergrenze? Landkreise und Städte weit unter kritischem Wert

Wir haben bei unseren Zahlen und Grafiken inzwischen unseren Fokus auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage gelegt. Das bayerische Kabinett hat am 19. Mai den Grenzwert für Neuinfektionen auf 35 Fälle pro 100.000 Einwohner herabgesetzt. Ursprünglich hatten sich Bundesregierung und Bundesländer am 6. Mai 2020 auf eine Obergrenze von 50 geeinigt. Steigen die Zahlen über den festgelegten Wert, muss die Stadt oder der Landkreis handeln und ein Konzept zur Eindämmung vorlegen und umgehend umsetzen.

Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick (Stand 27. Juni 2020, 17.00 Uhr)

  • Die meisten Neu-Infizierten der letzten sieben Tage gibt es in Coburg in Oberfranken. Hier liegt der Wert bei 19,39. Zeitweise lag der Wert in dieser Region sogar bei einem Wert von über 40. Allerdings ist der Wert seit Wochen stark rückläufig. Welche Maßnahmen hierfür vor Ort ergriffen wurden, lesen Sie im Corona-Ticker zur Region Coburg

    Im dazugehörigen Landkreis ist die Lage vergleichsweise entspannt. Dort liegt der Wert bei 6,90. 

  • Aus fränkischer Perspektive sind zahlreiche Regionen auf einem guten Weg durch die Corona-Krise. In insgesamt zwölf Städten und Landkreisen liegt der Wert bei 0,0 in den letzten sieben Tagen.

    Das sind folgende: Stadt Aschaffenburg, Kreis Main-Spessart, Kreis Bad Kissingen, Kreis Rhön-Grabfeld, Kreis Bad Kissingen, Kreis Ansbach, Stadt Bamberg, Kreis Forchheim, Kreis Bayreuth, Kreis Bayreuth, Kreis Hof, Stadt Hof

  • Laut Angaben des "Robert-Koch-Instituts (RKI)" wurden in Bayern bislang 48.262 Menschen positiv auf "Sars-CoV-2" getestet. 2591 Corona-Infizierte im Freistaat sind gestorben. 

    In Deutschland sind insgesamt 193.243 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bayern liegt damit auf Platz 1 des Infektionsgeschehens in den Bundesländern, noch vor Nordrhein-Westfalen (NRW) mit 42.571 Fällen und Baden-Württemberg mit 35.530 Fällen (Stand: 27. Juni 2020, 15.00 Uhr). "Alle aktuellen Daten des "RKI" finden Sie hier.

Fallzahlen in Deutschland nach Tag - inklusive Genesenen und Todesfällen

Im Folgenden haben wir die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität genommen, um auch die Zahl der Genesenen darzustellen. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts verwenden wir für die restlichen Grafiken auf dieser Seite, diese sind meistens weniger aktuell, da sie nur einmal pro Tag aktualisiert werden. Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Die Zahl der Neuinfektionen geht täglich zurück, am 27.04.2020 waren es nur rund 1.600 neue bekannte Fälle
  • Die Zahl der Genesenen geht ebenfalls zurück, ist aber stetig etwa doppelt so hoch wie die Zahl der Neuerkrankungen
  • Die Zahl der neuen Todesfälle bleibt stabil um etwa 200 pro Tag 

Neben den reinen Fallzahlen in ganz Deutschland haben wir für Sie auch die Zahlen auf Franken heruntergebrochen - diese beruhen wie erwähnt auf jenen des Robert-Koch-Instituts und werden einmal pro  Tag aktualisiert. Sie sehen in unserer Grafik die Anzahl der bisherigen Fälle pro Stadt oder Landkreis in Franken pro 100.000 Einwohner.

Die meisten Menschen, die an Covid-19 sterben, sind über 60 Jahre alt, oft sogar über 80 Jahre. Wie sich die Zahl der Todesfälle nach Alter und Landkreis in Franken verteilt, haben wir in der folgenden Grafik für Sie dargestellt: 

Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Die meisten Todesfälle geschehen in der Altersgruppe über 80
  • In der Altersgruppe zwischen 35 und 59 sind es etwa 15 Todesfälle (Stand: 28.04.2020)
  • Am meisten Menschen zwischen 60 und 79 sind im Landkreis Fürth gestorben

Was bei Alter und Geschlecht der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 sterben, auffällt, ist, dass es zumeist ältere Menschen sind. Oft haben sie Vorerkrankungen. An den Zahlen für ganz Bayern sieht man, dass es aber auch deutliche Unterschiede beim Geschlecht gibt. 

Wichtigste Erkenntnisse: 

  • Männer sterben  häufiger, während sie mit dem Coronavirus infiziert sind und an Covid-19 leiden.
  • Bei der Altersgruppe über 80 stellt sich dies anders dar - hier ergibt sich der Unterschied schlicht aus der höheren Lebenserwartung von Frauen. 

Die Zahl der Erkrankten ist in der Altersgruppe zwischen 35 und 59 höher als in der Gruppe der Menschen über 60, jedoch sterben diese häufiger an Covid-19. Warum in Deutschland, einem der durchschnittlich ältesten Länder der Welt, dennoch im Vergleich recht wenige Menschen sterben, verwundert auf den ersten Blick - hierfür gibt es jedoch eine Reihe von Erklärungsansätzen.

Die Auslastung der Intensivstationen in Franken

Besonders entscheidend dafür, wie wir als Gesellschaft durch die Coronakrise kommen, ist das Gesundheitssystem. Zu Beginn der Krise war die große Frage, wie viele der damals 28.000 Intensivbetten in Deutschland belegt sein würden. Um die Ressourcen entsprechend sinnvoll zu verteilen, ist es inzwischen Pflicht, dass Kliniken täglich die Zahl ihrer freien Betten beim Deutschen Intensivregister eintragen. Dabei werden die Intensivkapazitäten nach "Low care", "High care" und "ECMO" unterschieden.

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Vor allem die beiden letzteren Kategorien sind entscheidend für die Behandlung von Covid-19-Patienten, da diese Betten mit Beatmungsmöglichkeiten beinhalten. Sind die Betten in der Kategorie "Low Care" belegt, heißt dies aber natürlich nicht, dass "normale" Intensivfälle nicht behandelt werden können. Einen Überblick zu den Intensivbetten in Bayern haben wir in einem separaten Artikel zusammengestellt. In der folgenden Karte sehen Sie die Auslastung der Intensivstationen in Franken: