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Corona-Pandemie

Kitas in Bayern: So soll es weitergehen

Die Staatsregierung informiert über neue Corona-Details zum Bildungssektor in Bayern: Die Pressekonfernez im Live-Ticker.
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Auswirkungen des Coronavirus: Am 16. März waren vorerst alle Schulen und Kitas in Bayern geschlossen worden. Seit dem 27. April durften die ersten Schüler wieder die Schule besuchen, schrittweise sollen alle wieder in den Unterricht zurückkehren können. Kitas werden ebenfalls schrittweise geöffnet.

Die Zahl der Fälle in Bayern und Deutschland steigt weiter - aktuelle Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveticker.

Update vom 21.07.2020, 13.45 Uhr: So geht es in bayerischen Kitas weiter

Ab dem 1. September 2020 sollen Krippen, Kindergärten und Horte in Bayern wieder zum Regelbetrieb zurückkehren. Das ist allerdings abhängig vom Infektionsgeschehen im Freistaat. Das gab Familienministerin Carolina Trautner am Dienstagmittag bekannt. 

Änliche wie im Fall der Schulen existiert auch für Betreuungeinrichtungen für Kinder ein sogenannter Drei-Stufen-Plan, falls es zu einer zweiten Corona-Welle kommt. 

  • Stufe 1: Regelbetrieb bei stabilem Infektionsgeschehen.
  • Stufe 2: Regelbetrieb mit lokal beziehungsweise regional begrenzten Beschränkungen. In eingeschränkten Betrieben ist auf diese Weise Betrieb in kleineren Gruppen möglich. 
  • Stufe 3: Notbetreuung in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen in Bayern. 

Trautner ging zudem auf die Frage, die viele Eltern beschäftigt, ob verschnupfte Kinder am Regelbetrieb teilnehmen dürfen, ein. "Wir wollen zu Beginn des Regelbetriebs ein bisschen vorsichtiger sein", so die Ministerin. Derzeit werde ein Leitfaden-Katalog entwickelt, der den Erziehern als Orientierung dienen soll. Denn: Die Erzieherinnen und Erzieher sind letztendlich die Entscheidungsinstanz, die veranlasst, ob ein verschnupftes Kind nach Hause gehen muss oder nicht in der Kita bleiben kann. 

Die Familienministerin betonte, dass das immer in Absprache und Zusammenarbeit mit den Eltern geschehen müsse. Der entwickelte Katalog bezieht sich auf alle Möglichkeiten von Infektionskrankheiten, nicht nur Corona. 

Update vom 21.07.2020, 13.00 Uhr: Neue Corona-Details zu Kitas in Bayern

Wie geht es weiter mit Kindertagesstätten in Bayern? Die Bayerische Staatsregierung informiert darüber bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag (21. Juli 2020). inFranken.de berichtet live davon. 

++ 13.30 Uhr: Aktuell wird ein Leitfaden entwickelt, wie bei verschnupften Kindern zu Beginn des Regelbetriebs vorgegangen werden soll - auch bezüglich aller Infektionskrankheiten.  Die letzte Instanz der Entscheidung ist in jedem Fall der Erzieher, allerdings in Zusammenarbeit mit den Eltern. 

++ 13.24 Uhr: "Wir wollen zu Beginn des Regelbetriebs ein bisschen vorsichtiger sein", so Trautner zur Diskussion ob Kinder mit Schnupfen im Herbst in die Kita kommen darf.  Ab dem 1. September 2020 soll der Regelbetrieb beginnen und neue Maßstäbe gesetzt werden, die sich von den aktuellen Corona-Bedingungen unterscheiden. Die derzeitigen Maßstäbe dienen dem Schutz der Erzieherinnen und Erzieher, so Trautner. 

++ 13.22 Uhr: Nun spricht Carolina Trautner, Ministerin für Familie und Soziales. 

++ 13.15 Uhr: Der Ausbau der Reihentestungen in Bayern läuft. Beispielsweise sind in dieser Woche noch die Tests auf den bayerischen Schlachthöfen aktiv. Täglich werden rund 20.000 Werkstests im Freistaat gemacht.  

++ 13.13 Uhr: Nun spricht Gesundheitsministerin Melanie Huml. 

++ 13.09 Uhr: Zwar gebe es immer wieder lokale Hot-Spots, wie in Altenheimen. Allerdings sei es ein positives Signal, dass es keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen in Bayern gebe. 

++ 13.08 Uhr: "Wir sind weiterhin mitten in der Pandemie", betont Herrmann. Zudem weist er auf die intensive Nachverfolgung von aktuellen Corona-Fällen hin. Derzeit sei die Lage in Bayern stabil, aber man mache sich Sorgen bezüglich von Urlaubsrückkehrern. 

++ 13.05 Uhr: Staatskanzleichef Florian Herrmann spricht

Alle aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise und die Pandemie allgemein finden Sie im News-Ticker von inFranken.de.

Update vom 19.07.2020, 18.15 Uhr: Söder zweifelt an regulärem Unterricht nach Sommerferien

 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Corona-Situation in Teilen Europas Zweifel angemeldet, ob die Schule in Bayern nach den Sommerferien tatsächlich wieder regulär starten kann. "Ich sag' Ihnen ganz offen, ich bin noch nicht so überzeugt, dass es einen ganz normalen Regelunterricht geben wird", sagte Söder am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Er betonte: "Wir müssen uns auch Alternativkonzepte überlegen, ein abgestuftes System, für den Fall, dass es wieder schlimmer wird."

Ziel der Staatsregierung ist es eigentlich, nach den Sommerferien wieder zum täglichen Präsenzunterricht für alle Schüler zurückzukehren - nach langem Corona-Ausnahmezustand. Zunächst waren die Schulen wochenlang komplett geschlossen. Und bis zu den Ferien findet der Unterricht für die allermeisten Schüler in Bayern nun lediglich im Wechsel in kleineren Gruppen statt.

Die Staatsregierung hatte zuletzt bereits angekündigt, sich für den Herbst mit mehreren Alternativkonzepten für unterschiedliche Corona-Lagen zu wappnen.

Update vom 23.06.2020, 15.00 Uhr: Das ist der Corona-Fahrplan für Schulen in Bayern

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat am Dienstagmittag (23. Juni 2020) den weiteren Fahrplan des Bildungssektors in Bayern vorgestellt. Dabei standen die Schulen des Freistaats im Fokus.

inFranken.de fasst kompakt zusammen, über welche Details der Minister gesprochen hat: 

  • Ab Dienstag (8. September 2020) soll in Bayern der  Regelbetrieb in Schulen starten. Dieser sieht konkret vor, dass alle Schüler in den Präsenzunterricht zurückkehren. "Heute in elf Wochen beginnt das neue Schuljahr", so der Kultusminister. 

    Piazolo betonte, dass das Abstandgebot von 1,5 Metern zu diesem Zeitpunkt in den Schulen nicht mehr eingehalten werden könne. Auf diese Tatsache will Staatsregierung mit deutlich mehr Corona-Tests regieren. Sowohl Schüler als auch Lehrer sollen davon betroffen sein. Er fügte hinzu, dass es sich dabei um "Szenario 1" handle, der optimalen Option. 

  • Neben der Wunschvariante hat die Staatsregierung allerdings auch drei Alternativpläne aufgesetzt. "Szenario 2" sieht vor, auf Wechselunterricht zu setzen, wie aktuell. "Szenario 3" beinhaltet lokalen Distanzunterrich, je nach Infektionsrisiko im jeweiligen Landkreis. "Szenario 4" ist die extremste Möglichkeit: Darin würde bayernweiter Distanzunterricht stattfinden - beispielsweise im Fall einer zweiten Corona-Welle im Freistaat.

Alle weiteren Details lesen Sie im Live-Ticker von inFranken.de nachfolgend. 

Update vom 23.06.2020, 12.50 Uhr: Live: Corona-Fahrplan für Schulen

Die Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Bildungssektor sind Hauptthemen bei der Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag (23. Juni 2020). Primär soll es dabei um den Schulunterricht nach den Sommerferien gehen. Aber auch die Ferienbetreuung soll thematisiert werden, da viele Eltern in Bayern bereits ihren Jahresurlaub verbraucht haben. 

Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo treten gegen 13.00 Uhr vor die Öffentlichkeit und informieren über neue Entwicklungen und Details. inFranken.de berichtet live von der Pressekonferenz.:

++ 13.25 Uhr: Nun folgen Fragen von Journalisten - vorerst waren das die neuesten Details der Staatsregierung

++ 13.19 Uhr: Freizeitpädagogisches Ferienprogramm beschlossen. Damit sollen vor allem Kinder der Jahrgänge 2001-2006 versorgt werden. Viele Eltern haben bereits ihren Jahresurlaub aufgebraucht, der normalerweise in den Sommerferien stattgefunden hätte. 

++ 13.18 Uhr: "Wir wollen die Brücke zum nächsten Schuljahr bauen", so der Kultusminister. Dafür seien eine Rehe an Maßnahmen wichtig. 

++ 13.15 Uhr: "Wir wollen den Schub, den Digitalisierung an Schulen in letzter Zeit erfahren hat, mitnehmen", sagt Piazolo. 

++ 13.11 Uhr: Zudem gibt es drei Alternativszenarien der Staatsregierung

  • Alternativsszenario 2: Wechselunterricht wie aktuell
  • Alternativsszenario 3: Lokaler Distanzunterricht
  • Alternativsszenario 4: Bei zweiter Corona-Welle bayernweiter Distanzunterricht

++ 13.09 Uhr: "Ziel ist es einen Regelbetrieb mit Hygienekonzept ab 08.09.2020 zu starten" - das ist "Szenario 1" der Staatsregierung

  • Alle Schüler sollen täglich in den Präsenzunterricht, sprich: vollständige Klassen
  • Abstandgebot von 1,5 Meter kann nicht mehr eingehalten werden
  • Deshalb: Hygiene-Maßnahmen sollen weiterentwickelt werden
  • Und: Schüler und Lehrer sollen regelmäßig getestet werden - insbesondere nach den Sommerferien

++ 13.07 Uhr: Nun spricht Kultusminister Piazolo: "Heute in elf Wochen beginnt das neue Schuljahr."

++ 13.05 Uhr: Söder hat Laschet per SMS Hilfe angeboten. Laschet hat sich dafür bedankt. 

++ 13.02 Uhr: Herrmann kritisiert, dass keine Ausreisebeschränkungen für den Landkreis Gütersloh beschlossen wurden. Deshalb hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, dass Beherbungseinrichtungen in Bayern, wie Hostels oder Jugendherbergen, keine Gäste aus Kreisen oder kreisfreien Städten, die den kritischen Wert der Neuinfektionen der letzten sieben Tage überschreiten, aufnehmen dürfen.

++ 13.00 Uhr: Staatskanzleichef Herrmann (CSU) begrüßt den Lockdown im Landkreis Gütersloh

++ 12.57 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt

++ 12.56 Uhr: Alle Corona-Lockerunge in Bayern finden Sie hier kompakt im Überblick.

++ 12.54 Uhr: Zuletzt hat sich Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité zu möglichen Schulöffnungen geäußert. Hier lesen Sie, was er davon hält. 

Update vom 18.06.2020, 08.00 Uhr: Drosten äußert Bedenken zu Schul- und Kitaöffnungen

Der Virologe Christian Drosten hat seine gemischten Gefühle gegenüber der kompletten Schul- und Kitaöffnungen zuletzt in seinem Podcast "Das Coronavirus-Update" geäußert. Die Maßnahmen haben sich bereits gelockert. Viele Kitas befinden sich bereits im eingeschränkten Regel- oder vollständigem Betrieb. Auch in den Schulen drücken schon einige Kinder wieder die Schulbank. 

Er betonte, es sei für ihn verständlich, dass Kitas und Schulen aufgrund des Kindeswohls und der fehlenden Arbeitskraft der Eltern wieder geöffnet werden müssen. Bei den vollständigen Öffnungen gehe es "nicht um das ob, sondern um das wie". Darüber müsse sich die Politik nun Gedanken machen, so Drosten im Podcast des NDR.

Eine entscheidende Rolle spiele dabei die Diskussion, ob die Kinder und Jugendlichen das Coronavirus "Sars-CoV-2" mit der gleichen Häufigkeit bekommen und weiter übertragen, wie Erwachsene, so der Virologe der Berliner Charité. Dazu gebe es unterschiedliche Meinungen, ergänzte er. Der Virologe ist der Überzeugung, dass es keinen Unterschied bei der Infektiosität von Kindern und Erwachsenen gibt. Er empfiehlt auf die Studien aus Schweden zu schauen.

Während in Deutschland der Schul- und Kita-Betrieb komplett heruntergefahren wurde, wurde in Schweden weitgehend alles weiterhin geöffnet. "Trotzdem wird dort erzählt, dass immer die Hälfte der Kinder gerade mit einer Art Schnupfenkrankheit krank war", sagte Drosten. Die wissenschaftlichen Daten aus Schweden seien aber besonders gut. Forscher aus Schweden kommen zu dem Schluss, dass 7,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von 19 Jahren erkrankt waren. Bei den Erwachsenen bis 65 Jahre waren es hingegen 6,5 Prozent. 

Das bedeutet nicht, dass er für eine weitere Schließung plädiert. "Wir müssen die Schulen öffnen - aber sehenden Auges," so Drosten. Riesenausbrüche müsse man verhindern. So könne es möglich sein, dass nicht die ganze Schule bei einem Ausbruch unter Quarantäne gestellt werden muss, sondern hier und da mal eine einzelne Klasse.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwochabend (17. Juni 2020) angekündigt, dass alle Schulen in Deutschland definitiv nach den Sommerferien wieder öffnen sollen. Bedingung dafür sei allerdings, dass sich das Infektionsgeschehen weiter wie aktuell verhalte, so Merkel auf der Pressekonferenz. 

Update vom 12.06.2020, 12.00 Uhr: Kindergarten- und Kitalockerungen stellen Einrichtungen vor Probleme

Ab Montag, dem 15. Juni, soll die Notfallbetreuung in Kindergärten und Kitas weiter gelockert werden. Durch die neuen Regelungen dürfen ab kommendem Montag etwa 80 Prozent aller Kinder wieder zurück in ihre Einrichtungen. Doch die Neuerungen stellen Kitas und Kindergärten vor Probleme.

Durch das umfangreiche Hygienekonzept wird deutlich mehr Personal benötigt, als üblich. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärt Brigitte Schmalz, Leiterin des Evangelischen Haus für Kinder in Weilheim, dass die Betreuung der vielen Kleingruppen schlichtweg nicht möglich sei. Da die Betreuer und Erzieher nicht zwischen den Gruppen wechseln dürfen, fehle es an der nötigen Arbeiterschaft. 

Von Seiten der Pädagogen muss sich der Freistaat deshalb immer wieder fehlende Solidarität gegenüber den Erzieherinnen und Erzierhen vorwerfen lassen. In einem Interview mit dem bayerischen Rundfunksender B5 äußerte sich die bayerische Familienministerin Carolina Trautner (CSU) zu der Kritik an den Hygiene-Regeln für Kitas und Kindergärten in Bayern: "Es ist uns natürlich bewusst, dass das im Kindergarten eine ganz besondere Situation ist: Weil die Kinder keinen Abstand halten können, weil die Erzieher sich nicht schützen können mit einer Mund-Nasen-Bedeckung. Und deshalb haben wir ja auch unterstützend Hygienekonzepte entwickelt, die wir den Kitas an die Hand geben." Außerdem habe man immer versucht den bayerischen Weg zu gehen und es gebe nirgendwo eine Lockerung ohne Beschränkung.

Update vom 10.06.2020, 11.30 Uhr: Vollständige Erffönung des Unterrichtsbetriebs nach Pfingstferien - weitere Lockerungen bei Kitas und Kindergärten

Der Fahrplan des "Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus" soll weiter verfolgt werden. Seit dem 11. Mai wurde der Präsenzunterricht an deutschen Schulen nach und nach wiederbelebt. Zunächst war es nur bestimmten Jahrgangstufen der Grund- und weiterführenden Schulen erlaubt, Unterricht abzuhalten. 

Am Montag nach den Pfingstferien (15. Juni 2020)  soll nun auch, unter Vorbehalt der weiterhin positiven Entwicklung der Infektionszahlen, der Präsenzunterricht für die restlichen Jahrgangstufen wieder aufgenommen werden. Auch hier wird ein "wochenweise gestaffelter Unterrichtsbetrieb" die Regel sein, heißt es auf der Homepage des "Kultusministerium Bayern". Im Unterricht gelten selbstverständlich die selben Regulierungen, wie bisher auch: Höchstens 15 Schüler pro Klasse, Sicherheitsabstand, keine Gruppenarbeiten und regelmäßiges Durchlüften.

Auch für Kindergärten sind ab dem 15. Juni weitere Lockerungen geplant. Laut Ministerium soll die Notbetreuung weiter ausgebreitet werden, sodass auch  jene Kinder wieder in den Kindergarten dürfen, die erst im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden. Bisher durft nur Vorschulkinder betreut werden. Die gleiche Regelung soll auch für Kinder gelten, welche vor dem Übergang von der Krippe in den Kindergarten stehen - sie dürfen die Krippe wieder besuchen.

Durch die Lockerungen dürfen rund 80 Prozent aller Kinder ab dem 15. Juni wieder in ihre Betreuung zurück. Zum 1. Juli soll es möglich sein, alle Kinder wiederaufzunehmen.

Update vom 26.05.2020, 14.10 Uhr: Söder stellt nach den Sommerferien normalen Schulbetrieb in Aussicht

Coronavirus-Lockerungen in Bayern - Schulen und Kitas: Nach den Pfingstferien will die Staatsregierung Bilanz im Bildungssektor ziehen. Söder sagte, dass ein schulischer Regelbetrieb nach den Sommerferien vorstellbar sei. Bedingung sei allerdings, dass es keine zweite Coronavirus-Welle gebe. 

Update vom 22.05.2020, 08.30 Uhr: Bayern-SPD will Kita-Öffnungen nach Pfingsten

Die bayerische SPD fordert, dass alle Kindertagesstätten nach Pfingsten geöffnet werden. "Ich fordere, dass nach den Pfingstferien endlich alle Kinder wieder in ihre Kitas zurückdürfen", sagte Doris Rauscher, SPD-Landtagsabgeordnete, zuletzt in München. Für 80 Prozent der Kinder gelte das ohnehin schon, ergänzte sie und fragte: "Warum dann nicht auch für die übrigen 20 Prozent?"

"Das versteht doch kein Mensch mehr." - Doris Rauscher, SPD-Landtagsabgeordnete

In Bayern gibt es derzeit eine Notbetreuung für Kindertagesstätten und Kindergärten. Neben diesen Maßnahmen ist bisher wenig bekannt, wie es im Freistaat weitergehen soll. Rauscher bemängelte die fehlenden Perspektiven. Insbesondere die Dreijährigen stünden dabei im Fokus, für sie noch nichts geregelt. 

"Bis Mitte Juni stehen viele Familien schon seit drei Monaten unter Dauerbelastung - das muss ein Ende haben! Und mit Infektionsschutz lässt sich diese willkürliche Gängelung der Familien durch die Staatsregierung ohnehin nicht mehr begründen", betonte 53-Jährige, die Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag ist. 

Sie sorge sich um die seelische und soziale Entwicklung der kleinen Kinder, die in einer entscheidenden Entwicklungsphase bereits seit geraumer Zeit ohne Gleichaltrige aufwachsen müssten, so Rauscher. 

Update vom 20.05.2020, 12.41 Uhr: Eltern, sollen länger Lohnfortzahlung erhalten

Der Staat will Eltern, die wegen geschlossener Schulen und Kitas nicht zur Arbeit können, länger als bisher Lohnersatz zahlen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (20.05.2020) eine entsprechende Ausweitung der geltenden Regelung auf den Weg gebracht, die Ende März wegen der Corona-Pandemie beschlossen worden war.

Die Verdienstausfallentschädigung soll künftig pro Elternteil für maximal zehn Wochen statt wie bisher sechs Wochen gezahlt werden. Alleinerziehende Eltern sollen sogar Anspruch auf bis zu 20 Wochen Entschädigung haben, kündigte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) im ZDF-«Morgenmagazin» an. «Das ist ein ganz wichtiger Schritt, um finanzielle Sicherheit zu geben», sagte sie. Die SPD hatte sich in der Koaltion dafür schon länger eingesetzt. Zum Wochenbeginn hatten sich auch CDU und CSU dafür ausgesprochen. Die Änderungen müssen noch durch Bundestag und Bundesrat.

Bisher galt: Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann und deshalb kein Geld verdient, erhält bisher für maximal sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung, höchstens 2016 Euro im Monat. Der Arbeitgeber zahlt das Geld aus und kann es sich von den Behörden erstatten lassen.

Unterdessen mehren sich Rufe nach mehr Tempo bei der Öffnung von Schulen und Kitas. «Wenn vier medizinische Fachgesellschaften dazu aufrufen, Kitas und Schulen vollständig zu öffnen, muss die Politik so schnell wie möglich reagieren», sagte FDP-Chef Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Medizinerverbände, darunter der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, hatten sich in einer gemeinsamen Stellungnahme für eine umgehende Komplettöffnung von Kindergärten und Schulen ausgesprochen.

Familienministerin Franziska Giffey hat die Ausweitung des Lohnersatzes für Eltern wegen der Corona-bedingten Kita- und Schulbeschränkungen als «Übergangslösung» bezeichnet. Parallel müssten weitere verantwortungsvolle Schritte für mehr Kita-Öffnungen gegangen werden, wie es in vielen Bundesländern bereits geschehe, sagte sie am Mittwoch in Berlin. In den Ländern gibt es unterschiedliche Pläne. Sachsen etwa hatte zu Wochenbeginn Kitas und Grundschulen wieder geöffnet.

Wochenlang waren in ganz Deutschland Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Seit Ende April wurde der Schulbetrieb stufenweise wieder aufgenommen. Schüler werden abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet und in kleinere Gruppen eingeteilt, um die Abstandsregeln einzuhalten. In den Kitas wird derweil die Notbetreuung weiter ausgeweitet. Wann sie in den Regelbetrieb zurückgehen, entscheiden die Bundesländer selbst, ebenso über das weitere Vorgehen an den Schulen. In Sachsen sind Grundschulen und Kindergärten für alle seit Wochenbeginn wieder geöffnet. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Update vom 20.04.2020: Keine Kita-Gebühren  in Bayern

Bayerische Eltern müssen für mindestens drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (20. April 2020) in einer Regierungserklärung an. 

Hintergrund dieser Entscheidung sei, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, so der 53-Jährige. 

Update vom 15.03.2020: Ab Montag, 16.03.2020 alle Schulen geschlossen

Bedauerlicherweise entwickelt sich der Prozess um COVID-19 sehr dynamisch. Daher wird der Unterrichtsbetrieb an den Schulen ab Montag, den 16. März bis einschließlich der Osterferien eingestellt.

inFranken.de berichtet an dieser Stelle, wie es mit den Schulschließungen weitergeht und hier erfahren Sie auch, wenn und wann die Schulen wieder öffnen.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo zur Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen bis einschließlich der Osterferien: "Ich möchte mich herzlich bei unseren Lehrkräften bedanken. Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit, die uns viel Flexibilität abverlangt. Mein Eindruck ist, dass die Schulen sehr umsichtig mit der Situation umgehen."

Aus der Allgemeinverfügung ergibt sich, dass Schülerinnen und Schüler dem Unterricht und jeglicher sonstigen schulischen Veranstaltung i.S.d. Art. 30 S.1 BayEUG ab Montag, den 16.03.2020 bis einschließlich Sonntag, den 19.04.2020 (Ende der Osterferien) fernbleiben müssen; die Nichtteilnahme am Unterricht ist damit entschuldigt, § 20 Abs. 1 BaySchO. Die Allgemeinverfügung gilt auch für die Studierenden an den Staatsinstituten.

Angesichts dieses längerfristigen Zeitraums müssen jedoch alle Möglichkeiten genutzt werden, die den Schulen sowie den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, um diesen Unterrichtsausfall aufzufangen.

Solange Schulveranstaltungen eingestellt sind, werden auch keine Schülerpraktika bzw. Betriebspraktika von Schülerinnen und Schülern gefordert. Dies gilt für die Staatsinstitute entsprechend. Die Einzelheiten werden von den zuständigen Stellen vor Ort geklärt.

Nichtschulische Nutzungen des Schulgebäudes sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Sachaufwandsträger können eigenverantwortlich über die nichtschulische Nutzung der Gebäude entscheiden.

Ursprungsmeldung vom 08.03.2020: Schulschließungen im Überblick

Welche Schulen aufgrund des Coronavirus geschlossen haben, tragen wir für Sie aktuell in diesem Artikel zusammen. Wir aktualisieren ihn, wenn es neue Meldungen zu Schließungen und Öffnungen aufgrund der gefährlichen Lungenkrankheit gibt. (Stand: 13.03.2020, 05.45 Uhr)

Oberfranken

  • Landkreis Forchheim: Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt bleibt bis zum 20.03.2020 geschlossen
  • Kulmbach: Das Caspar-Vischer-Gymnasium hat ab dem 13.03.2020 wieder regulär geöffnet
  • Am Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof fällt der Unterricht bis zum 13.03.2020 aus
  • Die Realschule Pegnitz bleibt ab dem 09.03.2020 bis einschließlich 18.03.2020 geschlossen
  • Der Unterricht an der Graf-Botho-Grund- und Mittelschule Pottenstein läuft ab dem 13.03.2020 wieder regulär
  • Die Grund- und Mittelschule Eckersdorf bleibt bis 20.03.2020 geschlossen
  • Bayreuth: Die Jean-Paul-Grundschule ist bis zum 13.03.2020 vorübergehend geschlossen.
  • In der Maria-Ward-Schule Bamberg sind die 7. Klassen für zwei Wochen vom Unterricht befreit

Mittelfranken

  • Labenwolf Gymnasium Nürnberg - bis Freitag, 13.03.2020
  • Rudolf-Steiner-Schule bis zum 13.03.2020 - die Kita ist geöffnet
  • Leopold-Ullstein-Realschule Fürth - bis 22.3.2020
  • Franconian International School Erlangen - bis Freitag, 13.03.2020

Unterfranken

Bis jetzt sind auch drei Kitas in Oberfranken vorübergehend geschlossen. Eltern werden benachrichtigt, sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird.

  • Pottenstein: KiTas "Rasselbande" und "St. Kunigund"
  • Elbersberg: KiTa "St. Christophorus"
  • Kirchenbirkig: „Johannes-der-Täufer“

Sollten alle Schulen in Deutschland geschlossen bleiben? Unser Redakteur Rupert Mattgey schreibt in seinem Kommentar zum Coronavirus und Schulschließungen, warum es höchste Zeit dafür ist.

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jgö/tu