• Das Immunsystem von Krebspatienten ist geschwächt
  • Es werden nicht ausreichend Antikörper gebildet 
  • Eine Impfung kann trotzdem helfen 

Für bestimmte Krebspatienten kann sich die Impfung gegen Covid-19 lohnen. Doch nicht bei allen Krebsarten funktioniert es. Wann die dritte Impfung besonders wichtig ist - und was es noch zu beachten gibt.

Können sich Krebspatienten gegen Corona impfen lassen?

Krebspatienten haben in der Regel ein geschwächtes Immunsystem, wodurch sie in der Folge schneller und schwerer von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen sein können, so zumindest laut Experten. Grundsätzlich wird jedoch auch Krebspatienten eine Corona-Impfung empfohlen, inklusive der Booster-Impfung. 

Der durch die Impfung ausgelöste Schutz kann bei immunsupprimierten Patienten jedoch geringer ausfallen. Vor allem Patienten nach B-Zell-Depletion und nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation wird empfohlen, einen zeitlichen Abstand von drei bis sechs Monaten bis zur COVID-19-Impfung zu wahren. 

Für andere Therapiesituationen gibt es bislang noch keine spezifischen Erkenntnisse hinsichtlich der Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen. 

Wie sieht es beim Boostern aus?

Auch oder vor allem die Booster-Impfung wird für Krebspatienten empfohlen, da diese Personen aufgrund ihrer schwächeren Abwehrkräfte erst nach der dritten Impfungen einen ausreichenden Immunschutz bilden. Das wurde zuletzt von Forschenden der Medizinischen Universität Wien bewiesen. 

Innerhalb der Studie wurde das Blut von 439 Krebspatienten auf Anti-SARS-CoV-2-Spike-Protein-Antikörper untersucht, vor und nach der dritten Impfdosis. Eine Analyse ergab, dass die Antikörper zwischen drei und sechs Monaten nach der zweiten Impfung stark abnahmen, vor allem bei Personen mit soliden Tumoren und bei Menschen mit hämatologischen Malignomen ohne Anti-B-Zell-Therapie. 

Nach der dritten Booster-Dosis stiegen die Antikörperspiegel wieder rasant an und kamen zum ersten Mal auf ein gutes Niveau, welches auch die Krebspatienten wirklich schützt. 

Welche Rolle spielt hier das Immunsystem?

Es ist vor allem die Chemotherapie, welche das Immunsystem bei Krebspatienten schwächt. Dieses ist anschließend nicht mehr in der Lage, auf Grundlage einer einfachen Impfung genügend Antikörper zu bilden.

Die bei einer Chemotherapie verabreichten Medikamente wirken sich nicht nur auf die Krebszellen aus, sondern auch auf die Zellen, welche sich häufig teilen. Dazu zählen auch die Abwehrzellen im Knochenmark und es kann passieren, dass vom Körper über einen gewissen Zeitraum hinweg, kaum Immunzellen gebildet werden. 

Doch nicht jede Chemotherapie beeinträchtigt das Immunsystem, sondern es gibt noch weitere Faktoren, die zu einer Schwächung beitragen. So spielen auch die Krebsart, Begleiterkrankungen und weitere Krebstherapien eine wichtige Rolle

Leukämie und Lymphome: Worauf gilt es zu achten?

Bei Personen, die an hämatologischen Krebsformen leiden, werden auch nach der Booster-Impfung nicht ausreichend Antikörper gebildet. Dazu gehören unter anderem Leukämie und Lymphome.

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Diese Menschen erhalten eine Behandlung, bei der gerade die Zellen gehemmt werden, welche die benötigten Antikörper eigentlich entwickeln sollten. 

Betroffene Personen sollten aufgrund des mangelnden Schutzes besonders vorsichtig sein, was soziale Kontakte und Hygienemaßnahmen angeht. Es können jedoch bestimmte Arzneimittel eingenommen werden, welche die Vermehrung des Virus hemmen. Auch künstlich hergestellte Antikörper lassen sich intravenös verabreichen. 

Fazit

Die Impfung wird also auch für Krebspatienten empfohlen, auch wenn der Immunschutz geringer ausfallen kann. Vor allem die Booster-Impfung zeigt positive Auswirkungen. Dabei gilt es jedoch die Art der Chemotherapie zu beachten, da sich nicht jede negativ auf die Immunzellen auswirkt. 

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