Überblick - In diesem Artikel finden Sie:

Das Coronavirus "Sars-CoV-2" hält die Welt nach wie vor in Atem. Ein Überblick über die Lage in Franken, Deutschland und der ganzen Welt im Ticker von inFranken.de. Sie wollen einen Mundschutz online bestellen? Hier gibt es günstige Corona-Masken.

Update vom 29.10.2020, 10.20 Uhr: Kubicki fordert dazu auf, rechtliche Mittel gegen Corona-Maßnahmen einzulegen

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat Betroffene aufgerufen, rechtliche Mittel gegen stark einschneidende Corona-Maßnahmen einzulegen. "Ich halte die aktuellen Beschlüsse in Teilen für rechtswidrig. Wenn die Runde der Regierungschefs Maßnahmen verabredet, die bereits mehrfach von Gerichten aufgehoben wurden, wie das Beherbergungsverbot, dann ignorieren die Beteiligten bewusst die Gewaltenteilung. Ich rufe alle Betroffenen auf, rechtliche Mittel gegen diese Maßnahmen einzulegen", sagte Kubicki der "Rheinischen Post" am Donnerstag (29. Oktober 2020). 

FDP-Generalsekretär Volker Wissing ergänzte gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Das sind sehr weitreichende Grundrechtseingriffe. In verfassungsrechtlicher Hinsicht ist das ein Ritt auf Messers Schneide."

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, die zweite Corona-Infektionswelle mit strengen Kontaktbeschränkungen für die Bürger und einem weitgehenden Herunterfahren aller Freizeitaktivitäten brechen zu wollen. Alles zu den neuen Maßnahmen ab 2. November 2020 lesen Sie hier.

Update vom 29.10.2020, 08.00 Uhr: Auswirkungen eines Impfstoffs erst später spürbar

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut geht davon aus, dass eine Impfung der gesamten Bevölkerung gegen das Coronavirus auch bei schneller Entwicklung eines Impfstoffs Ende 2021 noch nicht abgeschlossen sein wird. "Es wird längere Zeit dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens sehen werden, dass wir sagen können, jetzt kann wieder Ruhe einkehren", sagte der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Wenn man etwa pro Tag 100 000 Menschen impfen würde, brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen. Dieses Tempo wäre nach Mertens Ansicht bereits eine Herausforderung.

"Der Start der Impfungen darf nicht übereilt passieren: Es kommt nicht darauf an, vier Wochen früher oder später mit dem Impfen anzufangen", sagte der Virologe. Vor allem Transport und Lagerung, die Einrichtung der regionalen Impfzentren und die bundesweit zeitgleiche Dokumentation der Impfungen müssten gut vorbereitet werden, ebenso die Auswertung der Sicherheitsaspekte und des medizinischen Impferfolgs.

Mertens rechnet zudem damit, dass es angesichts eines zunächst knappen Impfstoffs Konflikte über die gerechte Verteilung geben wird. "Es kann auch sein, dass einzelne, die nicht gleich zum Zuge kommen, dagegen klagen werden." Laut Bundesgesundheitsministerium sollen zunächst sogenannte "vulnerable" Gruppen geimpft werden, also Personen mit hohem Gesundheitsrisiko. Mertens kündigte an, dass die ethischen Rahmenbedingungen für die Impfstoffverteilung Anfang nächster Woche veröffentlicht werden sollen. Die Beratungen der Ständigen Impfkommission, des Deutschen Ethikrats und der Leopoldina würden Ende dieser Woche abgeschlossen.

Update vom 29.10.2020, 05.45 Uhr: RKI meldet knapp 17.000 Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16 774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14 964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11 287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10 000 überschritten.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481 013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 29.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10 272. Das RKI schätzt, dass rund 339 200 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 28.10.2020, 17.20 Uhr: Übernachtungsangebote müssen wohl schließen

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei einer Videokonferenz am Mittwoch.

 

Update vom 28.10.2020, 12.00 Uhr: Lauterbach fordert Wohnungs-Kontrollen - Fast 15.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) ruft in Hinblick auf den massiven Anstieg an Corona-Infektionen zu drastischen Maßnahmen auf. "Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können", forderte er im Gespräch mit der Rheinischen Post. 

"Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann", so Lauterbach. Die Unverletzbarkeit der Wohnung dürfe daher kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein. Einen erneuten Lockdown oder "Wellenbrecher-Shutdown", wie ihn der Bund laut einer Beschlussvorlage plant, unterstützte er zudem.

Ein solcher Lockdown mit Ausnahmen wie Kitas und Schulen sei notwendig, um die "massive zweite Welle" zu brechen und einen vollständigen Lockdown wie im Frühjar zu vermeiden. "So ein Wellenbrecher-Shutdown ist unsere letzte Patrone."

Mund-Nasen-Schutz jetzt bei Amazon anschauen

RKI verzeichnet 14.964 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages hat in Deutschland währenddessen einen neuen Rekordwert erreicht: Die Gesundheitsämter haben laut Robert-Koch-Institut 14.964 neue Corona-Fälle gemeldet. Noch vor einer Woche hatte die Zahl noch bei 7595 gelegen.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland lag am Mittwochmorgen bei 464 239, die Zahl der Todesfälle bei 10 183 (85 mehr als am Vortag). Die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag bundesweit bei 93,6. In der Woche zuvor (21.10.) hatte das RKI eine Inzidenz von 51,5 Fällen gemeldet. Nach RKI-Angaben haben rund 70 Prozent der Kreise eine Inzidenz von über 50.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,17 (Vortag: 1,37). Das bedeutet, dass 10 Infizierte knapp 12 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 28.10.2020, 09.00 Uhr: Virologe Drosten hält drei Wochen Lockdown für ausreichend

Der Bund plant für den 4. November drastische Maßnahmen, um das Coronavirus bundesweit in den Griff zu bekommen. Der Virologe Christian Drosten hält einen Lockdown von drei Wochen für ausreichend. Das berichtet der Focus. Der Virus erzwinge bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown, so Drosten. "Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten würden, dann hätte das einen ganz nachhaltigen Effekt. Das würde uns ganz viel Zeit einspielen.“

Bei einem bundesweiten Lockdown von drei Wochen wüssten alle, dass er zeitlich begrenzt ist. Die Inzidenz sei danach erheblich gesenkt und das unter Umständen auch auf lange Frist, so Drosten weiter. Das sei ein Gewinn für alle. Der Virologe sprach sich zudem für Schnelltests bei Infektionen in Menschengruppen aus, berichtet der Focus weiter.

Noch auf der Suche nach einem bequemen Mundschutz? Mit dieser Maske können Sie sich selbst schützen und Gutes tun.

 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.