• Wie viele Menschen leiden unter Nierenerkrankungen?
  • Fünf Alarmsignale deines Körpers bei kranken Nieren - darauf solltest du achten
  • Das kannst du tun, um die Nieren gesund zu halten

Die Nieren sind ein sehr wichtiges Organ des Körpers, das mittels eines komplexen Aufbaus einen Großteil unserer Körperfunktionen reguliert. Sie filtert pro Tag etwa 1.800 Liter Blut und ist dafür verantwortlich, dass Gift- und Abfallschadstoffe umgehend über unseren Urin aus dem Körper ausgeschieden werden. Damit regelt die Niere neben der Entgiftung unseres Körpers den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, den Knochenstoffwechsel und den Blutdruck. Wenn die Nieren jedoch nicht richtig funktionieren, kann das zu erheblichen gesundheitlichen Problemen bis hin zum Tod führen. In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an einer chronischen Nierenkrankheit, etwa zehn Prozent von ihnen benötigt sogar eine Nierentransplantation. Doch bevor es zu einem Nierenversagen kommt oder Nierensteine auftreten, gibt der Körper mehrere Alarmsignale. Handelt man dann schnell und holt sich ärztliche Hilfe, kann man oft schlimme Schäden im Körper verhindern.

Fünf Alarmsignale deines Körpers bei kranken Nieren - auf keinen Fall ignorieren

Leidest du unter bestimmten Symptomen, so deuten diese vermutlich auf eine Nierenerkrankung hin.

Insbesondere fünf Alarmsignale sind typisch bei kranken Nieren:

  • Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen an den Flanken: Diese können insbesondere durch eine starke Harnwegsinfektion oder Nierensteine hervorgerufen werden.
  • Hoher Blutdruck: Steigt der Blutdruck oder lässt sich nur schwer regulieren, deutet das darauf hin, dass die erkrankten Nieren das überschüssige Wasser des Körpers nicht mehr ausscheiden.
  • Schwellungen an den Unterschenkeln oder den Augen: Auch diese Anzeichen verweisen auf überschüssiges Wasser, das sich im Körper ansammelt und für geschwollene Beine oder Schwellungen im Gesicht sorgt.
  • Schäumender Urin: Erkrankte Nieren können nicht mehr die Funktion erfüllen, das Eiweiß im Körper zurückzuhalten. Statt es an unser Blut abzugeben, wird das Eiweiß an den Urin abgegeben. Dadurch schäumt der Urin auf, wenn wir Wasserlassen müssen.
  • Erschöpfung und Muskelschwäche: Funktionieren die Nieren bereits über einen längeren Zeitraum nicht mehr, treten Müdigkeit, Appetitlosigkeit und ein generelles Leistungstief auf. Verantwortlich dafür sind vor allem die sich entwickelnde Blutarmut und eine zunehmende Stoffwechselvergiftung.

Was kannst du für gesunde Nieren tun? Diese Tipps halten sie fit 

Wichtig ist vor allem, bei den ersten Alarmsignalen einer Nierenerkrankung umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Ist eine chronische Erkrankung vorhanden, können eine Dialyse oder schließlich nur noch eine Transplantation helfen. Allerdings gibt es auch viele Erkrankungen, die auch ohne solche Maßnahmen behandelt werden können. Außerdem ist es sinnvoll, dass du regelmäßig etwas für deine Nierengesundheit tust. Bereits einfache Verhaltensweisen helfen, um die Gesundheit deiner Nieren zu unterstützen:

  • Achte auf eine salzarme und abwechslungsreiche Ernährung
  • Vermeide starkes Übergewicht
  • Achte auf einen niedrigen Konsum von Schmerzmitteln, diese können die Funktion der Nieren beeinträchtigen
  • Gebe das Rauchen auf und trinke Alkohol nur in Maßen
  • Bewege dich regelmäßig und lasse deinen Blutdruck kontrollieren

Achtest du auf dich und die Signale deines Körpers, kannst du Nierenkrankheiten vermeiden und rechtzeitig handeln.