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Anzeichen bei Prostatakrebs: Bei diesen Symptomen sollten Männer zum Arzt gehen

Bei Prostatakrebs kann es lebensrettend sein, erste Symptome zu erkennen und schnell zu reagieren. Hoffnung gibt zudem ein Forscherteam aus Heidelberg: Die Ärzte haben einen neuen Wirkstoff gegen Prostatakrebs entwickelt. Hier gibt es alle wichtige Informationen zu Prostatakrebs.
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Männer können selbst viel für ihre Prostatakrebs-Vorsorge leisten. Denn: Viele Symptome von Prostatakrebs sind auch für Laien zu erkennen. Hier sind die wichtigsten Anzeichen für eine Prostatakrebs-Erkrankung. Symbolbild: Axel Heimken/dpa
Männer können selbst viel für ihre Prostatakrebs-Vorsorge leisten. Denn: Viele Symptome von Prostatakrebs sind auch für Laien zu erkennen. Hier sind die wichtigsten Anzeichen für eine Prostatakrebs-Erkrankung. Symbolbild: Axel Heimken/dpa

Prostatakrebs erkennen, schnell reagieren, Heilungschancen verbessern: Die Krebserkrankung ist in Deutschland weit verbreitet. Knapp drei von hundert Männern sterben daran. Erste Symptome von Prostatakrebs zu erkennen und schnell zu reagieren, kann Leben retten. Von allen Krebsarten, die bei Männern in Deutschland diagnostiziert werden, ist Prostatakrebs die häufigste. Ein Viertel der männlichen Patienten, die neu erkrankt sind, leidet an dieser Krebsart.

Die Heilungschancen stehen gut, wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird. Dabei gibt es bestimmte Symptome, die sich ganz einfach selbst feststellen lassen. Wer diese Symptome bei sich feststellt, sollte einen Urologen aufsuchen.

Die häufigsten Anzeichen von Prostatakrebs: Darauf müssen Sie achten

 

 

Verliert der Urinstrom beispielsweise beim Wasserlassen an Geschwindigkeit und Stärke, kann dies auf einen Tumor hindeuten, der Druck auf die Harnröhre ausübt. Auch der wiederholte nächtliche Gang zur Toilette ist ein Anzeichen für eine vergrößerte Prostata ("Vorsteherdrüse"). Ebenso angeschwollene Füße oder Beine: Treten diese Flüssigkeitsansammlungen auf, kann das bedeuten, dass der Krebs bereits außerhalb der Prostata gestreut hat. Wer häufig an Verstopfung und Schmerzen im Darmbereich leidet, ohne dies auf seine Ernährung zurückführen zu können, sollte ebenfalls beim Arzt eine mögliche Prostataerkrankung ansprechen.

Häufige Symptome: Verminderte Spermamenge, Schmerzen im Rücken

Zu den häufigsten Symptomen von Prostatakrebs zählt zudem eine verminderte Spermamenge. Diese kann allerdings auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise einen niedrigen Hormonspiegel oder eine schwache Beckenmuskulatur. Auch Schmerzen im Rücken sowie in den Oberschenkeln und Hüften sollten ernst genommen werden, da sie Anzeichen einer Prostataerkrankung sein können. Besonders wenn das Sitzen als unangenehm und schmerzhaft empfunden wird. Laut den Cancer Treatment Centers of America kann ein häufig auftretendes Taubheitsgefühl in Beinen und Füßen oder eine plötzliche Gewichtsabnahme ebenfalls bedeuten, dass sich der Krebs bereits außerhalb der Prostata ausgebreitet hat.

Behandlungs-Innovation: Neue Therapie für Prostatakrebs-Patienten

Ein Forscherteam aus Heidelberg hat nun eine Methode entwickelt, die die Diagnose und Therapie von Prostatakrebs erheblich verbessert. Für ihre Entdeckung wurden die Wissenschaftler mit dem renommierten Erwin-Schrödinger-Preis ausgezeichnet. Ein Nuklearmediziner sowie zwei Chemiker und ein Biotechnologe haben mit ihrem Ansatz, der mehrere Fachrichtungen kombiniert, einen neuen Wirkstoff geschaffen, der einen radioaktiven Anteil enthält. Das Molekül PSMA-11 gelangt in das Innere der Krebszellen und kann sie von dort aus zerstören. Danach verschwindet der Wirkstoff rasch wieder aus dem Blutstrom und schadet anderen Zellen somit nicht. Derzeit durchläuft die neue Behandlungsmethode noch mehrere Studien und Testläufe, bevor der Wirkstoff offiziell eingesetzt werden kann.

Behandlungsoptionen bei Prostatakrebs

Männer unter 40 leiden extrem selten an Prostatakrebs. Im Alter von 40 bis 80 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung am höchsten. Behandlungsmethoden im Falle einer Erkrankung sind die Operation (mit kompletter Entfernung der Prostata), Strahlentherapie, Chemotherapie und Hormontherapie.

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