• Änderungen beim Impfnachweis 2022: Impfnachweis soll fälschungssicher werden
  • 2G-Regel: In manchen Bundesländern nur noch digitale Nachweise akzeptiert
  • Ab 1. Februar: Impfnachweis verliert nach 270 Tagen Gültigkeit

Der gelbe Impfpass ist tot, lang lebe das digitale Impfzertifikat: So oder so ähnlich lautet das Motto zum Jahresbeginn 2022 in Sachen Impfnachweis. Der Grund dafür ist auch schnell gefunden. Als Druckerzeugnis ist der gelbe Impfpass sehr einfach zu fälschen. Deutlich einfacher als andere Dokumente. Ein Umstand, den gerade Betrüger*innen in der Vergangenheit immer öfter ausgenutzt hatten. Deshalb verlor der gelbe Impfpass beispielsweise in Berlin und Baden-Württemberg bereits Ende 2021 seine Gültigkeit.

Impfnachweis: Überprüfbar und fälschungssicher in Zukunft

Als Gegenmaßnahme zu den sich häufenden Betrugsfällen reagierten die Bundesländer unter anderem mit besonderen Impfstickern. Neben den Pflicht-Angaben im Impfpass wie dem Namen des Impfstoffs, der Chargennummer und dem Impfdatum wurden auch Sicherheitsmerkmale hinzugefügt. Gleichzeitig wurden die Strafen, die bei einer erwiesenen Impf-Fälschung fällig werden, deutlich erhöht. Trotzdem handelt es sich bei dem Druckerzeugnis um ein Auslaufmodell. Das Bundesgesundheitsministerium schreibt dazu: „Der Impfnachweis über das bekannte ‚gelbe Heft‘ der WHO ist weiterhin möglich und gültig. Bitte beachten Sie jedoch, dass manche Bundesländer für die 2G-Regel nur noch digital verifizierbare Nachweise akzeptieren. Grund ist die bessere Überprüfbarkeit der digitalen Zertifikate.“ 

An die Stelle des gelben Impfpasses rückt nun die sogenannte digitale Patientenakte. Sie kann das handschriftliche, gelbe Heft vollständig ersetzen. In der digitalen Patientenakte wird dann jede Impfung vermerkt, egal ob gegen das Coronavirus oder andere Erkrankungen.  Dabei handelt es sich nicht um die QR-Codes in unseren Apps.

Das neue digitale Zertifikat hat vor allem den Vorteil, dass es sowohl leicht erkennbar als auch europaweit einheitlich gestaltet ist. Zudem ist es möglich, das Zertifikat mittels QR-Codes auch auf das eigene Mobiltelefon zu übertragen. Verpflichtet, die neue digitale Patientenakte zu verwenden, werden die Bürger*innen aber nicht. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt, dass man mit dem digitalen Impfnachweis „einen interoperablen und standardisierten Impfnachweis auf den Weg“ gebracht habe, der durch die Europäische Union beschlossen wurde. Ziel ist, dass mit dem digitalen COVID-Zertifikat der EU „der freie Personenverkehr“ innerhalb Europas erleichtert werden soll. Wer trotzdem alle Impfungen einheitlich im elektronischen Impfpass vermerkt haben möchte, muss diesen zuerst bei seiner Krankenkasse beantragen. 

Ab 1. Februar 2022: Digitaler Impfnachweis verliert nach 270 Tagen seine Gültigkeit  

Die Änderungen wirken sich jedoch auch auf den digitalen Nachweis aus. Zumindest zum Teil. Mit der "Cov-Pass-App“ oder "Corona-Warn-App" erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, innerhalb der Europäischen Union eine Immunisierung gegen das Coronavirus zu belegen. Daran ändert sich grundlegend auch 2022 nichts. Die Apps generieren weiterhin einen QR-Code, der anzeigt, wann die Immunisierung stattgefunden hat. Die Fälschung dieser Impfnachweise ist jedoch nicht zu verhindern. Denn Betrüger*innen können zum einen in der Apotheke mit einem gefälschten Papier-Impfnachweis einen QR-Code für das digitale Impfzertifikat bekommen. Zum anderen gibt es Apotheker*innen, die für Geld diese QR-Codes herausgeben und Ärzt*innen, die Scheinimpfungen vornehmen. 

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Beginnend mit dem 1. Februar 2022 beträgt die Gültigkeit digitaler Impfzertifikate innerhalb der Europäischen Union nur noch rund 270 Tage, also etwa neun Monate. Dabei wird ab dem Datum der jüngsten Impfung gerechnet. Nachweise mit der Cov-Pass- oder der Corona-Warn-App sind von der Neun-Monate-Regel ebenfalls betroffen. Sollte bei der Erstellung eines QR-Codes als Impfzertifikat etwas schiefgelaufen sein, kann jede Apotheke kostenlos Korrekturen vornehmen, was jedoch ein Sicherheitsrisiko ist.

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