Wenn das Zahnfleisch geschwollen und empfindlich ist, haben die meisten zunächst sowieso keinen Hunger. Spätestens aber am dritten Tag will man dann doch gerne wieder etwas essen, darf aber nicht so recht. Der Zahnarzt empfiehlt eine Woche Breikost – doch das kann wohl kaum als Essen bezeichnet werden und ist für Menschen, die älter als ein Jahr sind, eher Gaumengraus als Gaumenschmaus. Wir haben ein paar Rezeptideen fernab von pürierten Nudeln und Fleischbrei.
 
Grießbrei Den Anfang macht tatsächlich ein Brei! Doch mit Zimt und Apfelmus ist Grießbrei keineswegs Babynahrung, sondern eine vollwertige und zudem köstliche süße Speise.
Für zwei Personen benötigt man einen halben Liter Milch, etwas Zucker, mindestens fünf Esslöffel Weichweizengrieß und Zimt nach Geschmack. Kochen Sie die Milch auf und lassen Sie so viel Grieß einrieseln, bis Ihnen die Konsistenz gefällt.
Aber achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Grieß einrühren, denn dieser quillt noch nach. Nehmen Sie den Brei vom Herd und lassen Sie ihn zugedeckt zehn Minuten stehen.
 
Milchreis Ebenfalls süß und ebenfalls gut geeignet als Schonkost nach einer Zahn-OP ist Milchreis. Mit Zimt abgeschmeckt ist die cremige Speise eine absolute Köstlichkeit und passt perfekt zum ersten Schnee draußen. Für drei Portionen braucht es einen halben Liter Milch, 125 Gramm Rundkornreis und Zucker nach Geschmack. Milch und Reis in einen Topf geben, aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze und unter gelegentlichem Rühren etwa 25 Minuten garen. Dann mit Zucker und nach Belieben etwas Zimt abschmecken.
 
Kartoffelbrei Wer dem Süßen überdrüssig ist, dem sei Kartoffelbrei ans Herz gelegt. Einfach zuzubereiten, gesund und köstlich – Kartoffelbrei ist ein Alleskönner. Schälen und garen Sie die gewünschte Menge an Kartoffeln in ausreichend Wasser, geben Sie etwas Milch und Butter hinzu, stampfen (niemals pürieren, sonst wird’s schleimig) Sie die Kartoffeln und schmecken Sie mit Salz, Pfeffer und Muskat ab. Wem das zu wenig ist, der brät sich etwas Hack dazu an und mischt es unter.
 
Suppen aller Art Es ist Suppenzeit! Und auch sonst gehen Suppen eigentlich immer. Je nach Jahreszeit kann man die passende Suppe zubereiten und Herzhaftes ohne Schmerzen essen. Für das Frühjahr empfehlen wir bunte Gemüsesuppen oder frische Kressesuppe. Im Sommer sind Suppen wie die italienische Minestrone, kalte Gurkensuppe oder Gazpacho toll. Im Herbst ist ganz klar die Kürbissuppe der Renner, aber auch Pilze, Rote Beete und Karotten haben Saison. Wenn es draußen kalt wird, darf es ruhig herzhaft werden: Kartoffelsuppe mit Speck, Kohlsuppen, Schwarzwurzel- oder Gulaschsuppen wärmen von Innen und sind herrlich deftig.
 
Aufstriche mit Toast Wem der Sinn nach Kauen steht, der sollte zu Toast greifen. Dieser ist schön weich und es besteht nicht die Gefahr, dass sich Körner oder Rinde in der Zahnwunde verirren. Zu Toast kann man ganz hervorragend verschiedene Aufstriche machen. Unsere Favoriten sind Hummus, Guacamole und Forellenaufstrich. Für letzteren benötigen Sie lediglich eine halbe Packung Räucherforellenfilets und etwas Frischkäse. Mischen Sie beides mit einer Gabel zusammen und rühren Sie so lange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wenn das Ganze nicht streichfähig ist, geben Sie einen kleinen Schuss Milch hinzu. Mit grobem Pfeffer und Salz abschmecken – fertig!