Anzeige
Qualität aus der Region

Fränkische Kost zu jeder Jahreszeit

Vom Saisongenuss bis zu den alltäglichen Spezialitäten
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: HLPhoto - stock.adobe.com
Foto: HLPhoto - stock.adobe.com

An kulinarischer Vielfalt mangelt es in der fränkischen Region nicht. Jede Jahreszeit hat einige Köstlichkeiten zu bieten. Ernteprodukte werden oft nur zu einer bestimmten Saison angeboten, andere Lebensmittel kommen täglich auf den Tisch und sind im Alltag kaum noch wegzudenken. Für dieses Spektrum ist nicht nur der Supermarkt um die Ecke verantwortlich. Vielfältig engagierte Bauern, Hofläden und Manufakturen tragen ihren nennenswerten Teil dazu bei, dass frische und regionale Produkte im Umland zu jeder Jahreszeit angeboten werden können.

Saisontypische Köstlichkeiten

Gemüse, Fisch und frische Früchte sollten naturgemäß nur in der entsprechenden Saison gekauft werden. Kauft man beispielsweise Erdbeeren im Januar, so ist der Geschmack der Beere nicht so fruchtig intensiv, da die Früchte während dem Winter nicht die nötigen Bedingungen und das passende Klima zur Verfügung haben. Die Früchte und das Gemüse erhalten erst am Ende der Reifephase ihr volles Aroma. Zu jeder Saison stehen jedoch andere Köstlichkeiten für die Ernte bereit. Besonders im Sommer ist die Auswahl an Obst und Gemüse groß, jedoch auch im Winter gibt es etliche Gemüsesorten auf dem Markt. Typisches Wintergemüse sind der Kohl, der Kürbis oder der Feldsalat. Im Saisonkalender für Gemüse und Obst kann man gegebenenfalls noch einmal genau nachlesen, wann die Erntezeit für entsprechende Produkte beginnt.

Leibspeise mit Tradition

Eine sehr traditionelle Gemüsesorte, deren Ursprung schon 300 Jahre zurückreicht, ist der fränkische Spargel. Bereits im 18. Jahrhundert war der Spargel für seine heilende Wirkung bekannt. Heutzutage dient er als leckere Mahlzeit. In der fränkischen Provinz wird er zahlreich geerntet und kommt als Salat oder Hauptspeise mit Sauce hollandaise übergossen auf den Tisch. Die Saison reicht von Anfang April bis ursprünglich zum 24. Juni und dauert somit rund drei Monate lang. Neben den traditionellen Gemüsesorten hat auch das Fischangebot in Franken einiges zu bieten. Bei den fränkischen Fischsorten variiert das Angebot ebenfalls von Monat zu Monat. Eine Spezialität für alle Monate, die ein "r" beinhalten, ist der Aischgründer Spiegelkarpfen.

Köstlichkeiten für jedermann

In Unter-, Mittel- und Oberfranken nimmt das Thema Essen einen hohen Stellenwert ein. Schlendert man durch die historischen Altstädte Frankens, findet man an jeder Straßenecke eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Straßenstände der Metzger mit einem Angebot an Leberkäs und Bratwürsten, serviert mit dem knusprigen Brötchen der regionalen Bäckereien, daneben stehen eine Käserei und idyllische Hofläden mit einer Vielzahl an Bioprodukten und süßen Verführungen bereit. Wer lieber gemütlich am Tisch essen möchte, sollte in einem der zahlreichen Gast- und Wirtshäuser die regionale Küche testen. Schwerpunkte auf der Speisekarte sind Fleisch- und Kartoffelgerichte, wie beispielsweise ein Kartoffelkloß mit Sauerbraten. Der Klassiker unter den fränkischen Gerichten ist das Schäufele. Das "Schäufele" trägt seinen Namen aufgrund des schaufelähnlichen Fleischstückes, welches von der Schweineschulter stammt. Aber auch für Vegetarier findet man auf jeder Speisekarte Alternativen ohne Fleisch. Empfehlenswert sind Pfifferlinge, serviert mit Semmelkloß.

Für süße Verführungen und frisch zubereiteten Kaffee oder Tee stehen die Bäckereien und Cafés bereit. Hier wird unter anderem Kuchen und Gebäck angeboten. Typisch für die fränkische Kultur ist das "Küchle". Das Hefegebäck ist als ausgezogener Krapfen bekannt. Das liegt daran, dass der Hefeteig so weit ausgezogen wird, dass in der Krapfen in der Mitte schön dünn ist. Ist der Teigling fertig, werden die Küchle in Fett gebraten und letztlich mit Puderzucker bestreut.

Bier und Wein gehören dazu

Mit Bayern und Franken wird oft auch das Bier assoziiert. Das ist kein Wunder. Denn das ganze Jahr über werden Unmengen von Bier konsumiert. Grund dafür ist die hohe Brauereidichte in der Region, weshalb man auch von Bierfranken spricht. Wer zu Besuch in Franken ist, sollte das Bier dort genießen, wo es tatsächlich gebraut wird. Traditionell auf Volksfesten oder im Wirtshaus nebenan sorgt das Hopfengetränk zu jeder Tageszeit für Freude. Das umfangreiche Sortiment lässt auch für spezielle Bierliebhaber keinen Wunsch offen.

Wandert man weiter Richtung Fränkischer Schweiz, erstrahlen unzählige Weinberge in ihrem vollen Glanz. In diesem Teil Frankens werden Weinsorten wie beispielsweise der Silvaner, Bacchus und der Riesling angebaut. Sie alle zählen zu den fränkischen Weißweinen. Blaue Weintrauben sorgen zudem für den Genuss eines lieblichen Rotweins. So wird der gemütliche, französische Charme in Franken erweckt.

Luisa Staudigel

Unsere Partner
Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.