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Von wegen blutiges Steak: Roter Saft beim Fleisch gar kein Blut?

Wenn du dein Steak blutig magst, musst du jetzt ganz stark sein: Denn die rote Flüssigkeit ist gar kein Blut. Worum es sich wirklich handelt, erfährst du in diesem Artikel.
 
Steak - Rotes Fleisch füttert Krebszellen und gehört zu den krebserregenden Lebensmitteln
Ein leckeres Steak kommt bei vielen gerne auf den Teller. Aber Vorsicht: Rotes Fleisch in die Ernährung zu integrieren kann gefährlich werden. Das Lebensmitteln zählt zu den köstlichen Krebserregern auf dem Speiseplan. Foto: Justus Menke/pexels.com
  • Blutiges Steak: Ist tatsächlich Blut im Steak?
  • Was tritt aus dem Fleisch aus?
  • Wie entsteht die Flüssigkeit?
  • Durchgegart oder "blutig": Was ist gesünder?

Well Done, Medium Well, Medium, oder Medium Rare: Wie isst du dein Steak gerne? Wenn du letzteres, auch "englisch" genannt, bevorzugst, liebst du das Stück Fleisch "blutig" - außen kross, innen saftig rot. Wenn du von einem blutigen Steak sprichst, werden dich echte Fleischkenner allerdings korrigieren - nachdem du diesen Artikel gelesen hast, kannst du mitreden. Empfehlung: Wir haben DEN Trick für dich, wie dein Steak in Zukunft immer zart und saftig wird - mehr erfährst du in unserem Artikel. 

"Blutiges" Steak: Wenn es kein Blut ist, was ist es dann?

Wer sein Steak blutig liebt, muss jetzt stark sein: Denn es handelt sich bei der roten Flüssigkeit, die beim Anschneiden austritt, nicht um Blut!

Die rote Flüssigkeit ist vielmehr Fleischsaft - landläufig gesprochen. Denn konkret handelt es sich um transparenten Zellsaft aus dem Muskelgewebe. Das darin enthaltene Myoglobin verfärbt sich beim Kontakt mit Luft rot. Aus Fleisch von Rindern mit mehr Bewegung - also meist aus artgerechter Tierhaltung - tritt mehr Saft aus. Der Grund: Myoglobin sorgt im Körper des Tieres dafür, dass Sauerstoff in der Muskulatur gespeichert wird. Rinder mit viel Bewegung haben mehr des Muskelproteins.

Fleisch eines toten Tieres kann gar kein Blut enthalten, denn es muss nach dem Schlachten vollständig ausbluten, bevor es weiterverarbeitet wird. Wäre das nicht der Fall, würde das Fleisch schnell verderben. Empfehlung: Für perfekt durchgegartes Fleisch empfehlen wir dir das Fleisch-Thermometer von Uzone* - dieses kannst du sogar mit deinem Smartphone verbinden. Erhältlich bei Amazon.

"Blutiges" Steak ist gesünder

Laut einer Studie der Harvard T.H. Chan Schule für öffentliche Gesundheit in Boston steigt beim häufigen Verzehr von Well-Done-Steaks - also völlig durchegartem Fleisch - die Gefahr für erhöhten Blutdruck.

Im Vergleich zu Menschen, die ihr Steak lieber saftig genießen, sind Well-Done-Fans um 15 Prozent mehr gefährdet, hohen Blutdruck zu bekommen.  

Bei Fleischliebhabern, die mehr als 15 mal pro Monat Fleisch bei hohen Temperaturen grillen oder braten, steigt die Gefahr um 17 Prozent - verglichen mit Menschen, die es zwar auch durch mögen, aber nur viermal im Monat ihrer Liebe zu Well-Done fröhnen. Tipp: Wie und wann du dein Steak am besten würzt, erfährst du in unserem Artikel.

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