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Quitten roh essen: Das musst du wissen

Die meisten Obstsorten essen wir roh und direkt von der Hand in den Mund. Aber wie ist das bei Quitten? Wir verraten dir, was du bei diesem Obst beachten musst!
Quitten: Gelb, lecker und gesund!
Quitten: Gelb, lecker und gesund! Foto: CC0 / Pixabay / distelAPPArath
  • Die Quitte: ein heimischer Obstklassiker
  • Was musst du beim Verzehr von Quitten beachten?

Die Quitte zählt bei uns schon lange zu den heimischen Obstsorten. Aber nicht nur das: die gelbe Frucht gehört auch zu den ältesten Kulturobstarten überhaupt. Schon die Babylonier bauten Quitten vor 6.000 Jahren an. Die Früchte erinnern optisch an eine Mischung aus Apfel und Birne und können zwischen September und November geerntet werden. Die Früchte waren schon früher beliebt, da sie viele Vitamine und Nährstoffe enthalten. So war die Quitte immer ein bekanntes Heilmittel gegen Hautentzündungen und Verdauungsbeschwerden. Die kleine Vitaminbombe enthält neben Vitamin C auch Folsäure und etliche Mineralstoffe, darunter auch Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Heute kennen wir die Quitte besonders in verarbeiteter Form als Gelee, Marmelade, Schnaps oder als Backzutat für Desserts und Kuchen. Doch wie sieht es mit rohen Quitten aus? Kann man die gelbe Frucht bedenkenlos essen?

Giftige Blausäure: Was musst du beim Verzehr von Quitten beachten?

Rohe Quitten zu essen ist gesundheitlich gesehen unbedenklich. Die Früchte sind auch im rohen Zustand ungiftig und können auf jeden Fall gegessen werden. Allerdings schmecken rohe Quitten definitiv nicht gut. Die heimischen Sorten der Quitte sind sehr hart und haben einen bitteren, meist holzigen Geschmack. Das liegt an der enthaltenen Säure und den Bitterstoffen, die in den Früchten enthalten sind. Erst durch das Garen oder Erhitzen verschwinden diese und der bekannte süßliche Geschmack tritt hervor.

Aber es gibt einige Ausnahmen unter den Quittensorten, die man auch roh verzehren kann. Neuere Züchtungen sind auch direkt nach der Ernte ohne weitere Verarbeitung genießbar. Zwei heimische Sorten -  "Rohköstler" und "Honigquitte" - zählen beispielsweise zu den roh genießbaren Früchten. Auch in den Ursprungsgebieten der Quitte gibt es ebenfalls Sorten, die roh gegessen werden können. Diese wachsen in Mittelasien und dem Balkan. Eine der Sorten ist die "Shirin", eine überaus fruchtige Quitte mit süßlichem Orangenaroma.

Noch ein paar Tipps für den Rohverzehr: Am besten entfernst du die harte Schale der Quitten, dann ist sie leichter zu essen und auch der letzte Rest an Bitterstoffen entfällt. Außerdem solltest du unbedingt die Samen entfernen. Sie enthalten große Mengen an Blausäure und sind daher sehr giftig. Wenn du das beachtest, kannst du in Zukunft deine Quitten auch roh und ohne Bedenken genießen.